Film: „Mission Impossible 5: Rogue Nation“ mit Tom Cruise

Der fünfte Teil von Mission Impossible? Fällt denen nix neues mehr ein oder ist Tom Cruise schon wieder pleite. Wahrscheinlich beides, dachte ich mir und sah mir den Film dann schließlich doch noch an. Und wurde positiv überrascht. „Mission Impossible 5“ mag mit Tom Cruise als Aushängeschild beworben werden. Im Film gerät er jedoch fast schon zum netten Beiwerk.

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©Udo Kasper/ pixelio.de

Zum Inhalt:
Während Ethan Hunt (Tom Cruise) gerade mitten in einer Mission steckt, wird das IMF aufgelöst. Das Pentagon hält das Kosten-Nutzen-Verhältnis einfach für unhaltbar und die Impossible Missions Force wird kurzerhand inCIA eingegliedert. Damit gilt Ethan als flüchtiger Agent und wird entsprechend gejagt. Dabei war er gerade auf einer heißen Spur zum „Syndikat“, einer Organisation, die sich schlicht als Anti-IMF beschreiben ließe.

Doch außer Ethan glauben nur sehr wenige an die Existenz des Syndikats. Und so hat es der untergetauchte Agent nicht leicht, neue Hinweise zu sammeln, ohne dabei über den Haufen geschossen zu werden. Doch so ganz allein ist er ja gar nicht. Sein Ex-Vorgesetzter William Brandt (Jeremy Renner), Technik-Genie Benji Dunn (Simon Pegg) und sein ältester Vertrauter Luther Strickell (Ving Rhames) glauben immer noch an Ethans Spürnase und helfen ihm.

Eher undurchsichtig ist die Rolle der schönen Ilsa Faust (Rebecca Ferguson). Zwar ist auch sie eine Geheimagentin, jedoch scheint sie Ethan nur zu helfen, um selbst an ihr unklares Ziel zu kommen. Allerdings muss auch sie bald feststellen, dass weder mit dem Syndikat noch mit Ethan zu spaßen ist.

Meine Meinung:
Ja, Tom Cruise ist alt geworden. Deshalb sieht man ihn in Mission Impossible 5: Rogue Nation auch nur noch recht selten mit freiem Oberkörper. Dafür aber immer häufiger mit ordentlich über die Stirn drapierten Haaren. Abgesehen von ein paar typischen Tommy-Gesten bringt er auch nicht allzu viel schauspielerische Vielfalt ein. Er ist halt Ethan Hunt alias Tom Cruise. Das muss reichen.

Tut es auch, denn seine Schauspielerkollegen haben weit mehr zu bieten. Jeremy Renner, der mich immer irgendwie an einen chinesischen Faltenhund erinnert, legt eben diese Falten so wunderbar passend in Form, dass es Spaß macht, ihm dabei zuzusehen. Simon Pegg mimt den knuffigen Tolpatsch genauso überzeugend wie Ving Rhames den nicht aus der Ruhe zu bringenden Luther. Ein paar wunderbare Wortwitze und etwas Situationskomik machen dieses Dreigespann zum echten Gewinn für den Film.

Alec Baldwin in der Rolle des CIA-Vorgesetzten ist dagegen keine Erleuchtung. Ein bisschen aufgedunsen sieht er aus, als würde er ständig einen Kussmund fürs Selfie machen. Eine kleine Überraschung dagegen bei Rebecca Fergusson. Deren durchschnittliche schauspielerische Leistung sei mal dahingestellt. Aber dass Hollywood hier mal ein erkennbar weibliches Wesen eingesetzt hat, finde ich zumindest erwähnenswert. Keine vollbusige Schönheit mit richtig kurvigen Kurven aber eben auch kein androgyner Hungerhaken jedenfalls.

Die Handlung des Films lässt sich einmal mehr vernachlässigen. Natürlich wird wieder die Welt gerettet. Das Schöne dabei sind hier eher die technischen Dinge. Kontaktlinsen mit Kamerafunktion, angeblich metallfreie Bekleidung, die die Sauerstoffsättigung des Körpers nicht nur messen, sondern auch an externe Geräte funken können und Sicherheitstrakte, die wunderbar ausgeklügelt sind. Alles, was man für solide Action braucht.

Mein Fazit:
Ausgeklügelte Technik, rasante Verfolgungsfahrten, viele schlaue Strategen und natürlich mindestens eine schöne Frau. Daraus werden Agenten-Action-Filme gemacht. An dieses Grundrezept hält sich auch „Mission Impossible 5: Rogue Nation“ und macht ein unterhaltsames Popcornkino draus. Tom Cruise wird dabei von seinen Kollegen an die Wand gespielt – mit Mimik und Wortspielen, die einfach Spaß machen. So wie der ganze Film. Der oder besser die nächste Mission Impossible würde/wird wahrscheinlich auch ohne ihn funktionieren.

Kategorie Dies+Das, Kino, Kino+Theater, Leben
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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