LebenStudium

Fernstudium: Vom Winde verweht

Huch, schon wieder ein Monat um. Und damit einen Monat näher an der Klausur dran. Da sollte man langsam in die Puschen kommen. Naja, wenigstens ein bisschen. Manchmal werden solche Pläne aber auch ganz fix mal vom Winde verweht.

Der Juli war von guten Vorsätzen gepflastert. Anders kann man das nicht ausdrücken. Und wie das mit Vorsätzen so ist, verpufften sie schneller, als sie gefasst worden sind. Ausreden und schlechtes Gewissen inklusive.

So arbeitete ich ganz pflichtbewusst die letzten Seiten der Wissenschaftstheorie durch. Das ist genauso trocken wie das klingt. Allerdings verstand ich davon wesentlich mehr als von dem Kauderwelsch und den Formeln der Argumentationstheorie.

Doch dann ging es an die Hausaufgaben.

Teil eins war noch in Ordnung. Da ging es um Schreibtypen – also darum, welche Strategie man verfolgt, wenn es darum geht mehr als fünf Seiten Text zu verfassen. Und ein bisschen Klausurvorbereitung war auch dabei.

Aber dann sollte mal wieder ein Text auseinander genommen werden. Und mit fremden Texten ist das bei mir immer so eine Sache: Wenn ich sie inhaltlich oder stilistisch nicht mag, sträubt sich alles in mir, wenn ich mich mehr als ein paar Minuten mit diesem Text auseinandersetzen soll.

Und genau so einer war das, der da redigiert und umgeschrieben werden sollte. Schon wieder. Das hatten wir doch erst mit diesem selbstgefälligen Text über die Systematizität. Grauenvoll.

Das ist Futter für den inneren Schweinehund. Der mit zwei Wochen kindfreier Zeit dann auch noch genau, also wirklich sowas von genau das schlagkräftigste Argument hatte, die man sich für Mütter wie mich vorstellen kann.

„Da hast du einmal Zeit für dich und willst die mit solchen Hausaufgaben vergeuden?“

Tja nu, wo er Recht hat. Und das Fernstudium ist ja nur so als Hobby gedacht. Und die Hausaufgaben sind freiwillig. Und für die Klausur im September brauchst du das gar nicht. Und bis September hast du ja auch noch Zeit.

Und zack ist August. Und plötzlich steht da im virtuellen Studienplatz was von Klausurvorbereitung. Inklusive Probeklausur, Hinweisen zur Klausur und Klausurkette. Also irgendwie nur noch was mit Klausur, Klausur, Klausur.

Da stehst du halt irgendwann da und denkst: „Scheiße, jetzt muss ich aber wirklich langsam mal was tun.“ Karteikarten kaufen, zum Beispiel. Schließlich lernt unsereins immer noch am besten wie vor 10 Jahren mit komprimierten Fakten auf kleinen Zetteln.

Gekauft sind die Zettel schon mal. Jetzt muss ich nur noch loslegen. Also so richtig.

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ommentare

  1. Hallo Tina,

    also von mir schon mal ein dickes Daumendrücken für die Klausur im September!!!!

    Ich werde im Oktober mit KuWi in Hagen anfangen und hoffe, dass ich mir den ein oder anderen Tip noch bei Dir abstauben kann 😉

    Viele Grüße aus Trier,
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne,
      vielen Dank fürs Daumendrücken.

      Den einzigen guten Tipp, den ich dir bisher geben kann: Halte dich an die Leseempfehlung des Dozenten. Wenn da also steht „Kapitel 3,4 und 5.1 von Wissenschaftliches Arbeiten“, dann lies genau das und nicht mehr. Dann gehst du in dem Tempo mit, in dem auch die relevante Fragen bearbeitet werden.

      Ich wünsch dir einen guten Start.

      LG Tina

      1. Hallo Tina,

        lieben Dank. Nach soviel Zeit wieder zu studieren und das neben dem Beruf – ich bin gespannt. Wohl genauso sehr wie Du es warst… 🙂
        Da ich es nur für mich mache, ist es also ähnlich wie bei Dir: kein Stress, und ich denke, das ist gut. Musst Du nach Hagen fahren für die Klausur?
        Ich bin gespannt, wann die Studienbriefe so eintrudeln, noch ist es ja etwas hin, aber vorm 1. Semester ist man wieder wie ein Frischling anno dazumal..

        LG Yvonne

        1. Hallo Yvonne,
          ich hab ein Regionalzentrum vor der Nase und muss nur den Katzensprung nach Leipzig machen. Auch eines der Dinge, die ich sehr an diesem Studium mag.

          Die Studienbriefe trudeln sicher erst in zwei Wochen ein. Ich setze das Studium mit L1 fort und bin sehr gespannt, wie umfangreich das wird. Aber notfalls kann ich das Modul ja über zwei Semester ziehen.

          Es ist übrigens spannend, wie sehr man sich nach dem einen Semester schon als „alter Hase“ fühlt. Da bin ich wohl doch „angekommen“.

          Liebe Grüße
          Tina

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