Ausflugstipp: Der Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Wenn wir zu meinen Eltern in den Harz fahren, stehen immer mal wieder Ausflüge auf dem Programm. Natürlich müssen das dann auch welche sein, die vor allem den Kindern Spaß machen. Und so kam es, dass wir am Ostersamstag den Baumwipfelpfad in Bad Harzburg erkundeten. Hier könnt ihr nachlesen, wie es war.

Ostersamstag 2016, es ist frühlingshaft warm und sonnig. Ein Tag wie für Ausflüge gemacht, denken wir und hoffen, dass jetzt am Vormittag noch nicht allzu viele Menschen auf denselben Gedanken gekommen sind. Wir fahren mit dem Auto nach Bad Harzburg mit dem Baumwipfelpfad als Ziel. Clevere Menschen nutzen übrigens den kostenfreien Parkplatz etwa 200 Meter oberhalb des Kurpark.

Von dort aus führt eine Fußgängerbrücke über die große mehrspurige Straße. Über die kommt man zum Baumwipfelpfad, zum Hochseilpark und zum Märchenwald. Wir wollen zum Baumwipfelpfad, können die Brücke aber trotzdem nicht nutzen, weil wir erst Tickets dafür brauchen. Und die gibt es laut großem Schild an der Brücke nur im Pavillon im Kurpark.

Der Weg auf den Baumwipfelpfad mit dem ©Tulpentopf

Der Weg auf den Baumwipfelpfad mit dem ©Tulpentopf

Also führt uns der Weg am Waldstück entlang zum Kurpark. Dort kann man auch per Seilbahn auf den Berg hochfahren und von dort zu den oben aufgezählten Attraktionen gehen. Aber wir wollen ja wirklich nur auf den Baumwipfelpfad. Kostenpunkt für zwei Erwachsene und zwei Kinder ab vier Jahren ist übrigens 22 Euro. Sobald es etwas grüner und wärmer wird, sind es dann 25,90 Euro.

Vom Pavillon führt auch eine Fußgängerbrücke über die breite Straße. Und hier lesen wir, dass es an diesem Wochenende auch Tickets direkt am Eingang das Baumwipfelpfades gibt. Sehr schön. Oder auch nicht. Nun aber auch egal. Wir sind jedenfalls da wo wir hin wollten.

Bequeme Wege auf dem Baumwipfelpfad ©Tulpentopf

Bequeme Wege auf dem Baumwipfelpfad ©Tulpentopf

Der Eingang zum Baumwipfelpfad ist eine offene Kuppel. Man steigt etwa auf halber Höhe ein und geht dann in einer Spirale nach oben. Ganz oben gibt es eine kleine Aussichtsplattform aus Glas, so dass man das Gefühl hat, frei in der Höhe zu stehen. Behintertengerecht ist der Weg bis dorthin allerdings nicht. Der Rest des Weges kann aber auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl erfahren werden.

Der Baumwipfelpfad selbst ist ein bequem zu begehender Holzweg. Er führt in 8 bis 22 Meter Höhe zwischen den Bäumen hindurch, mit deren Baumwipfeln man wirklich auf einer Höhe ist. Der Weg ist dabei so breit, dass bequem zwei Kinderwagen aneinander vorbei kommen.Das Geländer ist recht hoch und besteht aus stabilem Metall mit Handlauf aus Holz. So können kleinere Kinder gut durch die Stäbe gucken aber nicht fallen.

Spielerisch Wissen vermitteln klappt hier prima ©Tulpentopf

Spielerisch Wissen vermitteln klappt hier prima ©Tulpentopf

Auch sonst macht das ganze einen recht stabilen Eindruck. Auch wenn die Brücken von Plattform zu Plattform zwischen 10 und 35 Meter lang sind, schwankt es nur selten so deutlich, dass man es überhaupt merkt. Ansonsten hat man eher das Gefühl, auf einem mit Holzdielen ausgelegten Wanderpfad zu gehen.

Auf den kleinen und größeren Plattformen dazwischen gibt es viel zu entdecken. Fernrohre lenken den Blick auf Metalltiere, die man auf dem Waldboden installiert hat. Es gibt lehrreiche Informationen zu den verschiedenen Baumarten, den tierischen Waldbewohnern und Bewegungselemente, wie man sie sonst von Fitnesspfaden kennt. Vom Zählen der Jahresringe am aufgeschnittenen Holzstamm über echte Vogelnester bis hin zum Minikarussell ist der Weg also abwechslungsreich gestaltet.

Nach etwa zwei Drittel der Gesamtlänge gibt es eine größere Plattform. Hier kann man an einer Art Imbisswagen Kaffee kaufen und diesen im Schatten an richtigen Tischen trinken. Zu essen gibt es dort aber nichts. Deshalb sollte man ruhig etwas zu trinken und einen kleinen Snack dabei haben. Vor allem wenn Kinder mitgekommen sind.

Der Pfad selbst ist ca. 700 Meter lang. Nimmt man den vollen Weg durch die Eingangskuppel dazu, kommt man auf einen knappen Kilometer Weg. Ob man den nun auf dem Baumwipfelpfad zurück läuft oder darunter zurück geht, kann man sich aussuchen. Ich denke aber, dass an gut besuchten Tagen, die Strecke unter dem Baumwipfelpfad bequemer ist.

Riesige Wurzeln unter dem Baumwipfelpfad ©Tulpentopf

Riesige Wurzeln unter dem Baumwipfelpfad ©Tulpentopf

Auch wir sind unter dem Baumwipfelpfad zurück gegangen. Der Perspektivwechsel allein war schon klasse: Eben noch mit den Fingern die Blattknospen berührt, die jetzt in unerreichbarer Höhe im Wind schwingen. Aber auch der Weg an sich ist sehr schön. Er führt an einem kleinen Bach entlang zu einem kleinen Spielplatz und Sitzgruppe an einem Miniteich. Weiter unten gibt es auch noch die Möglichkeit, mal unter drei mächtigen Baumwurzeln zu stehen.

Schließlich kommt man auch noch am Hochseilgarten vorbei und kann einen Blick in den Märchenwald werfen. Der dürfte für Kinder bis etwa fünf Jahren interessant sein. Hier kann man im Vorbeigehen auch noch ein Eis oder Getränke kaufen. Imposant ist zu guter Letzt auch der Blick in die Eingangskuppel – von ganz unten nach ganz oben.

Ausflugstipp für jede Altersgruppe: Der Baumwipfelpfad ©Tulpentopf

Ausflugstipp für jede Altersgruppe: Der Baumwipfelpfad ©Tulpentopf

Fazit:
So ist der Baumwipfelpfad Bad Harzburg ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Die kleinen Forscher können viel entdecken und auf spielerische Art Wissen über den Wald und dessen Tiere und Pflanzen lernen. Auch für den Bewegungsdrang gibt es zwischendurch immer mal Abhilfe. Aber auch wer nicht mehr so gut zu Fuß ist oder sich auf Rädern fortbewegt, kommt hier auf seine Kosten. Unabhängig von der Körpergröße gibt es immer etwas zu sehen.

Ich kann dieses Ausflugsziel also nur empfehlen. Und das als jemand, der meist schon bei einer Leiter Höhenangst bekommt.
Alle Infos zum Baumwipfelpfad in Bad Harzburg gibt es auf dieser Webseite.

Kategorie Leben, Leben, Unterwegs
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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