Buch: „Schattenschreie“ – Band 8 der Teezeitgeschichten

Wenn es draußen stürmt, macht man es sich drin gern gemütlich. Am Besten mit einem schönen Tee und einem guten Buch. Bei gruseligem Wetter darf die Geschichte dann auch gern gruselig sein. Nina Sträters „Schattenschreie“ ist für so einen Leseabend genau richtig. Vor allem, wenn man sich vorgenommen hatte, mal wieder ins Theater zu gehen und noch einen kleinen schaurigschönen Anreiz dafür braucht.

"Schattenschreie" beim ©TextLustVerlag

„Schattenschreie“ beim ©TextLustVerlag

Zum Inhalt:
Dem Verlagshaus Rohl wird eine lange verschollene Partitur angeboten. Conrad Rohl ist begeistert und nimmt die Uraufführung der experimentellen Komposition selbst in die Hand. Er will das Einmann-Stück höchstpersönlich einstudieren und aufführen. Doch noch vor den eigentlichen Proben kommt es zu gespenstischen Vorfällen.

In der Partitur tauchen Sätze auf, die noch vor wenigen Minuten ganz sicher noch nicht dort gestanden haben. Während der ersten Probe auf der Bühne tropft Blut von der Säge, die Rohl gerade mit dem Cello-Bogen zum Klingen bringen wollte. Und dann ist da dieser seltsame Mann, der eine Leiche aus Rohl Arbeitszimmer abholen will.

Als Rohl endlich anfängt, den Ursprung des Stücks mit dem prophetischen Namen „Schattenschreie“ zu recherchieren, stößt er auf Ungereimtheiten. Wenn der Verfasser des Werkes der Aufführung wirklich selbst zugestimmt hat, handelt es sich dabei um eine Mann im Alter von 113 Jahren. Und dann ist da noch der Zeitungsartikel über eine Aufführung des der „Schattenschreie“, die aber nie stattgefunden hat.

Meine Meinung:
Die Teezeitgeschichten aus dem TextLustVerlag sind lang genug, um einen Abend zu füllen. Sie sind aber auch kurz genug, dass man dabei nicht zu spät ins Bett kommt, wenn man sie noch zu Ende lesen will. Klar, dass man je nach Geschichte da auch mal Abstriche bei der Qualität machen muss. Schließlich sind auch die Zeilen zwischen den Zeilen irgendwann erschöpft.

Nina Sträters „Schattenschreie“ sind daher eine kleine Überraschung für mich. Es ist es das erste Buch, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Klar war auch „Schattenschreie“ irgendwie vorhersehbar. Aber die Winkelzüge und die Auflösung der Geschichte sind gut gemacht. Dazu kommt, dass die Ausdrucksweise frei von Stolpersteinen ist. Hier wurde sorgfältig lektoriert und auf Stimmigkeit des großen Ganzen geachtet.

Mein Fazit:
„Schattenschreie“ von Nina Sträter ist das richtige Buch für eine stürmische Nacht, in der man eigentlich ins Theater wollte: Gerade gruselig genug, dass man weiter lesen muss und nah genug an einer möglichen wahren Begebenheit. Man könnte es als urbane Legende durchgehen lassen. Wie üblich für die Teezeitgeschichten hat man auch dieses Buch an einem Abend durch. Dieses achte Band ist meiner Meinung nach das bisher beste Buch aus dem TextLustVerlag. Fünf Sterne für gute Unterhaltung.

Infos zum Buch:
Titel: Schattenschreie – Band 8 der Teezeitgeschichten
Autorin: Nina Sträter
Verlag: TextLustVerlag
ISBN: 9783943295931

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kategorie Bücher, Fantasy, Leichte Kost
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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