LebenZuhause

Katzentagebuch: Ein Jahr Simba und Nala

Am 13.01.2018 adoptierten wir eine übermütige Katze und einen scheuen Kater aus dem Tierheim. Sie trugen die Namen Elsa und Harry, wurden umgehend auf Nala und Simba umgetauft und machten unser Leben von jetzt auf gleich lustiger. Inzwischen sind sie kräftiger geworden und noch ein bisschen wilder. Doch niemand hätte gedacht, wie sich die beiden noch so entwickeln würden.

Wir erinnern uns: Kamikaze-Nala jagt jedem Spielzeug nach, teilweise in halsbrecherischen Aktionen. Auch sonst war sie von Anfang an zutraulich, verschmust und verspielt. Eine Katze, mit der man quasi alles machen konnte. Deshalb sollte sie die Katze vom Junior werden.

Simba dagegen war unser Ich-bin-gar-nicht-da-Kater. Lebte die ersten Wochen unter unseren Küchenschränken, fauchte alles und jeden an und krachte in den hintersten Ecken herum. Solche „Problemfälle“ sind eigentlich genau das richtige für meine Große, denn sie hat ein besonderes Gespür für empfindliche Lebewesen.

Aber im Laufe der Monate wurde Nala eindeutig zur Schmusekatze der Tochter. Was den Junior anfangs sehr traurig machte. Bis Simba ausgerechnet ihm erlaubte, ihn mal vorsichtig zu streicheln. Anfangs grundsätzlich nur, wenn Simba in der Hängematte des Kratzbaums lag und der Junior damit quasi auf Augenhöhe mit ihm war. Aber immerhin.

Dann wurde Simba zum Klo-Kuschler. Vorzugsweise vor dem Frühstück begleitete er mich zur Toilette und strich mir um die Beine. Was man als Kater halt so tut, wenn man die Futterdose nicht allein aufbekommt. Jedenfalls ließ er sich dann quasi aus Versehen auch dort streicheln, bis er sich empört fauchend trollte. Wir ließen ihn, denn mehr als ein Fauchen kommt da nicht.

Schmuse-Simba bei ©Tulpentopf-Tina
Schmuse-Simba bei ©Tulpentopf-Tina

Inzwischen hat er aber doch Gefallen an Streicheleinheiten gefunden. Nun schmeißt er sich uns regelrecht vor die Füße, um von den Ohren bis zum Schwanzansatz regelrecht gestriegelt zu werden. Sobald jemand auf dem Sofa Platz nimmt, ist er da, presst sich an den potenziellen Streichler und schnurrt schon mal erwartungsvoll. Und wehe der lässt dann das Köpfchen aus.

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis aus dem scheuen Tierheim-Kater ein verschmuster Stubentiger wurde, der sich seine Streichelration inzwischen auch von Besuchern abholt oder beim Fernsehabend von einem zum anderen wandert, um ja keine Gelegenheit auszulassen.

Nala ist davon durchaus ein wenig irritiert. Jedenfalls schaute sie vor allem anfangs ein wenig ratlos zu, wenn Ihre Menschen plötzlich auch ihren besten Kumpel streicheln durften. Aber deswegen liebt sie ihn nicht weniger – oder uns. Und es hält sie auch nicht davon ab, ihn zu manch liebevoller, lautstarker Rangelei anzustiften. Vorzugsweise nachts.

Wir freuen uns auf ein neues spannendes Jahr mit unseren Katzen. Sie haben uns gezeigt, dass man Käse und Fleisch nicht ungestraft herumstehen lässt. Sie haben unseren Weihnachtsbaum beinahe in Ruhe gelassen und sich nur den ein oder anderen Strohstern zum Spielen herunter gezupft. Sie haben manch stressige Situation und manchen Geschwisterstreit in ein Lachen aufgelöst. Und unsere Familie damit glücklicher gemacht.

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