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Buch: „Seht, was ich getan habe“ von Sarah Schmidt

Ein Lizzie Borden Roman

Hat sie es getan? Diese Frage stellen sich die Leute in Fall River seit 1892 – und viele haben die Antwort für sich schon längst gefunden. Für sie steht fest: Lizzie Borden hat ihren Vater und ihre Stiefmutter ermordet. Sarah Schmidt zieht den bis heute ungeklärten Fall in „Seht, was ich getan habe“ neu auf.

"Sehr, was ich getan habe" bei ©Pendo
„Sehr, was ich getan habe“ bei ©Pendo

Zum Inhalt:
1892, Fall River, Massachusetts. Lizzie Borden ist 32 und lebt im Haus ihres Vaters und ihrer Stiefmutter. Und sie hasst beide, denn sie fühlt sich engeengt und von der großen Schwester Emma verlassen. Aber ist das Grund genug, die Eltern zu ermorden?

John Morse, Bruder der verstorbenen Mutter, besucht die Familie. Das kommt selten vor, weil sich Morse und Schwager Andrew nicht grün sind. John hat außerdem einen zwielichtigen Mann aufgegabelt, der bereit ist, Probleme endgültig und auf unkonventionelle Art zu beseitigen. Aber ist John wirklich kaltblütig genug, den Mann seiner verstorbenen Schwester umbringen zu lassen?

Bridget, Hausmädchen der Bordens, hat nur einen Wunsch: Zurück nach Hause, nach Irland. Dafür spart sie jeden Cent ihres eh schon mickrigen Lohnes. Und erträgt die aggressive Atmosphäre im Haus der Bordens. Die giften sich gegenseitig an, essen aus Geiz vergammelte Hammelbrühe und nehmen ihr schließlich das mühsam zusammengesparte Geld weg. Reicht das für einen Mord?

Diese Frage stellt sich, als Andrew und Abby Borden ermordet aufgefunden werden. Beide sind mit einer Axt getötet worden. Bei beiden hat dem Mörder nicht ein einziger Hieb genügt: Sie wurden brutal zugerichtet. Lizzie und Bridget waren im Haus, wollen aber nichts mitbekommen haben. Und der engagierte Fremde kam angeblich nicht zum Zuge.

Wer war es dann?

Meine Meinung:
„Sehr, was ich getan habe“ erzählt die Geschichte eines realen Mordes so, wie er sich abgespielt haben könnte. Der Fall um Lizzie Borden und ihre Eltern wurde nie restlos aufgeklärt. Seine Brutalität und die merkwürdigen Umstände brachten ihm schon damals eine breite öffentliche Aufmerksamkeit ein. Einigen wird auch die Netfl…-Serie zu Lizzie Borden bekannt sein.

Sarah Schmidt rollt den Fall nun neu auf. Dabei kann ich gar nicht so genau sagen, wo und wann sie da zeitlich ansetzt, denn das Buch strotzt nur so vor Zeitsprüngen und Perspektivwechseln. Klar erkenntlich sind dabei die Sprünge zwischen den Personen. Rückblenden geschehen mitten im Text und sind zeitlich schwer einzuordnen.

Das macht das Lesen und Verstehen der Geschichte nicht gerade leicht und so habe ich denn auch ziemlich lange gebraucht, um halbwegs einen Draht zur Geschichte zu bekommen.

Mein Fazit:
Mein Urteil zu „Seht, was ich getan habe“ fällt entsprechend mittelmäßig aus. Die Story hat viel Potenzial, wurde oft erzählt und hätte auch in Schmidts Stil durchaus begeistern können. Mich hat es jedoch nicht überzeugt. Stattdessen blieben mir die Figuren fremd und die Geschichte zu wirr, um so etwas wie Spannung auszubauen.

Infos zum Buch:
Titel: Seht, was ich getan habe
Autorin: Sarah Schmidt
Aus dem Englischen von pociao
Verlag: Pendo
ISBN: 978-3-86612-435-6

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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