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Quellen für mehr Lesestoff (1): Ebay

Leseratten dürften mir zustimmen, wenn ich sage, dass es unendlich viele Bücher gibt, die man gelesen haben muss. Zeit und Geld dagegen sind eher knapp. Was die Zeit angeht, kann selbst ich nicht zaubern, aber sparsam sein und trotzdem neuen Lesestoff bekommen – das geht. Zum Beispiel mit Ebay.

luise  / pixelio.de
©luise / pixelio.de

Heute ist Sonntag. Und damit der Tag in der Woche, an dem ich mir eine halbe Stunde (Minimum) zum Schnäppchenjagen auf Ebay gönne. Andere würden jetzt vielleicht nach Klamotten Ausschau halten, ich schaue nach Büchern. Je nachdem, wonach mir gerade der Sinn steht durchforste ich die neuen Angebote nach Genre.

Da auf meinem Nachttisch noch genug ungelesene Bücher herum liegen kommt es nicht darauf an, wann da die Auktionen auslaufen. Und auch nicht darauf, dass ich ein ganz bestimmtes Buch bekomme. Daher schaue ich mir einfach an, was überhaupt angeboten wird.

Meine Ebay-Suchergebnisse sortiere ich allerdings nach „Preis inklusive Versandkosten, niedrigste zuerst“. Es heißt ja schließlich Schnäppchenjagd und nicht Buchshopping zum Ladenpreis. Bücher, die mich interessieren, sollte ich dann wenigstens dem Namen nach kennen oder eine kurze Inhaltsangabe im Angebot haben. Alles andere wird gleich wieder weggeklickt.

Bücher, die ich haben möchte, werden allerdings nicht erst umständlich auf die Beobachtungsliste gesetzt, sondern gleich mit einem Gebot versehen. Mehr als ein bis drei Euro gebe ich da nie an, denn: Wenn ich da überboten werde, ist es für mich kein Schnäppchen mehr. Und es gibt sicher noch einmal ein anderes Angebot zu diesem einen Buch.

Auf diese Weise kommt manchmal im Monat ein überraschend bunt gemischtes Sammelsurium an neuen Büchern zustande. Manchmal sind es fünf Bücher, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Manchmal aber auch gar keines. Spaß macht es trotzdem.

Und man entdeckt manchmal wahre Perlen der Literatur, spannende Geschichten hinter unscheinbaren Titeln und Schönes in altbackenem Einband. Manchmal ist es auch umgekehrt und selbst der Schnäppchenpreis war noch zu hoch. Es ist ein bisschen wie ein Glücksspiel oder der Beginn einer Reise mit unbestimmtem Ziel – und einem sehr unterhaltsamen Weg.

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