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Buch: „Sommerhaus zum Glück“ von Anne Sanders

Was muss passiert sein, damit man von jetzt auf gleich nach Cornwall zieht? In ein Haus, das man nie zuvor betreten und trotzdem gekauft hat. Das fragen sich wohl alle Bewohner des kleinen aber feinen Küstenstädtchens St. Ives. Und Elodie selbst fragt sich das auch.

"Sommerhaus zum Glück" von Anne Sanders bei ©blanvalet
„Sommerhaus zum Glück“ von Anne Sanders bei ©blanvalet

Zum Inhalt:
In der Annonce stand etwas von Bed&Breakfast mit Meerblick. Aber das Peek-a-boo ist eigentlich viel zu sehr mittendrin, als dass man von irgendeinem Fenster aus das Meer sehen könnte. Und es ist viel zu alt und baufällig, um als passables B&B durchzugehen. Aber Elodie fast hat ihr ganzes Geld hineingesteckt und den Rest wird das Haus auch noch verschlingen, bevor auch nur die erste Buchung einen kleinen Hoffnungsschimmer aufkommen lassen wird.

Dabei ist Hoffnung genau das, was Elodie jetzt bräuchte.

Schließlich hat sie zwei Jahre lang als „die andere“ gelebt: Als Geliebte ihres Chefs, der nebenbei mit seiner Ehefrau ein Kind gezeugt hat. Vor ihm und der Liebe ist sie auf der Flucht. Aber wie üblich geht letztere ihre eigenen eigentümlichen Wege und serviert Elodie einen versnobten Coffee-to-go-Ladenbesitzer, der ihre Kaffeesucht befriedigt, aber ansonsten absolut daneben ist.

Oder etwa doch nicht? So oft sie die Angelegenheit auch drehen und wenden: Elodie und ihre neuen Freundinnen Brandy und Helen werden nicht schlau aus ihm. Erst recht nicht, als Tom Elodie beim Renovieren Ihres B&Bs hilft. Auch Elodies Affäre lässt nicht locker und scheint zudem bestens über ihr neues Leben in Cornwall bescheid zu wissen. Woher nur?

Meine Meinung:
Anne Sanders liebt St. Ives und die Liebe. Sie steht auf Tom Hiddleston und Männer, die anpacken, ohne groß drumherum zu labern. Sier glaubt an die Liebe und daran, dass die ihren Weg findet – auch wenn es Jahrzehnte dauert oder sie sich durch richtig dicke Mauern arbeiten muss. Das alles liest man aus „Sommerhaus zum Glück“ genauso heraus wie aus dem Vorgänger „Sommer in St. Ives“. Und ich mag das sehr.

Je urlaubsreifer, desto empfänglicher bin ich für Liebe mit umständlichem Verlauf vor schöner Kulisse. Da darf eine Geschichte durchaus mal ein wenig vorhersehbar sein –  Hauptsache ich hab dabei Wellenrauschen im Ohr und Sonne vor Augen. Zu schmalzig werden sollte es allerdings nicht und da ist Anne Sanders die Gratwanderung zwischen Kitsch und einfach nur schön gelungen.

Mein Fazit:
„Sommerhaus zum Glück“ klingt nach dem was es ist: Ein sommerlich leichter Liebesroman an einem bezaubernden Ort mit coolen Freundinnen, Arschlochtypen und einem Traumprinzen, der so seine Fehler macht und dann doch noch die Kurve kriegt. Genau richtig fürs Urlaubsfeeling.

Infos zum Buch:
Titel: Sommerhaus zum Glück
Autorin: Anne Sanders
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0630-8

Dieses Buch wurde uns als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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