Buch: „Ab heute wird alles anders“ von Maria Semple

„Ab heute wird alles anders“ – wer hat das nicht schon mal so gedacht? Was dann passiert ist, war in den meisten Fällen recht wenig. Der innere Schweinehund, der Alltagstrott oder das miese Wetter haben diese Pläne meist zunichte gemacht. Bei Eleonore wird alles anders – nur eben nicht so, wie sie denkt.

"Ab heute wird alles anders "von Maria Semple beim ©btb Verlag

„Ab heute wird alles anders „von Maria Semple beim ©btb Verlag

Zum Inhalt:
Eleonore war mal dien zeichnende Hand hinter einer berühmten Animationsserie. Heute ist sie die Ehefrau des gefragtesten Handchirurgen überhaupt und Mutter von Timby. Außerdem zeichnet sie an ihrem Graphic Memoir, der von ihrr schwierigen Kindheit erzählt. Und von ihrer Schwester Ivy.

Dies Sache hat nur einen Haken – oder gleich mehrere.

An dem Gaphic Memoir sitzt sie schon seit acht Jahren. Ihre Lektorin ist in der Zwischenzeit ins Käsegeschäft gewechselt. Ihr Sohn Timby weiß nichts von seiner Tante Ivy, weil zwischen Eleonore und Ivy seit Jahren Funkstille herrscht. Und dann findet Eleonore heraus, dass ihr Mann offiziell Urlaub macht – nur eben ohne sie. Und ohne, dass sie etwas davon weiß.

Doch so verpeilt Eleonore auch ist: Ihr Spürsinn reicht aus, um ihrem Mann auf die Schliche zu kommen. Dabei hat sie nicht nur ihren Sohn Timby im Schlepptau, sondern auch noch „ihren Dichter“ Alonzo und den Familienhund Yo-Yo. Wie für Eleonore üblich, bringt sie einiges durcheinander und verliert hin und wieder einen Teil ihrer Gefolgschaft.

Aber am Ende ist es Gott, der die losen Enden wieder zusammenführt.

Meine Meinung:
Maria Semple, ist die Tochter des Mannes, der in den 1960ern Batman erst ins Fernsehen und dann auf die Leinwand brachte. Ihr Mann schreibt für „Die Simpsons“ und ihr erster Roman „Wo steckst du Bernadett?“wurde in den USA zum Bestseller. All das verspricht beste Unterhaltung.

Und das ist es auch, wenn man den Klischees vom typischen Amerikaner folgen möchte. Denn Eleonores Weggefährten sind typisch amerikanisch: In irgendeiner Form überdreht, in irgendeiner Form mit Vorurteilen behaftet und andererseits politisch und gesellschaftlich überkorrekt.

Ein Junge, der gern Makeup trägt? Lass uns genderbefreite Schultoiletten einrichten. Du liebst Gott oder du hasst ihn konsequent. Du lebst den teuren amerikanischen Traum mit allem Pomp oder du duldest deine schräge Familie, auch wenn sie erfolgreicher ist als du. Und ein paar Pistolen von einem eher unbedeutenden Präsidenten sorgen selbst Generationen später für ein Familienzerwürfnis.

Mein Fazit:
„Ab heute wird alles anders“ wird als witzig, neurotisch und schlicht großartig gefeiert. Mir hat dieses vielleicht überzeichnete, vielleicht reale Porträt einer amerikanischen Familie leider nicht so gut gefallen. Mag sein, dass die Autorin den Amerikanern den Spiegel vorhält und das ganz großartig macht. Ich hatte dennoch Mühe, mich durch diese seltsame Schnitzeljagd durch eine Familiengeschichte zu wühlen, ohne den Faden zu verlieren, sobald ich das Buch weglegte.

Infos zum Buch:
Titel: Ab heute wird alles anders
Autorin: Maria Semple
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
Verlag: btb
ISBN: 978-3-442-71726-2

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

"Ab heute wird alles anders" - wer hat das nicht schon mal so gedacht? Was dann passiert ist, war in den meisten Fällen recht wenig. Der innere Schweinehund, der Alltagstrott oder das miese Wetter haben diese Pläne meist zunichte gemacht. Bei Eleonore wird alles anders - nur eben nicht so, wie sie denkt. Zum Inhalt: Eleonore war mal dien zeichnende Hand hinter einer berühmten Animationsserie. Heute ist sie die Ehefrau des gefragtesten Handchirurgen überhaupt und Mutter von Timby. Außerdem zeichnet sie an ihrem Graphic Memoir, der von ihrr schwierigen Kindheit erzählt. Und von ihrer Schwester Ivy. Dies Sache hat nur…
Man kann nur hoffen, dass dieses Porträt einer amerikanischen Familie überspitzt gezeichnet wurde. Schließlich geht es um Pistolen eines Präsidenten, um Handchirurgen, Privat-Dichter und viel Geld. Und natürlich um Gott. Wer es mag, bitteschön. Mein Humor ist es leider nicht.

Bewertung

Geschichte
Umsetzung
Sprache

Amerika unter der Lupe

Man kann nur hoffen, dass dieses Porträt einer amerikanischen Familie überspitzt gezeichnet wurde. Schließlich geht es um Pistolen eines Präsidenten, um Handchirurgen, Privat-Dichter und viel Geld. Und natürlich um Gott. Wer es mag, bitteschön. Mein Humor ist es leider nicht.

Kategorie Bücher, Gegenwartsliteratur
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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