Studium

Vom Floh zum Studium

Es begann mit Frust auf Arbeit und einer fixen Idee. Daraus entstand ein guter Plan, dieser Blog und eine Vorfreude, die mir noch den miesesten Tag versüßt. Ich werde wieder studieren. Nicht weil ich muss oder den Abschluss brauche, sondern weil ich will und mich das Thema fasziniert.

Dieter Schütz  / pixelio.de
©Dieter Schütz / pixelio.de

Ja, Faszination ist das richtige Wort. Und wer mich noch aus Kindertagen kennt, wird sagen: Na endlich! Denn Geschichten ziehen mich in ihren Bann, seit ich selbstständig lesen kann. Und Geschichte, also historische Vergangenheit ließ mich schon als kleines Mädchen träumen. Die Kombination aus beidem hat für mich Suchtpotenzial.

Dummer Weise war mir schon als Teenager klar, dass man mit Literatur und Geschichte selten Geld verdient. Außer vielleicht, man hat schon genügend Startkapital und/oder ist bereit, immer wieder und für lange Zeit durch die Weltgeschichte zu reisen. Ich wollte aber einen festen Platz, ein Zuhause auf die spießige Art. Also studierte ich etwas spießiges und gönnte mir geschriebene Worte nur in der Freizeit.

Zwanzig Jahre später sitze ich gelangweilt auf Arbeit und habe plötzlich einen Floh im Hirn, den ich sofort twittern muss: „Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich glatt nochmal studieren. Irgendwas völlig beklopptes. Womit man nie im Leben Geld verdient.

Silke Plagge antwortet mit „Angewandte Kulturwissenschaften“ (Wobei diese Kunst wohl gar nicht so „brotlos“ ist) und der Floh fängt an, zu tanzen. Ich google die Studienrichtung, fresse mich bei Literatur fest und der Gedanke lässt mich nicht mehr los. Zwei Tage später finde ich meine Möglichkeit: Bezahlbar, schaffbar und vor allem absolut „mein Ding“.

Bezahlbar ist wichtig, weil es nicht nur um mich und meinen Spaß geht, sondern auch im den Alltag mit zwei Kindern. Schaffbar muss es auch sein, eben wegen der zwei Kinder und weil dazu auch noch der Brotjob und der Kulturverein nicht zu kurz kommen dürfen. Dass es absolut mein Ding ist, steht fest, nachdem ich mich beim Schnuppermaterial der Uni schon so festlese, dass ich mich kaum wieder lösen kann. Der Flohzirkus in meinem Ohr tanzt Samba und freut sich.

Denn der Plan steht: Ab Wintersemester 2014/2015 studiere ich an der Fern-Uni Hagen Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Literatur. In Teilzeit, versteht sich. Bis dahin tue ich, was zur fachlichen und persönlichen Vorbereitung nötig ist. Also zum einen den Alltag so organisieren und stabilisieren, dass ich abends den Kopf für meinen Wissensdurst benutzen kann. Und zum anderen all jede Bücher lesen, die zur Vorbereitung auf das Studium empfohlen werden.

In diesem Blog werde ich über alles berichten. Also bleibt dran!

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