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Fernstudium: Genug gewartet – Klausurergebnis

Weißt du noch vor zwei Monaten? Da schrieb ich eine Klausur in „Einführung in die Geschichtswissenschaften“, war vorher gaga und hinterher erst recht. Inzwischen habe ich meine Gehirnzellen wieder beisammen und hätte auch schon wieder mit dem neuen Stoff anfangen können. Stattdessen habe ich gewartet.

Genau zwei Monate lang. Also auf den Tag genau zwei Monate lang habe ich nur mal mehr mal weniger ungeduldig auf das Ergebnis der Klausur gewartet. Am Anfang noch sehr gelassen: Man kennt das ja inzwischen und die paar Gehirnzellen des Nachprüfungszustandes hatten auch so genug mit dem Alltag zu tun.

Dann kam der Punkt – so nach sechs Wochen – an dem ich den Link zu den Klausurkommentaren wieder rausgekramt hatte. (Kleiner Tipp an die Neulinge: Dort gibt es die Zensuren eher zu sehen als in der offiziellen Notenübersicht.) Am Ende war ich schon ein wenige angepisst, weil es doch nicht sein konnte, dass die Ergebnisse immer noch nicht da waren.

Wie üblich kamen sie genau an dem Tag, an dem ich überlegte, meinen Frust in der Facebook-Gruppe abzuladen. Zum gefühlt hundertsten Mal aktualisierte ich die Kommentarseite und war dann doch sehr sehr sehr aufgeregt.

Es ist eine 2,0 geworden. YES!

Wir erinnern uns: In Teil 1 zu Alteuropa kamen die üblichen Fragen dran und das machte sich bezahlt.: Teilnote 1,0. „Eine sehr gelungene und überzeugende Bearbeitung der Aufgabenstellung.“ stand da im Kommentar. Das geht runter wie Öl.

In Teil 2 (Neuere Geschichte) hatte ich Glück, dass mein Mut zur Lücke nicht zum Loch des Desasters wurde. Der Lückenfüller bescherte mir eine 2,0 und fen Kommentar „Fragen der Geschichtspolitik sind anschaulich dargestellt, zu sehr mit Aufgaben, „Erinnerungskultur zu korrigieren“ verbunden.“ Und ich kann dem nur schmunzelnd zustimmen, denn ich hatte mich wirklich an dieser Korrekturaufgabe fest gefressen.

Teil 3 war schon beim Durcharbeiten des Stoffs nie mein Lieblingsthema gewesen. Ich hab es einfach nicht so mit Außereuropäischer Geschichte und landete mit den Vor- und Nachteilen von Reiseberichten bei einer 2,7 und der Beurteilung: „Der Klausurtext bleibt in der Deutung von Reiseberichten allgemein und differenziert zu wenig die Entwicklungen über die Jahrhunderte. Die innere und äußere Quellenkritik, die für Reiseberichte besonders wichtig ist, wird nicht deutlich genug dargelegt.

Ganz so arg sehe ich Letzteres nun nicht gerade, aber es war ja auch das letzte bearbeitete Thema. Die stetige Abnahme der Leistung deutet also auch darauf hin, dass mein Hirn sind eben bereits am Anfang verausgabt hatte. Schließlich war mein allgemeiner Zustand fast schon unter BLÖD-Blatt-Niveau.

Jetzt kann es weitergehen. Oder nicht?

Aber diese 2,0 werde ich mir nun ganz sicher nicht schlecht reden. Stattdessen kann ich mich nun endlich wieder auf Neues stürzen. Denn das habe ich mir verkniffen, solange ich G1 noch nicht abhaken konnte. Vielleicht spielte dabei aber auch die Aussicht auf ein paar Video-Vorlesungen eine Rolle.

Solche kenne ich zwar bereits aus „Einführung in die Literaturgeschichte“. Leider muss ich aber diesmal wirklich diese Videos gucken und kann nicht auf deren Verschriftlichung ausweichen. Einfach, weil sich noch niemand die Mühe gemacht hat, diese Vorlesungen in Textform umzuwandeln. Mich gruselt es da schon ziemlich.

Fürs Erste halte ich mich aber an die Studienbriefe. Ich freue mich schon auf das Geschwurbel und den Fremdwörtertango und die Fragezeichen über meinem Kopf, wenn ich mich sonntagmorgens bei Cappu und Keksen mit Textmarker und Sauklaue durch den Stoff kämpfe. Das wird ein Fest. Ganz sicher!

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