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Film: „Kein Ort ohne dich“ mit Scott Eastwood

Wer sich auf eine Geschichte von Nicolas Sparks einlässt, weiß, dass er wenig Hirn und dafür umso mehr Taschentücher brauchen wird. So auch bei „Kein Ort ohne dich“, wo sich der Junge fürs Grobe ins Mädchen fürs feinsinnige verliebt. Wie man trotzdem sein Glück findet, zeigt ihnen ein alter Mann. Wirklich zu Herzen geht der Film trotzdem nicht.

©Martin Jäger/ <a href="http://www.pixelio.de/media/711179" target="_blank">pixelio.de</a>
©Martin Jäger/ pixelio.de

Zum Inhalt:
Luke (Scott Eastwood) lebt fürs Bullriding. Doch ein Jahr nach seinem spektakulären Sturz muss er sich erst wieder in der Weltrangliste nach oben kämpfen. Sophia (Britt Robertson) ist Kunststudentin und soll nach ihrem Abschluss an der Uni ein Praktikum in einer New Yorker Galerie antreten.

Luke und Sophia begegnen sich bei einem Bullriding-Event und es funkt sofort. Aber Sophia zögert, denn in zwei Monaten wird sie meilenweit von North Dakota und von Luke weg sein. Unerwartete Entscheidungshilfe bekommen beide von Ira Levinson (Alan Alda), den vor allem Sophia nach seinem Autounfall regelmäßig besucht, um ihm aus den Briefen an seine Frau vorzulesen.

So erfährt der Zuschauer von Iras großer Liebe Ruth. Und wie sie es schafften, trotz überaus unterschiedlicher Interessen, glücklich zu werden. Gemeinsam haben sie sich durchs Leben gekämpft, auch wenn die gewünschten Kinder ausblieben und Ira mit Ruths Liebe zur Kunst nichts anfangen konnte. Werden Luke und Sophia das auch schaffen?

Meine Meinung:
„Kein Ort ohne dich“ das Märchen von einer Liebe, die dank großer Opfer und großer Gefühle alle Widrigkeiten übersteht und für immer hält. Und der Klassiker, dass einem die Alten vorleben, wie das funktioniert. Wenn man sich noch tiefer hineindenken wollte, wäre sogar der philosophische Ansatz drin, dass wir die Chance auf echte Zweisamkeit fürs Leben für Ziele aufgeben, die es kaum wert sein können.

Aber soweit sollte man bei einer Geschichte von Nicolas Sparks nun wirklich nicht gehen. Schließlich hat nicht jeder das Glück, einem stinkreichen Gönner kurz vor dessen Ableben über den Weg zu laufen. Und manchmal lohnt es sich eben doch nicht, seine Wünsche für einen Menschen aufzugeben, den man gerade erst kennengelernt hat.

Nein, man sollte Sparks Geschichte nutzen, mal wieder in eine heile Welt abzutauchen, in der am Ende sicher alles gut wird. Weil das gut für die Seele ist. Leider schaffte es „Kein Ort ohne dich“ nicht, mir dieses zauberhafte Gefühl herbei zu zaubern. Wahrscheinlich lag das an der grottenschlechten Synchronisation. Man hört einfach zu genau, dass die aus einem schalldichten Studio kommt. Die jeweiligen Stimmen sind zudem viel zu dominant.

Vielleicht kommen deshalb auch die schauspielerischen Leistungen eher mittelmäßig rüber. Sonderlich viel gibt es in „Kein Ort ohne dich“ ja auch nicht zu leisten: Ein verliebter Blick hier, ein paar Zweifel dort und hin und wieder ein paar Tränen. Auch ein Sproß von Großmeister Clint Eastwood muss sich seine Lorbeeren eben erst noch erspielen. Die einzige Leistung, die da permanent hervorsticht, ist die von Oona Chaplin, die der jungen Ruth mit zauberhaft kindlicher Freude Leben einhaucht.

Mein Fazit:
Man kann bei den romantischen Märchen von Nicholas Sparks wunderbar die Tränen laufen lassen. Denn große Gefühle sind es immer wert, mitgefühlt zu werden. Leider bleibt der Effekt bei „Kein Ort ohne dich“ vollkommen auf der Strecke. Das liegt weniger an der Geschichte, als vielmehr an den schauspielerischen Leistungen und einer Synchronisation aus dem Labor. Schade.

Mein Fazit

Geschichte
Umsetzung/Regie
Schauspielerische Leistung
Synchronisation

Das geht besser.

Man kann bei den romantischen Märchen von Nicholas Sparks wunderbar die Tränen laufen lassen. Denn große Gefühle sind es immer wert, mitgefühlt zu werden. Leider bleibt der Effekt bei "Kein Ort ohne dich" vollkommen auf der Strecke. Das liegt weniger an der Geschichte, als vielmehr an den schauspielerischen Leistungen und einer Synchronisation aus dem Labor. Schade.

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