Buch: „Mr. Gandys große Reise“ von Alan Titchmarch

Buch: „Mr. Gandys große Reise“ von Alan Titchmarch

Was tut man, wenn man mit 55 plötzlich Frührentner und Witwer ist? Den Kindern beim Babysitten helfen und Kleiderschränke aufbauen? Dem alten Leben nachtrauern und höchstens mal eine Rentnerkreuzfahrt machen? Mr. Gandys große Reise sieht ganz anders aus.

"Mr. Gandys große Reise" bei ©HarperCollins Germany
„Mr. Gandys große Reise“ bei ©HarperCollins Germany

Zum Inhalt:
Timothy Gandy war es gewöhnt, dass seine Frau den Tag für sie beide plant. Den Rest Struktur gab ihm der Job als Grafikdesigner. Nun sind beide weg: Der Job wurde an einen jüngeren Kollegen übergeben, die Frau starb überraschend. Was soll Tim jetzt mir seinem Leben anfangen? Die Kinder sind schließlich groß und haben ihr eigenes Leben.

Also plant er seine persönliche Grand Tour.

Inspiriert von der Europareisen der Dichter und Denke der 18. Jahrhunderts stellt er sich eine Reiseroute zusammen, die ihm selbst kindliche Vorfreude bereitet: Paris, Monaco, Nizza, Pisa, Florenz, Rom und Venedig sollen es werden. Seit seiner Jugend träumt er davon, die dort befindlichen Sehenswürdigkeiten selbst zu sehen.

Er rechnet mit überwältigenden Eindrücken durch Landschaft, Architektur und Kunstwerke. Doch schon in Paris trifft ihn ganz unerwartet die Liebe. In Monaco schnuppert er nicht nur Luxus, sondern geht unverhofft auf Verbrecherjagd. Und in Florenz begegnet er dem Tod und seiner sonst sehr verschlossenen Tochter.

Spätestens jetzt ist klar, dass Mr. Gandys große Reise einen anderen Menschen nach England zurück bringen wird, als Tim am Anfang seiner Grand Tour war.

Meine Meinung:
Ich habe irgendwie kein Glück mit Road-Trip-Büchern. Dieses hier versprach viel allein schon durch die Orte, die darin vorkommen. Und der Klappentext sprach auch schon von Liebe. Da kann doch eigentlich vom Spannungsbogen her nichts schief gehen.

Und wirklich ist der Plot gar nicht übel. Die Zwickmühle zwischen Pflichtgefühl Familie und Gönn-dir-endlich-was, die zweifelhafte Liaison in Paris und der interessante Ausflug ins Leben eines Yacht-Verkäufers in Monaco – all das bester Stoff für eine schönstes Kopfkino vor herlichster Kulisse.

Aber Alan Titchmarsh zerredet einfach alles. Viel zu viele Worte über das Für und Wieder in Timothys Kopf, über Landschaften, Begegnungen, Gedankengänge über einfachste Tätigkeiten. Als könnte der Leser nichts nachvollziehen, würde es nicht dreimal betont.

Mein Fazit:
Mr. Gandys große Reise hat durchaus viel zu bieten. Wer an grauen Regentagen durch die Straßen von Paris, Florenz oder Monaco flanieren will und sich über unerwartete Freundschaften freut, wird hier gut bedient. Denken muss der Leser dabei nicht viel, denn es wird wirklich alles ausführlich dargelegt, widerlegt und wieder neu beschrieben.

Infos zum Buch:
Titel: Mr. Gandys große Reise
Autor: Alan Titchmarsh
aus dem Englischen von Ursula C. Sturm
Verlag: HarperCollins Germany
ISBN: 9783959671507

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ihr könnt es unter anderem bei Amazon kaufen. (Partnerlink)

Was tut man, wenn man mit 55 plötzlich Frührentner und Witwer ist? Den Kindern beim Babysitten helfen und Kleiderschränke aufbauen? Dem alten Leben nachtrauern und höchstens mal eine Rentnerkreuzfahrt machen? Mr. Gandys große Reise sieht ganz anders aus. Zum Inhalt: Timothy Gandy war es gewöhnt, dass seine Frau den Tag für sie beide plant. Den Rest Struktur gab ihm der Job als Grafikdesigner. Nun sind beide weg: Der Job wurde an einen jüngeren Kollegen übergeben, die Frau starb überraschend. Was soll Tim jetzt mir seinem Leben anfangen? Die Kinder sind schließlich groß und haben ihr eigenes Leben. Also plant er…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Zu viele Worte

Eine schöne Reise von Paris über Monaco nach Florenz und Rom. Mit aufregender Liebe, noch spannenderer Verbrecherjagd und einer Begegnung mit dem Tod. Hätte der Autor nicht zu viele Worte um alles gemacht, wäre es wirklich Klasse. Hat er aber. Leider

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