Neuerscheinung: „Finsternis in Deutschland“ von Ernestine Amy Buller

Wer sich mit den Verbrechen der Nazi-Zeit beschäftigt, wird sich früher oder später fragen, wie es dazu kommen konnte. Und was die ganz normalen Leute in Deutschland dachten und taten. Ernestine Amy Buller hat sie damals gefragt und ein Buch daraus gemacht, das jetzt erstmals auf Deutsch erscheint: „Finsternis in Deutschland“.

"Finsternis in Deutschland" beim ©Elisabeth Sandmann Verlag

„Finsternis in Deutschland“ beim ©Elisabeth Sandmann Verlag

Infos zum Inhalt:
Deutschland in den 1930er Jahren: In Deutschland bekommen radikale Meinungen immer mehr Anhänger. Immer mehr Menschen verfallen der Nazi-Ideologie. Und immer mehr Menschen fragen sich, wie das in einem kultivierten Staat wie Deutschland überhaupt passieren kann.

Ernestine Amy Buller will es genauer wissen. Die Engländerin reist 1934-1938 oft nach Deutschland und Österreich . Dort führt sie intensive Gespräche mit Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten: Offiziere, Studenten, Hausfrauen, Lehrerinnen und Lehrer, Priester und Pastoren, Beamte und Landwirte. Manche sind von den radikalen Ideen der Nazis begeistert, andere eher skeptisch.

Skeptiker wie Anhänger wagen gegenüber der Engländerin ein offenes Wort. Ernestine Amy Buller hat die Stimmen zahlreicher Zeitzeugen bewahrt, die ein weitaus differenzierteres Bild ergeben, als wir es vermuten würden. Ihr Buch „Darkness over Germany“ wurde 1943 mitten im Krieg in England veröffentlicht. Jetzt erscheint es erstmals auf Deutsch unter dem Titel „Finsternis in Deutschland“. Es ist eine echte Entdeckung und von beklemmender Aktualität.

Infos zu Autorin und Herausgeber laut Verlag:
Ernestine Amy Buller (1891–1974) studierte Geschichte am Birkbeck College in London. Sie arbeitete u.a. mit dem Historiker Alan Bullock zusammen. Ab etwa 1912 unternahm sie zahlreiche Reisen nach Deutschland. In dieser Zeit war sie maßgeblich am Meinungsaustausch zwischen englischen und deutschen Akademikern beteiligt. 1947 wurde sie von König George VI. und seiner Frau Elizabeth darin unterstützt, ein eigenes College zu gründen. 1949 eröffnet Cumberland Lodge in Windsor, heute ein Begegnungsort für Studenten aus aller Welt.

Der Herausgeber Kurt Barling wurde in England geboren, studierte Politik und moderne Sprachen. Er war 25 Jahre lang als Journalist bei der BBC tätig und berichtete als Korrespondent und Reporter über zahlreiche Länder. Seit 2014 ist er Professor für Journalismus an der Middlesex University in London. In seinen Veröffentlichungen äußert er sich immer wieder zu Terrorismus und Rassismus, zuletzt erschien im Jahr 2015 das Buch „The ,RʻWord. Racism“. Kurt Barling lebt mit seiner Familie in London.

Infos zum Buch:
Titel: Finsternis in Deutschland: Was die Deutschen dachten. Interviews eines Engländerin 1934 – 1938 
Autorin: Ernestine Amy Buller
Herausgeber: Kurt Barling (Hg.):
Aus dem Englischen von Michael Pfingstl
Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag
ISBN 978-3-945543-09-2
Erscheint am 25. April 2016

Ich habe dieses Buch weder gelesen noch vorliegen, sondern möchte nur darauf aufmerksam machen. Dies geschieht ohne Wissen oder Zutun der Verlage.

Kategorie Bücher, Neuerscheinungen
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.