Buch: „Die Buchwanderer“ von Britta Röder

Buch: „Die Buchwanderer“ von Britta Röder

Der größte Traum einer jeden Leseratte ist es, einmal selbst Protagonist des Lieblingsbuches zu sein. Also nicht nur in der Fantasie in der Geschichte mitzuwirken, sondern hautnah dabei zu sein. Eine tolle Idee für eine spannende Geschichte. Aber auch nicht einfach umzusetzen.

"Die Buchwanderer" beim ©acabus Verlag
„Die Buchwanderer“ beim ©acabus Verlag

Zum Inhalt:
Man nennt es Liebe auf den ersten Blick, was Ron da in der neuen Stadt erlebt. Ein Augenaufschlag genügt und er folgt einer schönen Unbekannten bis in eine Bibliothek. Doch dort verliert sich ihre Spur.

Bis er sie bei Romeo und Julia wiederfindet.

Aber wie kommt er aus der modernen Stadt ins alte Verona. Und wieso liest er die tragische Geschichte nicht nur, sondern erlebt sie hautnah als neuer bester Freund Benvolios.

Doch bevor er mit der Angebeteten sprechen kann, ist er auch schon wieder draußen. Sein Cousin Magus tut zwar sehr schlau, ist aber auch keine große Hilfe. Dennoch folgt Ron seinem Rat und findet sich bald als Puschkins Eugen Onegin wieder.

Auch hier findet er seine Schöne. Und erfährt ausgerechnet von ihr etwas Unfassbares über sich selbst. Etwas, das sein ganzes Leben auf den Kopf und in Frage stellt: Ist er selbst ein richtiger Mensch oder wie seine Rosalia die Fantasiegestalt eines Autors?

Meine Meinung:
„Die Buchwanderer“ lockte mich als Leseratte schon vom Titel. Denn mir war sofort klar, dass es in dieser Geschichte Menschen geben musste, die von Buch zu Buch reisen konnten. Was für ein Traum: Nicht nur in der Fantasie in die Geschichte eintauchen, sondern sie wirklich miterleben.

Und es ist gar nicht so schlecht gemacht. Ron durchreist auf der Suche nach Rosalia drei Klassiker der Weltgeschichte: Shakespeares Romeo und Julia, Puschkins Eugen Onegin und Cervantes‘ Don Quichote. Genug Stoff für beste Leseunterhaltung.

Wenn da nur der Schreibstil von Britta Röder nicht wäre. Man könnte meine, sie traue den eigenen Worten nicht. Denn ein Umstand, ein Gefühl und ein Blick auf die Situation wird mit mindestens drei Sätzen auf unterschiedliche Weise beschrieben.

Das machte mich auf Dauer mürbe. Ich hatte schon beim ersten Satz erfasst, dass Ron die schneeweiße Landschaft faszinierend fand. Ich brauchte nicht noch drei Sätze, um zu begreifen, dass er von seiner ungewohnten, weiten, schneebedeckten, stillen Landschaft beeindruckt war.

Mein Fazit:
So gut wie die Idee von „Die Buchwanderer“ ist, so wenig gefällt mir die sprachliche Umsetzung. Ab etwa der Hälfte des Buches ging ich dazu über, meist nur den ersten Satz eines Absatzes zu lesen, den Rest also höchstens zu überfliegen. Ich glaube nicht, dass ich etwas verpasst habe.

Infos zum Buch:
Titel: Die Buchwanderer
Autorin: Britta Röder
Verlag: Acabus
ISBN: 9783862820177

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Der größte Traum einer jeden Leseratte ist es, einmal selbst Protagonist des Lieblingsbuches zu sein. Also nicht nur in der Fantasie in der Geschichte mitzuwirken, sondern hautnah dabei zu sein. Eine tolle Idee für eine spannende Geschichte. Aber auch nicht einfach umzusetzen. Zum Inhalt: Man nennt es Liebe auf den ersten Blick, was Ron da in der neuen Stadt erlebt. Ein Augenaufschlag genügt und er folgt einer schönen Unbekannten bis in eine Bibliothek. Doch dort verliert sich ihre Spur. Bis er sie bei Romeo und Julia wiederfindet. Aber wie kommt er aus der modernen Stadt ins alte Verona. Und wieso…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Nicht mein Stil.

Die Idee ist gut. Auch die Umsetzung kann sich sehen lassen. Inhaltlich zumindest. Da wird das Rätsel um Ron und seine Liebste Stück für Stück gelüftet. Leider kam ich mit dem Schreibstil der Autorin ganz und gar nicht klar.

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