Buch: „Highway to heaven“ von Katarina Bivald

Buch: „Highway to heaven“ von Katarina Bivald

Anette ist 38, alleinerziehend und wohnt in einer unbedeutenden schwedischen Kleinstadt. Und sie hat kein Leben. Zumindest scheint es so, als ihre inzwischen 19jährige Tochter auszieht, um in der nächsten Großstadt zu studieren. Höchste Zeit, dass sich etwas ändert.

"Highway to heaven" von Katarina Bivald bei ©btb
„Highway to heaven“ von Katarina Bivald bei ©btb

Zum Inhalt:
Eigentlich macht Pia nur einen ihrer bissigen Witze, als sie Anette vorschlägt, sich ein paar heiße Männer aufzureißen und sich den ein oder anderen Jugendtraum zu erfüllen. Selbst Anette meint es nicht so ernst, als sie sich zu Motorradfahrstunden anmeldet. Und merkt auch erstmal nicht, was für ein heißer Typ ihr Fahrlehrer ist.

Doch zum Glück hat sie ja Pia und Nesrin. Die lassen nicht zu, dass Anette vorschnell aufgibt und öffnen ihr die Augen für die Vorzüge des neun Jahre jüngeren Lukas. Das macht die Fahrstunden auf dem Zweirad nicht unbedingt einfacher. Denn Anette ist in der Liebe genauso ängstlich wie auf dem Motorrad.

Um außerdem den langen Wochenenden und einsamen Abenden ohne Tochter zu entgehen, steigt sie ins Projektteam fürs örtliche Stadtfest ein. Dort stellt sie ganz unkonventionell und zum Teil sogar unfreiwillig den bisherigen Ablauf auf den Kopf. Aber auch das verhindert die Liebe nicht – ganz im Gegenteil.

Meine Meinung:
„Highway to Heaven“ ist leichte Kost. Das stellt Katarina Bivald schon auf den ersten drei Seiten klar, die einige Leser durchaus abschrecken könnten. Es beginnt nach Gilmore-Girls-Manier mit einer peinlich-filmreifen Szene beim Auszug der Tochter aus dem mütterlichen Nest. Ab da ist klar, worauf man sich als Leser einlässt.

Ich musste mich an diese Art von Humor erst gewöhnen. Das heißt nicht, dass es nur platte Witze oder vorhersehbare Handlung gibt. Zumindest wirken die Figuren und die Situationen nicht zu aufgesetzt. Aber die Autorin verarbeitet doch so einiges an Klassikern, die beim Kennenlernen so passieren können.

Erfrischend war hier, dass eine Supermarktverkäuferin die Hauptrolle spielt. Keine Designerin, Fotografin oder plötzliche Millionärin. Sondern eine, die man im echten Leben wirklich übersieht oder wegen ihrer unförmigen Arbeitskleidung bemitleidet. Erfrischend auch, dass diese graue Maus nicht doch zur Fotografin, Designerin oder Millionärin mutiert.

Mein Fazit:
Hat man sich erstmal eingelesen geht, „Highway to heaven“ locker flockig und durchaus in einem Rutsch durch. Ideal als Urlaubslektüre, wenn man nicht unbedingt von Palmen an der Südsee träumt. Ein kleines Nest in Schweden tut es auch, wenn genug Liebe im Spiel ist und die Protagonisten herrlich unperfekt sind.

Infos zum Buch:
Titel: Highway to Heaven
Autorin: Katarina Bivald
aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Verlag: btb Verlag
ISBN: 978-3-442-71560-2

„Highway to heaven“ wurde uns als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Ihr könnt es unter anderem bei Amazon kaufen (Partnerlink).

Anette ist 38, alleinerziehend und wohnt in einer unbedeutenden schwedischen Kleinstadt. Und sie hat kein Leben. Zumindest scheint es so, als ihre inzwischen 19jährige Tochter auszieht, um in der nächsten Großstadt zu studieren. Höchste Zeit, dass sich etwas ändert. Zum Inhalt: Eigentlich macht Pia nur einen ihrer bissigen Witze, als sie Anette vorschlägt, sich ein paar heiße Männer aufzureißen und sich den ein oder anderen Jugendtraum zu erfüllen. Selbst Anette meint es nicht so ernst, als sie sich zu Motorradfahrstunden anmeldet. Und merkt auch erstmal nicht, was für ein heißer Typ ihr Fahrlehrer ist. Doch zum Glück hat sie ja…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Perfekte Urlaubs- lektüre

Alleinerziehend, Ende 30 und Supermarktverkäuferin in einer schwedischen Kleinstadt. Wie spannend kann das Leben da schon werden? Und wie groß sind da die Chancen auf eine neue Liebe? Ein locker leichtes Lesevergnügen für alle "Normalos" auf dieser Welt.

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