Buch: „Rechne immer mit dem Schlimmsten“ von Petteri Nuottimäki

Buch: „Rechne immer mit dem Schlimmsten“ von Petteri Nuottimäki

Matti Alto ist verzweifelt: Da hat er seinen Kindern von klein auf eingebläut, dass man einen Plan haben muss, wenn man es im Leben zu etwas bringen muss. Einen gut durchdachten Plan natürlich. Trotzdem sind sie alle drei richtige Waschlappen geworden. Was ist da nur schief gelaufen.

"Rechne immer mit dem Schlimmsten" bei ©HarperCollins Germany
„Rechne immer mit dem Schlimmsten“ bei ©HarperCollins Germany

Zum Inhalt:
Als Finne hat man es in Schweden nicht leicht. Nicht nur die Sprache ist anders, sondern auch die Lebensart. Die ist vor allem eins: Viel zu lasch, um aus Kindern vernünftig denkende und anpackende Erwachsene zu machen.

Kein Wunder also, dass aus Mattis Kindern richtige Weicheier werden.

Raimo verspielt sein Geld auf der Rennbahn. Oder klaut seltsame Hunde, um mit deren Sperma ein Riesengeschäft aufzubauen. Und fällt dann mit speziellem Waschpulver über die eigenen Füße.

Damit fällt er genau ins Beuteschema seiner Schwester Elina. Die steht irgendwie auf verkorkste Jungs. Dabei ist sie diejenige, in die Papa Matti all seine Hoffnungen setzt. Bis ihr dusseliger Freund das gerade eröffnete Billardcafé abfackelt.

Bliebe noch Antti, der jüngste Sohn. Doch die empfindsame Seele wirft sein Geld für angeblich antike Stühle zum Fenster hinaus und setzt sich dann auch noch drauf. Da geht mehr als nur ein bisschen Holz kaputt.

Ja auch Mattis Herz ist gebrochen. Schließlich ist er wegen der Kinder nach Schweden übergesiedelt. Für sie hat er sich abgerackert und mit nützlichen Käfern ein kleines Imperium aufgebaut. Auf die Idee muss man ja erstmal kommen.

Meine Meinung:
„Rechne immer mit dem Schlimmsten“ ist hier nicht einfach nur daher gesagt. Was auch immer Mattis Kinder anfassen, es geht mit Sicherheit schief. Auf durchaus komische und zumindest für den Leser unterhaltsame Weise.

Der Stil von Petteri Nuottimäki ist dabei ziemlich eigensinnig. Er erzählt die Geschichte von Matti und seinem Leben als Familienpatriarch wie in einem skandinavischen Arthaus Kinofilm: Aus dem Off.

So hatte ich stets Handlung klar vor Augen, sah die einzelnen Szenen und hörte den Erzähler darüber reden, was gerade passiert. Oft ausführlich und/oder mit einem Augenzwinkern. Manchmal mit direkter Ansprache des Lesers.

Mein Fazit:
Wer skandinavisches Arthouse Kino mag, wird dieses Buch lieben. Die Handlung plätschert selbst dann gelassen dahin, wenn es eigentlich rasant zugeht. Aber „Rechne immer mit dem Schlimmsten“ rät ja schon zur richtigen Einstellung für alles, was im Buch passiert.

Infos zum Buch:
Titel: Rechne immer mit dem Schlimmsten
Autor: Petteri Nuottomäki
Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Verlag: HarperCollins Germany
ISBN: 9783959676618

*Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar überlassen.*

Matti Alto ist verzweifelt: Da hat er seinen Kindern von klein auf eingebläut, dass man einen Plan haben muss, wenn man es im Leben zu etwas bringen muss. Einen gut durchdachten Plan natürlich. Trotzdem sind sie alle drei richtige Waschlappen geworden. Was ist da nur schief gelaufen. Zum Inhalt: Als Finne hat man es in Schweden nicht leicht. Nicht nur die Sprache ist anders, sondern auch die Lebensart. Die ist vor allem eins: Viel zu lasch, um aus Kindern vernünftig denkende und anpackende Erwachsene zu machen. Kein Wunder also, dass aus Mattis Kindern richtige Weicheier werden. Raimo verspielt sein Geld…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Skuriler Humor

Nein, dieses Buch ist wahrlich nicht jedermanns Sache. Denn der Autor lässt einen typisch skandinavischen Film mit der entsprechenden Sorte Humor ablaufen. Wer im Kino gern Filme sieht, die der Erzähler aus dem Off kommentiert und den schwedischen Humor mag, ist hier gut bedient. Alle anderen, werden es wohl nicht so toll finden.

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