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Fernstudium KuWi: So war der Start

Wie einige vielleicht mitbekommen haben, bin ich seit Anfang April wieder Student. Also seit nun fast einem Monat. Zeit für einen Blick auf den Stoff selbst, die Machbarkeit im Alltag und ob es wirklich als Hobby taugt. Denn in erster Linie soll es ja Spaß machen.

Für dieses Semester steht das Modul K auf dem Programm. Dieses steht für alle KuWi-Studenten ab dem Sommersemester 2016 als Pflichtprogramm auf dem Plan. Es soll die Grundlagen für kommende Semester schaffen, in denen es dann um Geschichte, Literatur oder Philosophie geht.

Handschriftliche Notizen oder die Frage: Kann ich das später noch lesen?
Handschriftliche Notizen oder die Frage: Kann ich das später noch lesen?

Und mit Grundlagen meint man hier auf Grundlagen. Oder eben den Urschleim (kultur)wissenschaftlichen Arbeitens. Denn es geht um Merkmale wissenschaftlicher Texte, Recherchemöglichkeiten und das Bibliographieren. Natürlich auch im Hinblick auf die Hausarbeiten im Laufe des Studiums.

Das ist für mich jetzt nicht so neu. Schließlich habe ich schon ein Studium hinter mir und somit schon einiges von diesem Lernstoff angewendet. Zumindest gilt das für diese ersten 150 Seiten, die es in diesem ersten Monat durchzuarbeiten galt.

Das Semester ist nämlich in Phasen aufgeteilt. Diese Phasen umfassen einen Monat und dienen als Orientierungshilfe fürs Fernstudium, bis wann man welchen Stoff durchgenommen haben sollte. Nach Bibliographieren und Co. folgen „Wissenschaftstheoretische Grundlagen“ und „Argumentationstheoretische Grundlagen“.

Manche meiner Kommilitonen sind aber schon weiter. Einige waren schon vor zwei Wochen bei der Argumentationstheorie. Zumindest wenn man ihren Beiträgen im offiziellen Forum zum Modul glauben kann. Dort treibt sich übrigens auch der Dozent ganz rege um.

Jedenfalls posteten einige Mitstudenten schon vor zwei Wochen ihre erledigten Hausaufgaben. Und stellten Fragen zum Lesestoff für den Juni. Die Hausaufgaben sind freiwillig und man muss sie nicht öffentlich präsentieren oder gar dem Dozenten zusenden.

Aber diese Studenten sind ziemlich eifrig. Im Gegensatz zu mir – hatte ich jedenfalls das Gefühl. Bis mir aufging, dass eben diese Studenten vielleicht ihr Fernstudium in Vollzeit machen. Also nicht nebenbei noch arbeiten und Kinder versorgen. Und sich gut und wichtig fühlen, wenn sie vorneweg preschen.

Auf Balkonien studiert es sich am schönsten
Auf Balkonien studiert es sich am schönsten

Ich komme jedenfalls nur am Wochenende zum Studieren. Samstag- und sonntagmorgens parke ich die Kinder zwei Stunden lang vor Smartphone/Tablet und vertiefe mich in die Besonderheiten von Exzerpt, Interpretation und Inhaltsverzeichnissen. Oder wenn die Kinds bei Freunden sind.

Für die Kinder sind das übrigens meine Hausaufgaben. Und deshalb finden sie das alles ziemlich cool. Oder sagen wir einfach: gerecht. Schließlich müssen sie ja auch am Wochenende ran, selbst wenn sie offiziell keine Hausaufgaben haben. Dann hat Mama nämlich immer auch noch Fleißaufgaben parat.

Mit dem Unterschied, dass ich ohne Murren ans Lernen gehe. Denn so staubtrocken diese „Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens“ auch sind: Es tut verdammt gut, seinen Kopf für solche Dinge anzustrengen. Weil es Dinge sind, die keinen Zeitdruck verursachen, anspruchsvoll sind und so gar nichts mit dem Alltag zu tun haben.

Ich bin also immer noch glücklich mit diesem Fernstudium. Und wenn ich am kommenden Wochenende dann endlich die Hausaufgaben mache, liege ich auch voll im empfohlenen Zeitrahmen. Wenn nicht, geht die Welt davon nicht unter. Dann werde ich halt eine Woche später fertig. Ich halte euch jedenfalls hier auf dem Laufenden.

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