LebenZuhause

Katzentagebuch: Nur eine Teenager-Phase

Als wir vor gut zwei Monaten zwei junge Katzen adoptierten, war uns bewusst, dass sie unser Leben bunter machen würden. Wir dachten an lustige Spielstunden, schnurrende Belohnung für Streicheleinheiten und ein bisschen mehr Unordnung als eh schon bei uns herrscht. Aber diese beiden Teenager haben noch viel mehr drauf.

Und wirklich wird seit Wochen mehr gelacht als zuvor. Weil Kamikaze-Nala bei der Jagd auf die Federn an der Spiel-Angel halsbrecherische Saltos schlägt. Und Simba nur zu gern mit beiden Vorderpfoten nach allem möglichen greift. Beides sieht einfach zu knallermäßig witzig aus.

Gekuschelt wird natürlich auch. Abgesehen vom Kratzbaum bevorzugen beide Katzen die Betten der Kinder. Egal ob die nun auch drin liegen oder nicht. Unter die Küchenzeile wie ganz am Anfang dürfen sie nicht mehr, versteckt unter meinem Bett wollen sie kaum noch herumliegen.

Wenn sie denn mal herumliegen. Denn wie vom Tierarzt bescheinigt befinden sich nun beide im besten Katzen-Teenager-Alter. Und das merkt man vor allem bei Simba, der im Mai ein Jahr alt wird. Unser Ich-bin-gar-nicht-da-Kater hatte nämlich offensichtlich keine gute Kinderstube.

Zumindest hat er wohl nicht gelernt, wie man mit Frauen umgeht. Wo auch immer Nala sich zum Entspannen niederlässt, nutzt er die Gelegenheit, möglichst großflächig von oben auf sie drauf zu springen.Nun ist Nala eine Seele von Katze. Aber hin und wieder straft sie ihn doch mit einem einzigen kühlen Blick – oder balgt sich eben mit ihm.

Simba und Nala in Action ©Tulpentopf
Simba und Nala in Action ©Tulpentopf

Zu gern tun die beiden das in der Badewanne, was an dieser nicht spurlos vorübergeht. Damit sie nicht noch mehr Kratzer bekommt, lassen wir jetzt immer ein zwei Zentimeter hoch das Wasser drin. Nala hat das schon unfreiwillig herausgefunden und was empört.

Simba dagegen findet das regelrecht cool und nutzt diese Gelegenheit immer wieder zum Wasser trinken aus dem großen „Napf“. So wenig wasserscheu er ist, so wenig stört ihn eine schmutzige Nase. Gepaart mit seiner Leidenschaft für die entlegenen Winkel unseres Haushalts, bewirkt das meist ein verwegenes Aussehen.

Wie auch immer: Seitdem die beiden wieder vollkommen fit (und geimpft) sind, stellen sie unsere Wohnung auf den Kopf. Vorzugsweise nachts. Dafür mit überraschend wenig Verlusten an Hausrat und Mobiliar. Wirklich kaputt gegangen ist nämlich noch nichts. Auch wenn die nächtliche Verwüstung des Wohnzimmers oft anderes vermuten lässt.

Drückt uns die Daumen, dass es so bleibt.

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