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Buch: „Bibliophilia – Am Ende des Buchlands“

von Markus Walther

Im Buchland war all das zu Hause, was Bibliophile so lieben: Alle Bücher, die je geschrieben wurden, selbst die vergessenen und die, die es nie hätte geben dürfen oder die es nie bis zum Ende geschafft haben. Doch jetzt liegt das Buchland begraben unter Asche – und seine Hüterin genießt ihr Familienglück. Aber tut sie das wirklich?

"Bibliophilia - Am Ende des Buchlands" beim ©acabus Verlag
„Bibliophilia – Am Ende des Buchlands“ beim ©acabus Verlag

Zum Inhalt:
Nach dem verheerenden Brand im Keller des Antiquariats hat sich Beatrice‘ Leben verändert. Bücher spielen längst nicht mehr die Hauptrolle ihrem Leben. Stattdessen dreht sich alles um ihre kleine Tochter Sophia. Mit ihr verheilen die Wunden, die der Verlust ihrer ersten Tochter Rachel gerissen hat. Auch Papa Ingo hat sich wieder im Griff und rührt keinen Alkohol mehr an.

Aber was soll aus dem Antiquariat werden?

Beatrice geht nur hin, wenn sie nach dem Rechten sehen muss. Bis ihr Nemo über den Weg läuft. Der seltsame Kauz hat Quirinius‘ Kuriositätenladen übernommen und sich auf Automationen aller Art spezialisiert. Beatrice traut ihm nicht über den Weg. Schon gar nicht, weil er sich so sehr fürs Antiquariat interessiert und auch für den Keller.

Alles weist darauf hin, dass er mehr weiß, als er sollte. Als dann ein Schatten die kleine Sophia bedroht, bleibt Beatrice keine Wahl: Sie muss wieder schreiben und ihre Geschichte vom Buchland zu einem Ende bringen. Aber dafür muss sie auch zurück ins Buchland. Und niemand kann sagen, welche Auswirkungen dieses neue Abenteuer auf ihre kleine Familie haben wird.

Meine Meinung:
„Bibliophilia – Am Ende des Buchlands“ ist der dritte Teil der Buchland-Trilogie von Markus Walther. Alles begann mit „Buchland“ und Beatrice folgenschwerer Begegnung mit Herrn Plana und einigen Größen der Literaturgeschichte. Auch die Fortsetzung „Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ hielt sprachgewandte Menschen und sogar den Tod persönlich bereit, als Beatrice ihrem Mann Ingo und die Homunkula Chaya rettete.

Nun also ist es wohl Beatrice selbst, die gerettet werden muss. Denn sie lässt sich ihr Familienglück von alten Ängsten streitig machen. Und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Mann und ihre Freunde in Gefahr. Dabei bräuchte es nur mehr Vertrauen in die Menschen um sie herum und in ihre alte Leidenschaft: die Bücher.

Während Markus Walther den Fokus in den ersten beiden Teilen eher auf schöne Ideen und Kuriositäten rund um das Thema Sprache legte, geht es diesmal offensichtlich um die zerstörerische Macht unserer Ängste. Vor allem, wenn wir sie verdrängen. Das Szenario dafür ist streckenweise ziemlich skurril und lässt den Spitzfindigkeiten und Personifizierungen von Sprache wenig Raum.

Mein Fazit:
„Bibliophilia – Am Ende des Buchlands“ lässt das Buchland nach dem verheerenden Brand aus Teil zwei zum Glück wieder auferstehen. Auch hier wimmelt es vor berühmten Persönlichkeiten und natürlich gibt es einen Bösewicht und wieder ist es nicht der Tod. Für meinen Geschmack ging es dann aber doch etwas zu skurril zu und viel zu wenig um schön verbildlichte Sprache.

Infos zum Buch:
Titel: Bibliophilia – Am Ende des Buchlands
Autor: Markus Walther
Verlag: acabus
ISBN: 9783862826148

Dieses Buch habe ich mir selbst gekauft.

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