LebenStudium

Fernstudium: Endlich angekommen!

Wenn es schon ein paar Jahre her ist, dass man die Schulbank gedrückt hat, ist so ein neues Studium schon eine Umstellung. Noch dazu, wenn einen nichts als die eigene Lust antreibt. Aber ich kann nun sagen: Ich bin im Studium angekommen. Endlich.

Lernen, wo es am Schönsten ist bei ©Tulpentopf
Lernen, wo es am Schönsten ist bei ©Tulpentopf

Lesen, auch wenn der Stoff keinen Spaß macht. Wann gab es das zuletzt gleich noch mal? Oder Hausaufgaben, die vor der Klasse und dem Lehrer ausgewertet werden? Und wann habe ich zuletzt mehr als eine Seite mit der Hand geschrieben?

All das kenne ich noch aus dem Studium. Das Filtrieren unglaublich komplizierter Texte, das Beschäftigen mit Dingen, die mir unter anderen Umständen am Hintern vorbei gehen würden. Und der Umstand, dass es zu diesen Texten auch noch Fragen zu beantworten gibt.

Nein, die wissenschaftstheoretischen Grundlagen sind nicht mein Ding. Ein verwirrtes ‚Ähm‘ wird da schnell zum herzhaften ‚WTF?‘ bis schließlich die Erleuchtung um sich greift. Meist bin ich mir dann sehr sicher, dass man das viel einfacher hätte formulieren können.

Aber wäre es dann noch wissenschaftlich? Genau das ist die Frage, die ich mir schließlich auch bei den Hausaufgaben für den Monat Mai stellen musste. Exzerpte, Thesenpapiere und ein Essay sollten geschrieben werden.

Und es fiel mir zunehmend leichter. Was wohl daran liegt, dass ich endlich im Stoff oder besser im Studium angekommen bin. Also Spaß daran habe, meinen Kopf mit scheinbar brotlosem aber kompliziertem Zeug anzustrengen und auch selbst auf diesem Niveau etwas zu schreiben.

Und genau da liegt noch der Hase im Pfeffer. So viel Spaß ich daran auch hatte, fragte ich mich doch immer wieder: Sind meine eigenen Texte zu flapsig? Muss ich mir den hochgestochenen Schreibstil der untersuchten Texte aneignen. Oder den meiner fremdwortverliebten Kommilitonen?

Diese Fremdwörter sind noch so ein Ding. Eins ist auf jeden Fall hängen geblieben: Epistemisch. Bedeutet soviel wie ‚das Wissen betreffend‘. Wird mir in der Fortsetzung der Wissenschaftstheorie und der Argumentationstheorie sicher auch noch öfter vor die Nase kommen.

Aber ich habe es ja so gewollt. Und schlimmer noch: Ich will es immer noch. Was ich damit beweisen kann, dass ich mich gleich am ersten Tag der Rückmeldungsfrist fürs kommende Semester eingeschrieben hab. Und zwar für die Grundlagen der Literaturwissenschaften.

Die Hausaufgaben für Juni sind jedenfalls reine Wissensfragen. Das sollte helfen, etwas  Ordnung in die theoretischen Ausführungen zu bringen, mit denen ich mich nun beschäftigen muss. Bis zur Klausur Anfang September habe ich also noch einiges zu lesen und zu lernen. Aber es gibt eh gerade kein Zurück, denn angemeldet habe ich mich für  diese Klausur auch schon.

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