Fernstudium: Fast im Plan

Fernstudium: Fast im Plan

Fernstudium bei Tina vom ©Tulpentopf
Fernstudium bei Tina vom ©Tulpentopf

Wow, schon wieder ein Monat rum. Und der hielt in Sachen Studium eine mittelschwere Überraschung bereit. Ob diese dafür sorgte, dass ich wie geplant den dritten Studienbrief fast fertig durcharbeiten konnte? Ich bin mir da nicht so sicher.

Mai 2017, wechselhaftes Wetter und ein voller Terminkalender. Dreimal in den Harz zu meinen Eltern, Depeche Mode Konzert, Kino, Elternabende, Rechnungen, kaputte Schuhe, defektes Auto. Eigentlich nicht ideal, um im Freizeit-Studium voran zu kommen.

Doch ich nahm mir trotzdem den nächsten Studienbrief vor. Schon die ersten Zeilen kamen mir merkwürdig vertraut vor. Am Ende der Seite hatte ich das Gefühl, im nächsten Augenblick wieder auf Mallorca am Strand zu sitzen.

Das Urlaubsfeeling kam eindeutig vom Lesestoff.

Den kannte ich nämlich schon aus der vorbereitenden Literatur, die ich für dieses Modul gelesen hatte. Genauer gesagt: Der Studienbrief „Methoden der Textanalyse“ enthält mehrere Kapitel aus dem Buch „Orientierungskurs Germanistik“.

Damit konnte ich quasi bei mir selbst abschreiben. Oder mich zumindest bei meinen eigenen Notizen aus dem Oktober letzten Jahres rückversichern, den Stoff auch verstanden zu haben. Ob diese Form der Wiederholung nun sonderlich effektiv war, bleibt abzuwarten. Schließlich überfliegt man Bekanntes eher, als dass man es wirklich liest.

Natürlich kam ich so schneller voran, als bei gänzlich unbekanntem Stoff. Und so schaffte ich es bis Ende Mai beinahe, diesen Studienbrief durchzuackern. Den letzten Rest verleibte ich mir dann am Pfingstwochenende ein – und begann dann gleich mit dem nächsten. Aber dazu dann in einem Monat mehr.

Genette, der Gott des Erzähltextanalyse

Somit gehöre ich nun allerdings auch zu jenen, für die Maste Genette ein bekanntes Übel ist. Meine Studienkollegen und die alten Hasen der Sprachwissenschaften werden jetzt wissend und gewichtig nicken, denn Genette ist DER Guru der Textanalyse.

Also der Gott, der gesagt hat, wie man welche Texte möglichst kompliziert in seine deutbaren Einzelteile zerpflückt. Frei nach dem Motto: Wer spricht da und wenn ja, wieviele? Und aus welcher Perspektive? Und wie lange? Und machen die mit oder schauen die nur zu?

Klingt kompliziert, ist es auch. Aber hoffentlich nicht mehr lange. Schließlich kam letzte Woche die Erinnerungsmail für alle, die in diesem Semester die Prüfung mitschreiben wollen. Die Anmeldung ist nur noch bis zum 15. Juni möglich.

Ob ich will und werde, erzähle ich euch dann beim nächsten Mal.

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