Film: „Ein Hologramm für den König“ mit Tom Hanks

Tom Hanks ist alt geworden. Doch selbst mit schiefem Mund und Knubbelnase ist er immer noch Tom Hanks und hat es immer noch drauf. Für „Ein Hologramm für den König“ hätte es kaum eine bessere Wahl für den typischen Durchschnitssamerikaner Alan geben können. Aber auch sonst ist der Film sehenswert.

Zum Inhalt:
Job weg, Frau weg und die Tochter braucht Geld fürs College. Mit 54 sind das keine rosigen Aussichten für Alan Clay (Tom Hanks). Doch er erhält noch eine Chance und wird mit einem IT-Projekt nach Saudi Arabien geschickt.

Dort plant der König eine neue Wirtschaftsmetropole. Mitten in der Wüste soll es eine moderne Stadt der Superlative geben. Die Hologramm-Technik von Alans Firma ist da nur eine von vielen Plänen für die überdimensionalen Träume des Königs.

Doch als Alan dort ankommt, steht er wirklich mitten in der Wüste. Außer einer Handvoll Prachtbauten und einigen halbfertigen Wohnhäusern gibt es nichts als Sand. Sein Team hockt derweil ohne Essen, Klimaanlage und WLan in einem Zelt.

Die verantwortlichen Ansprechpartner lassen sich verleugnen. Und so hat Alan mehr Zeit als ihm lieb ist, Saudi Arabien näher kennen zu lernen. Sein etwas durchgeknallter Fahrer Yousef (Alexander Black) macht ihn auf recht unkonventionelle Art mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut.

Eine Beule am Rücken führt Alan schließlich zu Dr. Zahra Hakem (Sarita Choudhury). Die Ärztin umgeht geschickt die strengen Regeln ihres Landes und setzt sich auch gegen einige Männer durch, um ihren Job so auszuüben wie sie es will.

Und um Alan näher kennen zu lernen. Auch Alan ist von der schönen Ärztin angetan und so stellt sich die Frage, ob sie trotz so unterschiedlicher Kulturen zueinander finden können. Und ob Alan jemals wieder in die USA zurückkehrt.

Meine Meinung:
Tom Hanks als Geschäftsmann mitten in der Wüste. Gegen die Gelassenheit, mit der ihn der arabische König hinhält, kommt der größte amerikanische Elan nicht an. Wenn der König nicht kommen will, kommt er nicht.

Aber wenn der sich nicht Zeit lassen würde, würden wir ja auch nicht die anderen liebenswerten Figuren kennen lernen. Zum Beispiel Yousef, den durchgeknallten Fahrer, der ständig besorgt ist, dass der Ehemann seiner Geliebten seine Schrottkarre mit einer Bombe hochjagt.

Oder Hanne aus Dänemark, gespielt von Sidse Babett Knudsen. Alan lässt sie ein ums andere Mal auf eine wirklich epische Art abblitzen. Gegen die würdevolle Ärztin Zahra Hakem hat sie aber auch wirklich keine Chance.

Und hier ist auch eine der Besonderheiten dieses Films. Zahra und Alan sind beide nicht mehr die jüngsten. Ihre Gesichter und Körper sind nichte mehr makellos und glatt. Und trotzdem verlieben sie sich und kommen selbst beim Sex natürlich und ästhetisch rüber.

Auch der Humor kommt in diesem Film nicht zu kurz. Alan ist in seinen Bemühungen, sich stets korrekt zu verhalten, urkomisch und tollpatschig. Dank des verpeilten Yousef bekommt der Zuschauer die komplizierten Regeln Saudi Arabiens auf unterhaltsame Weise serviert.

Abgesehen davon sind viele Bilder sehr eindrucksvoll. Von der Weite der Wüste bis hin zur quirligen Großstadt weiß Regisseur Tom Tyker Eindrücke lebendig zu vermitteln. Hinzu kommt eine Mischung aus arabischen Klängen, klassischer Musik und 80er-Jahre-weißt-du-noch-Musik als Soundtrack daher.

Mein Fazit:
„Ein Hologramm für den König“ ist ein vielschichtiger Film. Action gibt es nicht, dafür die unterhaltsame Darstellung zweier Kulturen, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Gespickt mit einer ordentlichen Portion Humor und einer ungeschönten Liebesgeschichte ergibt das einen unterhaltsamen Film. Gut gemacht.

Tom Hanks ist alt geworden. Doch selbst mit schiefem Mund und Knubbelnase ist er immer noch Tom Hanks und hat es immer noch drauf. Für "Ein Hologramm für den König" hätte es kaum eine bessere Wahl für den typischen Durchschnitssamerikaner Alan geben können. Aber auch sonst ist der Film sehenswert. Zum Inhalt: Job weg, Frau weg und die Tochter braucht Geld fürs College. Mit 54 sind das keine rosigen Aussichten für Alan Clay (Tom Hanks). Doch er erhält noch eine Chance und wird mit einem IT-Projekt nach Saudi Arabien geschickt. Dort plant der König eine neue Wirtschaftsmetropole. Mitten in der Wüste…
Wenn amerikanischer Geschäftssinn mit arabischer Gelassenheit kollidiert, gewinnt letztere. Wenn der Amerikaner dann auf die richtigen Menschen trifft, lernt er eine andere faszinierende Welt kennen. Genau das passiert Tom Hanks in diesem Film. Und es wurde tragikomisch schön in Szene gesetzt.

Bewertung

Geschichte
Umsetzung/Regie
Schauspielerische Leistung
Synchronisation
Soundtrack

Sehenswert

Wenn amerikanischer Geschäftssinn mit arabischer Gelassenheit kollidiert, gewinnt letztere. Wenn der Amerikaner dann auf die richtigen Menschen trifft, lernt er eine andere faszinierende Welt kennen. Genau das passiert Tom Hanks in diesem Film. Und es wurde tragikomisch schön in Szene gesetzt.

Kategorie Dies+Das, Kino+Theater, Leben
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

1 Kommentare

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    Du hast Appetit auf den Film gemacht! Die kritik ist „handfest“, nicht zu schwärmerisch sondern authentisch 🙂

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