BücherKrimi/Thriller

Buch: „Mondblond“ von Lars Winter

Ulf Norden kommt zu spät – eigentlich wollte er noch mit seinem Vater vor dessen Tot sprechen, aber ein Verkehrsunfall auf dem Weg zu ihm verhindert das. Also bleibt er zur Beerdigung. Dort taucht eine schöne Frau auf, die wenig später tot ist. Aber das ist nur der Anfang und stellt Ulf vor mehr als ein großes Rätsel.

Mondblond©Wind und Sterne Verlag
Mondblond©Wind und Sterne Verlag

Zum Inhalt:
Ulf Norden ist Dozent an der LKA-Akademie und bewandert in kriminalistischen Dingen. Aber dies ist er erst nach einem Schicksalsschlag geworden.
Seine Leidenschaft ist die Kunst und er war ein angesehener Maler. Zu seiner Familie hat er eher wenig Kontakt, da er sich von seinem Bruder sehr unterscheidet und seine Mutter eine ruhige Frau ist.

Bei der Beerdigung seines Vater Alfred Norden fällt Ulf eine elegante, blonde Frau auf. Keiner scheint sie zu kennen und auch beim anschließenden Kaffee und Kuchen ist sie nicht dabei. Ulf fährt später am Tag erneut auf den Friedhof um in Ruhe Abschied zu nehmen. Dort begegnet er ihr wieder, aber sie weist ihn schnell ab und wünscht keine Fragen.

Dann findet Ulf sie ermordet in der Kapelle auf.

Bei der Testamentseröffnung erfährt die Familie, dass Alfred Norden eine weitere Familie auf Sizilien hat und die ermordete Frau Ulfs Halbschwester war. Während die Familie dies noch nicht fassen kann, bittet der Pfarrer Ulf um ein Gespräch unter vier Augen.

Eben jener Pfarrer Klinger ist nicht wie andere Pfarrer. Er hat nicht nur eine Vorliebe für Kunst, einen teuren Einrichtungsstil und einen Maserati vor der Tür, er hat auch ganz eigene Ansichten und einen Hang zur Neugier. Ulfs Vater hat vor seinem Tod einen Brief für Ulf beim Pfarrer hinterlegt. Diesen Brief bekommt Ulf nun, nicht wissend, dass ein Teil davon fehlt.

Die Familie der ermordeten Halbschwester kommt nach Deutschland um alles zu regeln. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Es gibt noch mehr Tote, das Elternhaus von Ulf wird angezündet und die Familie kommt teils schwer verletzt ins Krankenhaus. Ulf beschließt, sich die zweite Heimat seines Vaters genauer anzusehen und reist nach Sizilien.

Hier kommt er weiteren Geheimnissen auf die Spur und das Eintreffen von Pfarrer Klinger bringt viel Licht in die Vergangenheit und Gegenwart.

Meine Meinung:
Die einen sagen, bei einem Trauerfall lernt man die Menschen am besten kennen. Nun das Buch „Mondblond“ startet mit einem Trauerfall und die Familienverhältnisse sind schnell klar – meint man. Flüssig geht man durch die Wendungen, die eingebaut sind mit und denkt sich: Das ist der Mörder! Aber die Wendungen sind überraschender und vielfältiger als vorschnell vermutet und bergen viel mehr Geschichte. Auch die Interaktion der Hauptpersonen miteinander ist gut beschrieben und mit Humor gewürzt. Positiv überrascht haben mich die enthaltenen Skizzen im Buch.

Das Buch habe ich mir selbst gekauft.

Mein Fazit:
In diesem Kriminalroman lernt man die beiden Hauptpersonen
und Ermittler kennen, wobei es auch um die Familiengeschichte des einen geht. Erst denkt man: Okay, das übliche Familiendrama mit einer zweiten Familie. Aber dass hier viel mehr dahinter steckt, kommt erst mit der Zeit raus. Ich bin gespannt wie es nach „Mondblond“ mit diesem Ermittlerteam weitergeht.

Infos zum Buch:
Titel: Mondblond
Autor/Autorin: Lars Winter
Verlag: Wind und Sterne Verlag
ISBN: 978-3-946186-43-4

Rezension

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Guter Krimi

Eine zweite Familie hatte sein Vater auf Sizilien. Das erfährt Ulf auf dessen Testamentseröffnung. Dann findet er seine Halbschwester ermordet auf.

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