Buch: „Love, Life, Tennis and all that Jazz“ von Günter Ohnemus

Ich spiele kein Tennis und mag Jazz nur wenn er melodisch ist. Aber ein Leben habe ich und auch ganz viel Liebe. Warum dann nicht mal ein Buch lesen, dass einen so ungewöhnlichen Namen hat wie dieses „Love, Life, Tennis and all that Jazz“.Vielleicht Steckt ja ganz viel Leben und Liebe drin, vielleicht ist der Jazz melodisch und vielleicht mag ich Tennis am Ende doch. Vielleicht.

Love, Life, Tennis and All That Jazz

„Love, Life, Tennis and All That Jazz“ beim ©MaroVerlag

Zum Inhalt:
„Love, Life, Tennis and all that Jazz“ enthält Kurzgeschichten, in denen Tennis eine meist wichtige Rolle spielt. Von Liebespaaren, die sich beim Tennis das erste Mal über den Weg laufen, Menschen, die anderen ein Match widmen und dann einfach nicht verlieren können und Söhne, die ihren Vätern nie und nirgendwo näher sind als dort auf dem Tennisplatz.

Meine Meinung:
Es geht immer um die Menschen am Tennisschläger oder um die drumherum. Mal einfach aus der Beobachtung heraus, mal steckt der Leser in ihm drin. Fachwissen über Tennis ist nicht nötig. Empathie dagegen durchaus. Tennis könnte gegen jede Sportart ausgetauscht werde, in der einer gegen den anderen spielt, die man aber auch genauso gut miteinander spielen kann. Denn das wirklich Wichtige spielt sich in den Menschen ab.

Günter Ohnemus schreibt in „Love, Life, Tennis and all that Jazz“ über das Bild, was ein Mensch vom anderen hat und wie es in Wirklichkeit ist. Er erzählt ganze Lebensgeschichten bei der Beobachtung der Spieler in einem Tennisclub. Er erzählt von der Liebe, die mit, durch und für den Sport entsteht. Und von Fehlern, die man so macht als Mensch.

Sein Schreibstil dabei ist stellenweise gewöhnungsbedürftig und wer es eilig hat, wird manche Zeile überfliegen, wenn nicht gar überspringen. Dabei ist es eigentlich schade drum, denn eben diese Ausdrucksweise verleiht den einzelnen Passagen oftmals eine Tiefe, die bei nüchterner Erzählung nicht erreicht werden könnte.

Mein Fazit:
Man kann dieses Buch lesen, auch ohne annähernd Ahnung von Tennis zu haben. Und auch dann, wenn man Jazz nicht mag. Denn bei „Love, Life, Tennis and all that Jazz“ geht es vor allem um Love und Life. Trotzdem bleibt es gewöhnungsbedürftig, wenn auch nicht ohne Reiz. Ein wenig kunstvoll arrangiert, so könnte man die Geschichten nennen. Wer also Lust auf Geschichten hat, die über das schlichte Erzählende hinausgehen, wird hier fündig. Von mir gibt es dafür vier Sterne mit der Tendenz zu weniger.

Infos zum Buch:
Titel: Love, Life, Tennis and all that Jazz
Autor: Günter Ohnemus
Verlag: MaroVerlag
ISBN: 978-3-87512-460-6

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kategorie Bücher, Gegenwartsliteratur, Spezielles
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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