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Film: „X-Men: Apocalypse“ mit Michael Fassbender

Wenn man die Apokalypse ankündigt, muss der Film groß sein. Also so richtig groß. Mit zerstörten Metropolen, mindestens einer Atombombe und ganz viel Actionkram. Das alles hat X-Man: Apocalypce zu bieten. Aber eventuell hat man da ein bisschen zuviel gewollt.

Zum Inhalt:
Die X-Men sind inzwischen allgemein akzeptiert. Sie leben unter den Menschen und gehen mehr oder weniger offen mit ihren Fähigkeiten um. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht eine uralte Macht erwacht, der das gar nicht gefällt.

Die Rede ist von Apocalypse, dem ältesten Mutanten. Jahrhundertelang hat er die Fähigkeiten anderer Mutanten in sich aufgenommen und mit Hilfe von vier weiteren Mutanten die Welt mehr als einmal nach seinem Geschmack verändert. Bis er unter dem Schutt einer riesigen Pyramide begraben wurde.

Doch jetzt ist er auferstanden. Die Welt, wie sie jetzt ist, gefällt ihm gar nicht. Und so versammelt Apocalypse die Mutanten Storm (Alexandra Shipp), Psylocke (Olivia Munn), Angel (Ben Hardy) und Magneto (Michael Fassbender) um sich und schickt sich an, diese Welt neu zu ordnen.

Natürlich können das die X-Men rund um Prof. X (James McAvoy) nicht so einfach zulassen. Erst recht nicht, als Apocalypse Xaviers Kräfte entdeckt und sich diese einverleiben will, um alle Lebewesen der Welt zu kontrollieren. Ein harter Kampf steht bevor.

Meine Meinung:
Wir haben „X-Men: Apocalypse“ in 3D und mit Pause gesehen. Bis zu dieser Pause war der Film großes Popcorn-Kino. Abgesehen von dem ein oder anderen Ausrutscher bei der musikalischen Untermalung und etwas langwierigen Dialogen also gut Unterhaltung.

Was da nach der Pause kam, war allerdings enttäuschend. Ja, es ist cool, wie manche Figuren so weiterentwickelt werden, dass man versteht, warum die älteren Versionen aus den anderen Filmen genauso geworden sind, wie sie eben sind.

Und ja, der wunderbare 80er-Jahre-Style inkl. Klamotten, Musik und Pacman hat schon was. Auch gibt es zum Glück wieder Helden, die sich selbst nicht so ernst nehmen und für schöne Situationskomik sorgen. Allen voran übrigens Quicksilver und Nightcrawler.

Aber der ständige Druck auf die Tränendrüse, die geradezu sakralen Gesänge und Special effects, die naja, einfach komisch sind. Ja ich hab verstanden, dass die gute Jean da ein Phoenix sein soll. Aber der Feuerglanz plus Musik plus theatralischer Kameraführung sind zu viel, um gut zu sein.

Zwischendrin konnte ich mir bildhaft vorstellen, wie die Filmarbeiten abliefen. Jeder einzelne musste ja irgendwie unter voller Körperspannung seine Kraft herausbrüllen – vorm Greenscreen, bevor dann später diverse Feuer-, Staub- oder Metallstürme über den Rest der Welt toben.

Mein Fazit:
Vergleicht man „X-Men: Apocalypse“ mit seinen Vorgängern, so sind die jungen X-Men zwar weiterentwickelt worden. Den Rest hat man allerdings gehörig übertrieben. Eine ganze Baggerschaufel Pathos wäre jedenfalls ratsam gewesen. Denn die Story war gar nicht so schlecht, wie das, was am Ende herauskam.

Bewertung

Geschichte
Umsetzung/Regie
Schauspielerische Leistung

Zu viel gewollt

Für einen Marvel-Film hat dieser "X-Men" einfach zu wenig Witz und zu viel Drama. Dazu kommen überzogene Spezialeffekte und eine auffallend sakrale Musik, die wohl episch sein soll. Sorry, aber da hat man sich selbst wohl zu ernst genommen.

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