LebenStudium

Fernstudium: Wenig bis gar nichts

War nicht eben noch November? Scheinbar hat mein Aquarium den Monat gleich mit den 200 Litern ausgekippt, die es mir am Anfang des Herbstmonats vor die Füße platschte. Auch im Dezember war so gar nichts los in Sachen Fernstudium. Und wenn, dann nur frustrierend langsam und/oder frustrierend öde.

Ja richtig gelesen, mein Aquarium ist futsch. Eines nachts war es der Meinung, dass es die Wassermassen lang genug gebändigt hatte und ließ den 200 Litern flüssigen Inhalt freien Lauf. Nicht durchs kaputte Glas, das wäre ja versichert gewesen. Auch nicht beim Wasserwechsel, also quasi aus der Leitung – was auch versichert gewesen wäre.

Nein, durch die Verklebung der Scheiben plätscherte es wasserfallartig heraus. Zum Glück waren wir zuhause. Zum Glück hat die Oma auch einen großen Wasserkasten. So bekam sie in einer Nacht ohne Nebel Aktion fischigen Zuwachs. Und ich die Nase voll von der Aquaristik. Nie wieder!

Was das mit meinem Fernstudium zu tun hat? 

Wenig bis nichts. Aber es beschreibt ganz gut, was mich so vom lernen abhält. Frei nach dem Motto „Irgendwas ist ja immer“ war eben immer irgendwas. Und so ging der November vorbei, ohne, dass ich auch nur eine Kurseinheit geschafft hätte.

Im Dezember gab es erst einige Weihnachtsfeiern. Dann eine erfolgreiche Jobsuche und dann Weihnachten selbst. Was werde ich da wohl studientechnisch geschafft haben? Genau: Wenig bis nichts.

Als wäre das nicht frustrierend genug, macht es der Lernstoff diesmal nicht besser. Wenn man theoretisch eh nur 2-4 Stunden Zeit pro Woche fürs Studieren hat und dem Alltag endlich mal zwei ganz reale Stunden abknöpfen kann – dann sollte es doch auch etwas bringen.

Und wirklich machen zwei Drittel der Kurseinheit Eins von Einführung in die Geschichtswissenschaft auch Spaß. Und dann kommt ein 10 Seiten langer Aufsatz, der effektiv genau wieviel Sinnvolles enthält? Ganz genau: Wenig bis gar nichts.

Ich für meinen Teil klappte nach dieser Lektüre jedenfalls ziemlich angepisst den Studienbrief zu. Mit so sinnfreiem Geschwafel wird das jedenfalls nichts mit der Motivation. Immerhin konnte ich mich dann sogar an den Weihnachtsfeiertagen soweit ausklinken, dass ich mit dem zweiten Studienbrief der ersten Kurseinheit beginnen konnte. Und was läuft mir da über den Weg: Der gute alte Ödipus.

Dass ich noch weiß, worum es da geht, habe ich der grandiosen Version von Bodo Wartke zu verdanken. Aber der zählt natürlich nicht, wenn man das Drama zeitgeschichtlich untersuchen will.Theoretisch hätte ich ihn also noch mal lesen müssen. Praktisch habe ich auf gut Glück im Skript weitergemacht.

Sonderlich weit bin ich da auch noch nicht gekommen. Aber es gehört schon zu meinen Vorsätzen fürs neue Jahr, im September die Prüfung in G1 zu schreiben. Bis dahin sollte sich meine Motivation doch mal wieder blicken lassen. Ich plane das jedenfalls so ein. Und ihr treuen Leser hier seid ja ein bisschen sowas wie mein Gewissen. Also auf ein Neues!

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