Film: „Dracula untold“ mit Luke Evans

Film: „Dracula untold“ mit Luke Evans

Dracula ist eine legendäre Figur, die ihren Ursprung in der Geschichte hat und ihren weltweiten Ruhm einer gruseligen Legende verdankt. Ich habe keine Ahnung wie viele Dracula-Verfilmungen es inzwischen gibt, aber das hindert mich auch nicht daran, dem dunklen Charme einer weiteren zu erliegen. Schließlich kann man heute mindestens ein paar schöne Effekte erwarten. Und davon hat „Dracula untold“ wirklich einige.

©Bredehorn Jens/ <a href="http://www.pixelio.de/media/308181" target="_blank">pixelio.de</a>
©Bredehorn Jens/ pixelio.de

Zum Inhalt:
Fürst Vlad Tepes (Luke Evans) war als Junge einer von 1000 Kindersoldaten unter türkischem Kommando. Er wurde zu einem gefürchteten Krieger, der seine Gegner und auch Unschuldige pfählte. Nun ist er Herrscher über ein Grenzreich und zahlt brav Tribut an seinen türkischen Nachbarn Mehmed (Dominic Cooper). Bis dieser erneut 1000 Knaben für den Dienst in seiner Armee fordert – und seinen Sohn. Weil Vlad seiner schönen Frau Mirena (Sarah Gadon) keine Bitte abschlagen kann, verweigert Vlad die Übergabe seines Sohnes.

Das bedeutet Krieg für sein Land. Ein Krieg, den Vlad nicht gewinnen kann. Die einzige Chance ist die dunkle Macht, die im Reißzahngebirge haust. Um seine Familie und sein Land zu retten geht Vlad einen tödlichen Pakt ein: Er wird zum Vampir und erhält so übersinnliche Kräfte. Wenn er der Versuchung widerstehen und drei Tage lang kein menschliches Blut trinkt, kann er sich noch retten. Wenn er schwach wird, bleibt er auf ewig ein Monster. Wird er seine Familie und sein Land schützen und sich selbst retten können?

Meine Meinung:
„Dracula untold“ ist nicht weltbewegend aber schön gemacht. Die Kulisse für das gruselig angehauchte Rumänien, Mehmeds großes Heer und natürlich die Kostüme der Darsteller machen wirklich einiges her. Dazu die klassische Schönheit Sarah Gadons als Milena, Dominic Coopers schwarz umrandete Augen und hin und wieder der Blick auf den nackten Oberkörper von Luke Evans. Dessen Gesicht ist für meinen Geschmack etwas zu knautschig, um einen guten Vampirfürsten abzugeben. Er gefällt mir hier aber besser als beim Hobbit.

Schauspielerische Leistung über die Mindestanforderungen hinaus sind weder vorhanden, noch für diesen Film nötig. Hier geht es weniger um die Story als um die Effekte. Und ja, die sind gut gemacht. Wenn sich Vlad in einen Fledermausschwarm auflöst, der Mehmeds Heer kompanieweise niederschlägt bzw. niederflattert. Wenn ihm die Haut in Fetzen vom Leib fliegt, weil er einen Sonnenstrahl abbekommt. Oder halb geblendet von einem Berg Silbermünzen mit seinem Gesicht darauf quasi verdampft, sobald er es anfasst.

Natürlich muss es in einem Film wir „Dracula untold“ dramatisch werden. Warum sonst sollte ein besonnener Herrscher wie Vlad Tepes das Schicksal seines Landes aufs Spiel setzen, wenn nicht für seinen eigenen Sohn. Und was könnte ihn sonst dazu bringen, dem Drang nach menschlichem Blut nachzugeben, wenn nicht die Bitte seiner geliebten Frau. Mit Herzschmerz ist also zu rechnen, auch wenn dieser Film maßgeblich von seinen Actionszenen lebt.

Mein Fazit:
„Dracula untold“ wird nicht in die Geschichte eingehen, ist aber gepflegtes Popcorn-Kino. Auch wenn die Macher nicht auf eine halbwegs glaubwürdige Geschichte verzichten wollten, stehen doch Action und Special Effects im Vordergrund. Insofern bietet er sogar für Romantiker und Actionfans gleichermaßen Kinospaß. Sehenswert gemacht ist er außerdem, wenn auch wieder einmal die deutsche Synchro stellenweise etwas zu sehr auf den Putz haut. Alles in allem solide Unterhaltung ohne Denkanspruch und mit dem ein oder anderen Mini-Highlight!

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