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Film: „Terminator – Genisys“ mit Arnold Schwarzenegger

Mensch gegen Maschine und das in einer sehr düsteren Zukunft. Oder einer noch guten Vergangenheit mit bösem Besuch aus der Zukunft. Und einem heldenhaften Retter, der eigentlich eine Maschine ist, den man aber dann doch irgendwie mögen muss. Das ist das Konzept der Terminator-Filme. Und die sind Kult. Zumindest für meine Generation, die einen Arnold Schwarzenegger nicht zuallererst als Gouverneur, sondern als Schauspieler kennen. Und Arnie hat es immer noch drauf!

©Henning Hraban Ramm / <a href="http://www.pixelio.de/media/5280" target="_blank">pixelio.de</a>
©Henning Hraban Ramm / pixelio.de

Zum Inhalt:
2029. Die Menschen wollen unter der Führung von John Connor (Jason Clarke) zum alles entscheidenden Schlag gegen die Maschinen ausholen. Dazu müssen sie verhindern, dass die Geheimwaffe der Maschinen zum Einsatz kommt: Die Zeitmaschine. Doch sie kommen zu spät und haben nur eine Chance. Sie müssen selbst jemanden in die Vergangenheit schicken, der Sarah Connor (Emilia Clarke) rettet. Die Wahl fällt auf Kyle Reese (Jai Courtney), die rechte Hand von John Connor.

Doch natürlich läuft nichts nach Plan. Kurz bevor die Zeitmaschine ihren Job tut, kann Kyle sehen, dass John von einem neuen Modell, dem T-5000 angegriffen wird. Im Jahr 1984 findet er keine hilflose Frau vor, sondern eine waffenkundige Sarah Connor, die einen T-800 „Paps“ (Arnold Schwarzenegger) nennt und von diesem beschützt wird. Und er selbst wird nicht nur von Sarah, sondern auch von diversen Cyborgs erwartet.

Weil die drei im Jahr 1984 nichts ausrichten können, geht die Zeitreise gleich weiter ins Jahr 2017. In genau diesem Jahr soll „Genisys“ online gehen, aus dem später Skynet wird, also eben der große Gegner der Menschen. Sarah und Kyle landen keine zwei Tage vor dem offiziellen Start des Systems. Terminator „Paps“ hat den langen Weg genommen und über die Jahre die Lage ausspioniert. So kann er ihnen den Weg ins Herz von Skynet zeigen und bei der Zerstörung von Genisys helfen.

Dumm nur, dass plötzlich auch John Connor auftaucht, aber so gar nicht mehr der alte ist. Der Hoffnungsträger, Sohn und Gefährte hat sich in etwas verwandelt, das weder Mensch noch Maschine ist. Sondern weitaus gefährlicher. Und natürlich ist der neue John nicht daran interessiert, dass seine Existenz ausgelöscht wird bzw. gar nicht erst möglich wird. Und natürlich ist er dem alten T-800 weit überlegen. Eigentlich.

Meine Meinung:
Der Terminator-Film von 1984 war etwas Besonderes, Innovatives und wurde Kult. Nicht zuletzt Arnold Schwarzeneggers unbewegliches, kantiges Gesicht und seine markigen Sprüche prägten außerdem die Figur des T-800 und die nun fünfteilige Filmreihe. Nun ist 1984 mehr als 30 Jahre her und die Filmindustrie hat neue Standards gesetzt. Abgesehen davon mag ich es nicht, wenn ehemalige Filmhelden sich als trotz biblischen Alters noch einmal in ihre Heldenrolle stürzen.

Aber: Arnie hat es immer noch drauf. Ja, sie haben ihn mit Sicherheit computertechnisch aufpoliert und stellenweise fürchterlich überschminkt (Notiz an die Maskenbildner dieser Welt: Lippenstift auf Männerlippen sollte in so einem Film besser nicht auffallen). Aber er ist und bleibt DER Terminator. Kein anderer kann so unbewegt authentisch den Roboter geben wie er. Mit neuen Sprüchen wie „Wann wirst du dich mit ihm paaren?“ und den alten, kultigen „Ich komme wieder“. Und dem aufgesetzten Lächeln, nein breiten bewusst künstlichen Grinsen.

Schauspielerisches Talent muss man dafür nicht haben, aber jede Menge Selbstironie. Und was das angeht ist Arnold Schwarzenegger wie der T-800, den er spielt: Alt aber nicht veraltet. Abgesehen davon bekleckert sich eh keiner der Schauspieler mit Ruhm. Wozu auch, die Computertechnik und Action stehen im Vordergrund. Und die musikalische Untermalung fällt auf, aber positiv. Aber hey, die stammt ja auch aus der Feder von Hans Zimmer, der einmal mehr einen richtig guten Job macht.

Davon mal abgesehen gibt es diesmal vor allem für die Mädels unter uns richtig was zu sehen. Jai Courtney (und noch einige andere) darf mehr als einmal seinen nackten, überaus ansehnlichen Oberkörper präsentieren. Für die Jungs gibt es nicht ganz so viel nackte Haut zu sehen. Dafür aber den mittelalten Arnie, wie er gegen den ganz jungen kämpft. Und überhaupt hat man sich die Mühe gemacht, Arnold Schwarzenegger in möglichst vielen verschiedenen Alterstufen zu zeigen.

Schön auch, wie man die vier vorherigen Teil der Terminator-Reihe einzubeziehen versucht. Irgendwie soll die Zukunft umgeschrieben werden und dabei muss man ja berücksichtigen was 1984 („Terminator“), 1994 („Terminator 2 – Tag der Abrechnung“), 2003 („Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“) und 2018 („Terminator 4: Die Erlösung“) passiert ist. Ob das nun immer wirklich schlüssig sei mal dahingestellt. Terminator – Genisys reiht sich jedoch mühelos in die Actionfilmreihe ein und gehört zu einem der besseren Teile.

Mein Fazit:
„Terminator – Genisys“ ist solider Actionspaß mit dem Terminator schlechthin. Selbst wenn man so wie ich Film-Opas eigentlich nicht mehr als Helden auf der Leinwand sehen möchte, macht der Film Spaß. Er ist kein sinnfreier Abklatsch der vorangegangenen Filme und es gibt das zu sehen, was man von gutem Popcornkino erwartet: Gut gemachte Computeranimationen, viel Action, coole Sprüche. Und eben Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle als Termintor T-800. Der ist zwar alt, aber nicht veraltet. 

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