Buch: „Im Schatten der Königin“ von Elizabeth Fremantle

Wenn es um die Tudors geht, kann ich mich nur schwer zurückhalten. Diese Königsfamilie hat es mir aufgrund ihrer starken Persönlichkeiten richtig angetan. Also musste ich auch dieses Buch über die Tudors haben. Ob es sich gelohnt hat?

"Im Schatten der Königin" von Elizabeth Fremantle bei ©C Bertelsmann

„Im Schatten der Königin“ von Elizabeth Fremantle bei ©C Bertelsmann

Zum Inhalt:
König Edward VI. starb viel zu früh. Seine Nachfolgerin Jane Grey ist dem Amt und den daraus folgenden Intrigen nicht gewachsen und landet auf dem Schafott. Mary Tudor, Tochter von Henry VIII. und Katharina von Aragorn übernimmt die Regentschaft.

Damit kommt der Terror nach England. Die katholische Königin geht unbarmherzig gegen Andersgläubige vor und schickt hunderte von ihnen auf den Scheiterhaufen. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum Janes Schwestern Katherine und Mary um ihr Leben bangen müssen.

Als Cousinen der Königin haben sie einen hohen Anteil Tudorblut in sich. Und sind damit rechtmäßige Thronfolger. Eine Gefahr für Queen Mary scheint jedoch nur Katherine darzustellen, denn die kleine Schwester Mary ist ein verwachsenes Mädchen mit Buckel.

Auch als Elisabeth I. an die Macht kommt, geht es den Schwestern nicht besser. Weil Katherine eine Hofdame von Queen Mary war, muss sich sich ihren Platz an der Seite der neuen Königin erst erkämpfen – und verspielt ihn dann durch die geheime Hochzeit und zwei Söhne, die per Geburt rechtmäßige Thronerben darstellen.

Während die eine Schwester im Tower inhaftiert ist, dient die andere der Königin als geistreiche Unterhalterin. Ernst genommen wird sie aufgrund ihrer Missbildung nicht. Doch das macht ihr Leben keineswegs einfacher.

Meine Meinung:
„Im Schatten der Königin“ ist nicht das erste Buch von Elisabeth Freemantle über die Tudors. Schon mir „Spiel der Königin“ lieferte sie einen soliden historischen Roman, den ich durchaus gern las.

Allerdings hatte ich in der Zwischenzeit wohl eins verdrängt: Fremantle schreibt im Präsenz. Das liest sich nicht so einfach, wie es klingt. Hinzu kommt, dass sie die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei sie bei einer in der dritten Person und bei den anderen beiden aus der Ich-Perspektive berichtet.

Wenn man sich dann damit angefreundet hat, geht es eigentlich. Die Figuren sind authentisch und die Dialoge passen. Spätestens wenn Elisabeth auf dem Thron sitzt, ist die Geschichte richtig interessant.

Dennoch habe ich einen Plot vermisst. Also einen klassischen Anfang, ein schlüssiges Ende und dazwischen mindestens einen Höhepunkt. Die Story plätschert so dahin und könnte quasi endlos weitergehen. Schade, denn die Familie Grey gehört zu den wirklich interessanten der Zeit von Elisabeth I..

Mein Fazit:
Auch „Im Schatten der Königin“ ist wie sein Vorgänger ein solider Tudor-Roman. Streckenweise mag man das Buch nicht weglegen, doch es hat auch seine Längen. Für mehr Begeisterung fehlen außerdem Höhepunkte und bessere Lesbarkeit. Schade.

Infos zum Buch:
Titel: Im Schatten der Königin
Autorin: Elizabeth Fremantle
Aus dem Englischen von Sabine Herting
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 978-3-570-10178-0

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Wenn es um die Tudors geht, kann ich mich nur schwer zurückhalten. Diese Königsfamilie hat es mir aufgrund ihrer starken Persönlichkeiten richtig angetan. Also musste ich auch dieses Buch über die Tudors haben. Ob es sich gelohnt hat? Zum Inhalt: König Edward VI. starb viel zu früh. Seine Nachfolgerin Jane Grey ist dem Amt und den daraus folgenden Intrigen nicht gewachsen und landet auf dem Schafott. Mary Tudor, Tochter von Henry VIII. und Katharina von Aragorn übernimmt die Regentschaft. Damit kommt der Terror nach England. Die katholische Königin geht unbarmherzig gegen Andersgläubige vor und schickt hunderte von ihnen auf den…
Hach, es hätte so schön sein können. Gerade die Wirren vor und zu Beginn der Herrschaft von Elisabeth I. und dann auch noch zum Teil aus der Sicht einer körperlich behinderten Frau aus der Königsfamilie. Aber Fremantles Schreibstil und der fehlende Plot dämpfen die Begeisterung doch sehr.

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Solide, aber...

Hach, es hätte so schön sein können. Gerade die Wirren vor und zu Beginn der Herrschaft von Elisabeth I. und dann auch noch zum Teil aus der Sicht einer körperlich behinderten Frau aus der Königsfamilie. Aber Fremantles Schreibstil und der fehlende Plot dämpfen die Begeisterung doch sehr.

Kategorie Bücher, Historisches, Roman
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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