Film: „James Bond 007 – Spectre“ mit Daniel Craig

Manche Filme sind einfach Pflichtprogramm. So wie der neue „Bond“. Weil man mit diesem Geheimagenten aufgewachsen ist. Und weil meist jede Menge clevere Tricks, jede Menge Action und schöne Autos und Frauen. Im neuen Bond gibt es viel von all dem, aber irgendwie dann doch nicht genug.

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©w.r.wagner / pixelio.de

Zum Inhalt:
Das MI6 soll abgeschafft werden. Stattdessen soll die totale Überwachung für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Klar, dass da irgendwo ein Haken ist. Und auch klar, dass da eine kriminelle Organisation ihre Finger drin hat. Doch ehe das MI6 überhaupt eine Ahnung von den Machenschaften bekommen könnte, wird es eingestampft.

James Bond (Daniel Craig) verfolgt derweil seine ganz eigene Mission. Diese wurde ihm von seiner geliebten M hinterlassen und führt ihn zurück in seine eigene Kindheit. Seine Eltern waren früh verstorben und er wuchs in einer Pflegefamilie mit einem Stiefbruder auf. Doch auch dieser starb früh bei einem Lawinenunglück – oder etwa doch nicht?

Denn als 007 der großen Geheimorganisation Spectre auf die Schliche kommt, traut er seinen Augen nicht. Kopf der kriminellen Organisation ist Blofeld (Christoph Waltz), in dem Bond den eigentlich verstorbenen Franz Oberhauser wiedererkennt. Der ist offensichtlich nicht überrascht, Bond zu sehen und präsentiert diesem stattdessen stolz seinen großen Plan. Aber Bond wäre nicht Bond, wenn er Blofeld nicht effektiv die Tour vermasseln würde.

Meine Meinung:
Das MI6 soll abgeschafft werden, weil es als ineffektiv und veraltet gilt? Das hatten wir doch letztens erst so ähnlich bei Mission Impossible 5. Ja, und auch hier ist der Held der Geschichte deshalb auf sich selbst gestellt, hat aber zwei tapfere und vor allem clevere Gehilfen. Mit Monica Bellucci und Léa Seydoux gibt es auch wieder zwei überaus schöne Bond-Girls, wobei man bei Bellucci nicht von Girl sprechen sollte.

Auch in Sachen Action kann sich der Spectre sehen lassen. Wenn einem beim Flugzeug die Flügel und das Heck wegbrechen, kann man die Verfolgung immer noch als schlitternder Rammbock fortsetzen. Und so ein Aston Martin ist für einen Agenten seiner Majestät ein angemessenes Fluchtfahrzeug. Und ja, natürlich muss mindestens ein Gebäude von der Grundfläche eines Fußballfeldes spektakulär dran glauben.

Das alles wäre ein geiles Paket für einen ebenso spektakulären Kinoabend. Wäre, wenn da nicht Knautschgesicht Daniel Craig wäre, der dem berühmtesten Agenten der Welt ein ewiges Duckface verpasst. Oder Léa Seydoux nicht erst als cleveres Mädel vorgestellt würde und dann doch als hilfloses Weibchen endet. Noch dazu eins, dessen Lippenstift die Zähne steingrau erscheinen lässt und dessen Trenchcoat dafür nach dem Einsturz des Gebäudes sauber glänzend und makellos am Körper sitzt.

Nun könnte man einwenden, dass das bei einem Actionfilm nun wirklich egal ist. Aber auch die großen Actionszenen wären kaum beeindruckend, würde die musikalische Untermalung nicht ihren Teil zur Stimmung beitragen. Völlig daneben ist dagegen der Titelsong: Mir zumindest ging das Gejaule mächtig auf den Keks. Dafür hat man die Synchro sauber hinbekommen.

Mein Fazit:
„James Bond 007 – Spectre“ ist solides Actionkino, dass gut anfängt und dann leider nachlässt. Mehr aber leider auch wieder nicht. Und das ist bedauerlich. Denn die Bond-Reihe war sonst bekannt dafür, durch innovative Gadgets, prickelnde Erotik und schlagfertige Wortgefechte zu begeistern. In all diesen Punkten bleibt Spectre hinter meinen Erwartungen zurück. Schade.

Manche Filme sind einfach Pflichtprogramm. So wie der neue "Bond". Weil man mit diesem Geheimagenten aufgewachsen ist. Und weil meist jede Menge clevere Tricks, jede Menge Action und schöne Autos und Frauen. Im neuen Bond gibt es viel von all dem, aber irgendwie dann doch nicht genug. Zum Inhalt: Das MI6 soll abgeschafft werden. Stattdessen soll die totale Überwachung für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Klar, dass da irgendwo ein Haken ist. Und auch klar, dass da eine kriminelle Organisation ihre Finger drin hat. Doch ehe das MI6 überhaupt eine Ahnung von den Machenschaften bekommen könnte, wird es eingestampft. James Bond…
Von einem Bond-Film erwarte ich clevere Tricks, spektakuläre Action und schöne, teure Dinge. In Spectre gibt es schöne Frauen, schicke Autos und große Explosionen. Trotzdem ist der Film eher Durchschnitt. Leider.

Bewertung

Action
Spaß
Schauspielerische Leistung
Synchronisation

Durch- schnitt

Von einem Bond-Film erwarte ich clevere Tricks, spektakuläre Action und schöne, teure Dinge. In Spectre gibt es schöne Frauen, schicke Autos und große Explosionen. Trotzdem ist der Film eher Durchschnitt. Leider.

Kategorie Dies+Das, Kino, Kino+Theater, Leben
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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