Buch: „Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ von Markus Walther

Buch: „Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ von Markus Walther

Die Fortsetzung zu „Buchland“

Das Buchland ist ein magischer Ort, der allem ein Zuhause gibt, was mit Büchern zu tun hat. Doch auch solch ein Ort kann nur gedeihen, wenn man ihn  pflegt – und sich nicht gegen die eigenen Talente wehrt. Aber wird Beatrice das rechtzeitig erkennen?

"Beatrice - Rückkehr ins Buchland" beim ©acabus Verlag
„Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ beim ©acabus Verlag

Zum Inhalt:
Seit dem Tod von Herrn Plana, führt Beatrice ein gutes Leben. Das kleine Antiquariat und auch die Geschäfte drumherum florieren. Ihr Mann Ingo hält sich standhaft vom Alkohol fern und ihr Buch über das Buchland verkauft sich ganz gut. Zeit sich einem wunden Punkt in ihrem Leben zu stellen: Rachel.

Beatrice und Ingo wollen endlich die Sachen ihrer verstorbenen Tochter entsorgen und mit der Vergangenheit abschließen. Doch da taucht ein seltsamer neuer Nachbar auf, der sich als Quirinius vorstellt. Als Kuriositätenhändler verkauft er die seltsamsten Dinge in seinem Laden.

Doch er will etwas ganz Bestimmtes. Und nur Beatrice und das Buchland können ihm dazu verhelfen. Im Gegenzug will Quirinius aus dem seelenlosen Homunkulus-Mädchen Beas Tochter Rachel machen. Und welches Mutterherz könnte der Chance widerstehen, ihre verlorene Tochter wiederzubekommen.

Also willigt Beatrice in den Deal ein. Und eine unheimliche Reise durch ein völlig verändertes Buchland beginnt. Es ist Bea so fremd, erscheint ihr fast feindselig. Aber wie kann das sein, wo sie sich in ihrem Buchland immer Zuhause gefühlt hat.

Vielleicht liegt es an Quirinius und seinem Ziel? Denn er will nichts weniger als die Büchse der Pandora!

Meine Meinung:
Schon bei „Buchland“, dem ersten Teil, war ich begeistert von der Art, wie Markus Walther mit all den typischen Bücher-Dingen umgeht und daraus eine phantasievolle und spannende Geschichte strickt. „Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ steht dem in nichts nach und ist doch ganz anders.

Im ersten Teil ging es darum, den Leser ans Buchland heranzuführen. Doch wer dachte, er kennt sich dort nun aus, hat sich mindestens so getäuscht wie Beatrice. Auch sie hat bisher nur einen Bruchteil dieses Reiches kennengerlernt und noch lange nicht gelernt, mit dessen Möglichkeiten umzugehen.

Und so führt und Markus Walther tiefer hinein: Zu phantastischen Wesen, erhabenen Stätten undmehrdeutigen Landschaften. Der Autor hat wieder tief in die Literaturkiste und nach bedeutenden Persönlichkeiten (Kant!), wissenschaftlichen Fachbegriffen (Tropen -sie verfolgen mich!) und großen Klassikern (Struwwelpeter!) gegriffen, um daraus ein pantastisches Land zu kreieren.

Eines, in dem aber auch ungeahnten Gefahren lauern. Ein Drache, seltsamer Nebel und verwachsene Bücherregale sind noch das kleinere Übel. Die größte Gefahr geht von Beas seltsamen Begleiter aus. Aber Bea will unbedingt ihre verstorbene Tochter wieder und riskiert dabei Buchland und Ehe.

Mein Fazit:
„Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ begeisterte mich einmal mehr durch feinsinnige Bezüge zu allem, was irgendwie mit Büchern zu tun hat. Man sollte jedoch den ersten Teil unbedingt gelesen haben. Sonst versteht man nur die Hälfte und das wäre sehr schade, denn auch diese Reise durchs Buchland steckt voller Überraschungen.

Infos zum Buch:
Titel: Beatrice – Rückkehr ins Buchland
Autor: Markus Walther
Verlag: Acabus
ISBN: 9783862823734

Die Fortsetzung zu "Buchland" Das Buchland ist ein magischer Ort, der allem ein Zuhause gibt, was mit Büchern zu tun hat. Doch auch solch ein Ort kann nur gedeihen, wenn man ihn  pflegt - und sich nicht gegen die eigenen Talente wehrt. Aber wird Beatrice das rechtzeitig erkennen? Zum Inhalt: Seit dem Tod von Herrn Plana, führt Beatrice ein gutes Leben. Das kleine Antiquariat und auch die Geschäfte drumherum florieren. Ihr Mann Ingo hält sich standhaft vom Alkohol fern und ihr Buch über das Buchland verkauft sich ganz gut. Zeit sich einem wunden Punkt in ihrem Leben zu stellen: Rachel.…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Schöne Fortsetzung!

Ich habe oft über das geschmunzelt, was Markus Walther da wieder aus dem literarischen Zauberhut geholt hat. Sein Rezept aus Fantasy, feiner Mehrdeutigkeit und ernstem Thema (hier: Kindstod) funktioniert. Selbst wenn offensichtlich ist, worauf er Bezug nimmt, ist es doch ein Genuss, die fantasievolle Umsetzung zu lesen. Ich freue mich auf Teil drei.

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