Buch: „Der verbotene Fluss“ von Susanne Goga

Buch: „Der verbotene Fluss“ von Susanne Goga

Für Charlotte was es schon ein Abenteuer, ihre Heimat Berlin für die Stelle als Gouvernante in einem Herrenhaus bei London zu verlassen. Doch was sie auf Chalk Hill mit ihrem achtjährigen Schützling Emily erlebt, geht weit über ihre Vorstellungskraft hinaus.

"Der verbotene Fluss" von Susanne Goga beim ©Diana Verlag
„Der verbotene Fluss“ von Susanne Goga beim ©Diana Verlag

Zum Inhalt:
September 1890. Charlotte Pauly, die neue Gouvernante der achtjährigen Emily Clayworth, ist schon einiges von den Kindern gewöhnt, die sie unterrichten soll. Doch kaumhat sie sich kaum auf Chalk Hill eingelebt, da sieht sich Charlotte mit mysteriösen Problemen konfrontiert.

Ihr Schützling hat Albträume.

Für ein Mädchen, das gerade die Mutter verloren hat, ist das nicht ungewöhnlich. Allerdings schwört die Kleine, dass ihre Mutter sie regelmäßig besucht, ihr Botschaften hinterlässt und gemeinsame Pläne schmiedet.

Man könnte es als Wunschdenken abtun.

Aber es geschehen merkwürdige Dinge auf Chalk Hill. Dinge, bei denen Charlotte bald nicht mehr nur um den Verstand der kleinen Emily, sondern auch um ihren eigenen fürchtet. Auf der Suche nach rationalen Erklärungen stößt Charlotte auf eine Wand aus Schweigen. Über Emilys Mutter und über das, was mit ihr passiert ist, darf im Hause Clayworth nicht gesprochen werden.

Erst Tom Ashdown, ein Journalist aus London, kann Charlotte helfen. Was sie gemeinsam herausfinden, führt sie an die Grenzen des rational Erklärbaren!

Meine Meinung:
„Der verbotene Fluss“ ist mein zweites Buch von Susanne Goga. Ihr Schreibstil begeisterte mich schon bei „Das Haus in der Nebelgasse“ so sehr, dass ich unbedingt mehr von ihr lesen wollte. Und dieses hier steht dem anderen in nichts nach.

Kapitel für Kapitel spinnt Susanne Goga ihr Netz fester um den Leser. Mit einem feinen Gespür (oder auch fiesen Talent) für Cliffhänger füttert sie ihn häppchenweise mit Informationen und Andeutungen, die nur noch neugieriger machen.

Bei „Der verbotene Fluss“ scheint es sich nun auf den ersten Blick um eine Geistergeschichte zu handeln. Trotzdem bewegt sich die Erzählung weit ab von Fantasy, geht dafür umso mehr in Richtung Thriller.

Die Auflösung des Rätsels um Emily und ihre Mutter bringt dennoch Mysteriöses zutage. Zumindest bleibt ein gehöriger Anteil für rationale Denker unerklärlich. Weniger mysteriös, dafür erschreckend grausam ist das wahre Verhältnis zwischen den Menschen in der Familie Clayworth.

Mein Fazit:
Kann die Liebe einer Mutter so stark sein, dass sie den Tod übersteht? Lassen sich Emilys Albträume rational erklären oder gibt es doch Geister? Susanne Goga lässt jeden Erklärungsversuch fragwürdig erscheinen und löst das Rätsel erst ganz zum Schluss. Bis dahin fesselt sie ihren Leser an ihre Protagonisten und deren Schicksal.

Infos zum Buch:
Titel: Der verbotene Fluss
Autorin: Susanne Goga
Verlag: Diana Verlag (Randomhouse)
ISBN: 978-3-453-35650-4

Für Charlotte was es schon ein Abenteuer, ihre Heimat Berlin für die Stelle als Gouvernante in einem Herrenhaus bei London zu verlassen. Doch was sie auf Chalk Hill mit ihrem achtjährigen Schützling Emily erlebt, geht weit über ihre Vorstellungskraft hinaus. Zum Inhalt: September 1890. Charlotte Pauly, die neue Gouvernante der achtjährigen Emily Clayworth, ist schon einiges von den Kindern gewöhnt, die sie unterrichten soll. Doch kaumhat sie sich kaum auf Chalk Hill eingelebt, da sieht sich Charlotte mit mysteriösen Problemen konfrontiert. Ihr Schützling hat Albträume. Für ein Mädchen, das gerade die Mutter verloren hat, ist das nicht ungewöhnlich. Allerdings schwört…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Unglaublich spannend

Es gibt nichts Schöneres, als die richtige Buchwahl für den Urlaub getroffen zu haben. Dieses hier sorgte für lange Lesenächte mit einer spannenden und sehr gut erzählten Geschichte. Auch für dieses Buch von Susanne Goga kann ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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