Buch: „Liebe wird aus Mut gemacht“ von Catharina Junk

Buch: „Liebe wird aus Mut gemacht“ von Catharina Junk

Vor einem Jahr war Ninas Welt noch in Ordnung. Dann kam der Krebs, die Chemo, der Kampf ums Überleben. Das soll jetzt wieder vorbei sein. Doch an so viel Glück zu glauben, fällt Nina schwer. Wie soll da die Liebe eine Chance haben?

"Liebe wird aus Mut gemacht" bei ©rororo
„Liebe wird aus Mut gemacht“ bei ©rororo

Zum Inhalt:
Von jetzt auf gleich ist Ninas Leben weg. Statt Urlaub mit der besten Freundin auf Sardinien heißt es: Chemotherapie, Lungenentzündung, Spendersuche, Bluttransfusionen, Venenkatheder. Statt unbeschwertem Spaß oder wenigstens Normalität also Hoffen und Bangen und Kämpfen.

Ein Jahr später ist Nina gesund.

Nicht geheilt, aber gesund. Sie kehrt ins Elternhaus zurück, das sie quasi gerade erst fürs Studium verlassen hatte. Ihr Bruder ist ihr fremd geworden. Die Eltern schwanken zwischen überdrehter Freude und der inzwischen gewohnheitsmäßigen Sorge um Nina.

Sie selbst weiß nichts mit sich anzufangen. Bis eben hatte sie keine Zukunft, jetzt soll sie wieder Pläne schmieden. Oder wenigstens das Leben genießen. Aber jeder Versuch, Spaß zu haben, geht irgendwie schief.

Bei einem dieser Fehlversuche lernt sie Erik kennen. Der ist offensichtlich blind oder hat ein ausgewachsenes Helfersyndrom. Denn er interessiert sich für Nina, obwohl diese von Chemo und Krankheit gezeichnet ist.

Außerdem macht es doch eh keinen Sinn, sich auf die Liebe einzulassen, wenn schon morgen der Krebs wieder da sein kann. Oder etwa doch?

Meine Meinung:
Krebs ist ein Arschloch. Daraus macht auch „Liebe wird aus Mut gemacht“ kein Geheimnis. Nina springt dem Tod gleich mehrmals von der Klinge. Und kommt auch nach diesem Kampf nicht als blühende Schönheit oder gar starke Amazone ins Leben zurück.

Trotzdem geht eben diesen Leben weiter. Mit Konflikten in der Familie. Mit Freundschaften, die mehr Zweck als Zuneigung sind. Und mit Begegnungen, die kurz aber prägend sind.

Und dann ist da noch die Liebe. Man muss nich an Krebs erkranken, um am Sinn einer beginnenden Liebe zu zweifeln. Aber Krebs macht es noch ein bisschen leichter, nicht daran zu glauben, dass einem so etwas gutes passiert.

Dies alles erzählt die Autorin höchst unterhaltsam. Die „Krebsgeschichte“ wird als rückblickende Zwischenepisoden in die aktuelle Handlung eingefügt. Aber egal ob Lungenentzündung oder Liebeskummer: Von Schmalz und Extra-Tränendrüsendruck bleibt die Geschichte angenehm fern. (Abgesehen vom Ende.)

Mein Fazit:
Darf man Glück in der Liebe haben, wenn man den Krebs gerade und auch nur vielleicht überstanden hat? „Liebe wird aus Mut gemacht“ sagt Ja und liest sich wunderbar leicht. Und ja: Auch eine Krebsgeschichte kann und darf unterhaltsam sein, ohne die Krankheit zu verharmlosen.

Infos zum Buch:
Titel: Liebe wird aus Mut gemacht
Autorin: Catharina Junk
Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-27121-2

Vor einem Jahr war Ninas Welt noch in Ordnung. Dann kam der Krebs, die Chemo, der Kampf ums Überleben. Das soll jetzt wieder vorbei sein. Doch an so viel Glück zu glauben, fällt Nina schwer. Wie soll da die Liebe eine Chance haben? Zum Inhalt: Von jetzt auf gleich ist Ninas Leben weg. Statt Urlaub mit der besten Freundin auf Sardinien heißt es: Chemotherapie, Lungenentzündung, Spendersuche, Bluttransfusionen, Venenkatheder. Statt unbeschwertem Spaß oder wenigstens Normalität also Hoffen und Bangen und Kämpfen. Ein Jahr später ist Nina gesund. Nicht geheilt, aber gesund. Sie kehrt ins Elternhaus zurück, das sie quasi gerade erst…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Ja zum Leben

Catharina Junk erzählt auf leichtfüßige Weise von einer ernsten Krankheit und den ersten Gehversuchen im neuen Leben nach dem Krebs. Das ist einfühlsam, witzig und unterhaltsam. Trotzdem wird klar: Der Kampf gegen Krebs ist kein Spaziergang, sondern ein Höllentrip. Trotzdem hat man das Recht auf Glück, wenn man ihn überlebt hat.

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