Buch: „Der Teufelsfürst“ von Silvia Stolzenburg

Buch: „Der Teufelsfürst“ von Silvia Stolzenburg

Als Bram Stokers Dracula wurde er weltberühmt, aber eine Legende war der Fürst der Walachei schon lange vorher. Silvia Stolzenburg hat die Geschichte des Vlad Draculea in einen historischen Roman gepackt.

"Der Teufelsfürst" von Silvia Stolzenburg bei ©bookspot Verlag
„Der Teufelsfürst“ von Silvia Stolzenburg bei ©bookspot Verlag

Zum Inhalt:
Der junge Vlad Draculea lebt als Geisel am Sultanshof in Edirne. Doch er ist zu aufmüpfig, weshalb man ihn lange und grausam foltert bis er sich endlich unterwirft. In Halil Pascha, dem Großwesir, findet er einen Gönner, der ihn unter seine Fittiche nimmt,

Vlad erhält eine militärische Ausbildung – und einen speziellen, geheimen Auftrag vom Großwesir. Auf dem Schlachtfeld und beim Foltern der Gefangenen zeigt er sich bald geschickt , brutal und abgebrüht. Doch im Innern leidet der Christ Höllenqualen, wenn er seine Glaubensbrüder im Dienste der sündigen Türken abschlachtet.

Am anderen Ende der Welt: Zehra.

Zehra ist die Tochter eines erfolgreichen Händlers in Ulm. Bis zu dem Tag, da ihr Vater eines unnatürlichen Todes stirbt und Zehra als Hexe und Mörderin angeklagt wird. Nach dem Schuldspruch jagt man sie aus der Stadt. Mit nichts als ihren zerrissenen Kleidern am Leib ist sie dort in höchster Gefahr.

Sie wird von Zigeunern gerettet. Doch das Leben des fahrenden Volkes ist hart und die Bestrafung noch härter, wenn man die Regeln nicht befolgt. Aufgrund ihrer Fähigkeiten wird Zehra bald zur Schreiberin von Herzog Michel und ist so bei allen Geheimtreffen des Zigeunerfürsten mit dabei.

Herzog Michels Ziel ist die Befreiung seiner Landsleute aus der Sklaverei. Und dafür reist er ausgerechnet in die Walachei, wo Vlad inzwischen die Nachfolge seines Vaters als Fürst der Walachei angetreten hat. Die Begegnung mit Zehra ändert für ihn so einiges.

Meine Meinung:
Ich mochte Bram Stokers Dracula. Ich war aber auch schon immer neugierig darauf, etwas über den echten Vlad Draculea herauszufinden. Da kam Silvia Stolzenburgs „Der Teufelsfürst“ gerade richtig, denn ich mag auch historische, biografische Romane.

Und wirklich zeichnet die Autorin ein lebendiges Bild. Sowohl von der Stadt Ulm in der Mitte des 15 Jahrhunderts, als auch vom Leben am Hof des Sultans. Die Schicksale von Vlad und Zehra sind fesselnd erzählt und bieten Einblicke ins Zigeunerleben, ins Ritterleben im Heiligen römischen Reich und dem Gemetzel auf dem Schlachtfeld.

Dennoch hatte ich meine Probleme mit diesem Buch. Der Grund liegt im Schreibstil der Autorin. Einerseits flüssig mit authentisch scheinenden Dialogen. Andererseits mit einem Hang zu dramatisch großen Worten. Und genau die sind so gar nicht meins.

Mein Fazit:
„Der Teufelsfürst“ hat so gar nichts mit den Vampirgeschichten um Graf Dracula zu tun. Dafür umso mehr mit einem jungen Mann, den ein hartes Schicksal scheinbar zur Bestie geformt hat. Auch Zehras Weg ist kein Spaziergang durch das 15. Jahrhundert, aber sie ist auch eine ungewöhnliche Frau. Die Begegnung der beiden verspricht eine spannende Fortsetzung.

Infos zum Buch:
Titel: Der Teufelsfürst
Autorin: Silvia Stolzenburg
Verlag: Edition Aglaia (bookspot Verlag)
ISBN: 978-3-937357-75-1

„Der Teufelsfürst“ wurde uns als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Als Bram Stokers Dracula wurde er weltberühmt, aber eine Legende war der Fürst der Walachei schon lange vorher. Silvia Stolzenburg hat die Geschichte des Vlad Draculea in einen historischen Roman gepackt. Zum Inhalt: Der junge Vlad Draculea lebt als Geisel am Sultanshof in Edirne. Doch er ist zu aufmüpfig, weshalb man ihn lange und grausam foltert bis er sich endlich unterwirft. In Halil Pascha, dem Großwesir, findet er einen Gönner, der ihn unter seine Fittiche nimmt, Vlad erhält eine militärische Ausbildung - und einen speziellen, geheimen Auftrag vom Großwesir. Auf dem Schlachtfeld und beim Foltern der Gefangenen zeigt er sich…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

"Der Teufelsfürst" erzählt die Geschichte vom echten Graf Dracula: Dem Prinzen Vlad Draculea. Ein historischer Roman, der Lust auf mehr macht. Denn die Autorin zeichnet ein lebendiges Bild der Gesellschaft dieser Zeit und authentische Persönlichkeiten. Nur der Schreibstil war mir etwas zu dramatisch.

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