Film: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

Film: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“

©Rike / pixelio.de
©Rike / pixelio.de

Funktionieren Zauberei und magische Wesen auch ohne Harry Potter? Oder ist das Potenzial von J. K. Rowling mit den Filmen um den Zauberlehrling ausgeschöpft? Und ist dieser Film auch etwas für Muggels?

Zum Inhalt:
Sieben Jahrzehnte, bevor Harry Potter den Stein der Weisen sucht. Newt Scamander (Eddie Redmayne), kommt mit dem Schiff aus England in New York an. Sein Gepäck ist nur von außen ziemlich gewöhnlich: Im braunen Lederkoffer hausen phantastische Tierwesen.

Scamander hat sich eine ungünstige Zeit für seine Reise ausgesucht. In New York muss sich die Magiergesellschaft bedeckt halten, denn jene Muggel, die an Zauberei glauben, hetzen gegen die Hexen und Zauberer. Eigentlich gegen alles Magische.

Es dauert auch nicht lang, bis Scamander in Schwierigkeiten gerät. Und an die amerikanischen Hexenschwestern Porpentina (Katherine Waterston) und Queenie (Alison Sudol), aber auch an den Muggel Jacob (Dan Fogler).

So unterschiedlich diese vier Menschen sind, haben sie bald ein gemeinsames Ziel: Scamanders phantastische Tierwesen schützen und einen überaus begabten und mächtigen Teenager zu retten, dessen unter drückte Zauberkräfte sonst bald außer Kontrolle geraten.

Das wäre ihrem gefährlichen Gegner Percival Graves (Colin Farrell) nur zu recht.Denn der hat seine eigenen Pläne und ist nicht der, der er vorgibt zu sein.

Meine Meinung:
Um auf die eingangs erwähnten Fragen zurück zu kommen: Ja, magische Wesen funktionieren ohne Harry Potter. J.K. Rowling hat offensichtlich noch viel Potenzial für neue Geschichten. Nur extreme Muggels werden sich dem wohl entziehen. Wobei auch diese ihren Spaß haben dürften.

Vor allem in der ersten Hälfte des Films kann man sich richtig verzaubern lassen. Die phantastischen Tierwesen sind wirklich fantasievoll und haben eigene zum Teil recht schräge Eigenschaften. Auch der dropsig-liebenswerte Muggel Jacob trägt viel zur Unterhaltung bei.

In der zweiten Hälfte kommen dann die Actionfans auf ihre Kosten. Es kracht, es wird fies und stellenweise auch gruselig. Das liegt natürlich an der gelungenen Animationstechnik und dem Zusammenspiel von Bild und Ton.

Schön auch, dass man hier unverbrauchte Gesichter für die Hauptrollen wählt. Zumindest verzichtet man auf bekannte Gesichter aus dem Potter-Universum, was ungemein gut tut. Leicht irritiert war ich jedoch von Eddie Redmaynes schrulliger Kopfhaltung. Sein Blick kommt fast durchweg von unten nach schräg oben. Aber wie sollte er sonst um die Haartolle herumgucken können.

Mein Fazit:
Wer keine Phantasiewesen mag, wird auch mit den phantastischen Tieren nichts anfangen können. Ob eingefleischte Harry Potter-Fans begeistert sein werden, wage ich nicht einzuschätzen. Mir hat sowohl die Story als auch die Umsetzung gefallen. Langweilig war es in den 130 Minuten Film jedenfalls nie.

Altersempfehlung:
Die erste Hälfte des Films hätte ich locker jedem Grundschulkind zugemutet. Danach geht es allerdings ordentlich zur Sache und sollte erst ab 12 Jahren angeschaut werden. Oder nicht gerade im Kino mit 3D-Effekten. Auf dem heimischen Fernsehgerät kommt manch kritische Szene sicher harmloser rüber.

Funktionieren Zauberei und magische Wesen auch ohne Harry Potter? Oder ist das Potenzial von J. K. Rowling mit den Filmen um den Zauberlehrling ausgeschöpft? Und ist dieser Film auch etwas für Muggels? Zum Inhalt: Sieben Jahrzehnte, bevor Harry Potter den Stein der Weisen sucht. Newt Scamander (Eddie Redmayne), kommt mit dem Schiff aus England in New York an. Sein Gepäck ist nur von außen ziemlich gewöhnlich: Im braunen Lederkoffer hausen phantastische Tierwesen. Scamander hat sich eine ungünstige Zeit für seine Reise ausgesucht. In New York muss sich die Magiergesellschaft bedeckt halten, denn jene Muggel, die an Zauberei glauben, hetzen gegen die Hexen…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung/Regie
Schauspielerische Leistung
Synchronisation

Fantasievoll und unterhaltsam

Die Geschichte ist gut, die Umsetzung dank der fantasievollen Gestalten unterhaltsam gelungen und die schauspielerischen Leistungen bewegen sich zum größten Teil auf hohem Niveau. Abgesehen vielleicht von Johnny Depps Miniauftritt. Alles in allem ein Film, der viellcith nicht den Hype á la Harry Potter schaffen wird, sich aber wirklich sehen lassen kann.

Kommentieren Sie den Artikel