Film: „Guardians of the Galaxy“

Ein modernes Weltraum-Abenteuer mit einem Soundtrack aus den Siebzigern. Das allein ist schon irgendwie kultig. Wenn dann noch ein wandelnder Baum und ein frecher Waschbär mitspielen wird es lustig. Da dürfen die Frauen im Film dann auch ruhig grasgrün oder blitzblau sein. Marvels neuestes Abenteuer hat also alles, was gute Unterhaltung braucht. Fürs Gesamtwerk gibt es allerdings ein paar Punktabzüge.

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Zum Inhalt:
Als Peter Quill von Außerirdischen entführt wird, ist er noch ein kleiner Junge und seine Mutter gerade vor seinen Augen gestorben. Jahre später beschafft er als Weltraumpirat alles, was gut zahlende Kunden eben so haben wollen. Und gerät dabei schließlich nicht nur mit dem Gesetz in Konflikt, sondern auch mit dem ein oder anderen ziemlich mächtigen Herrscher in den Weiten der Galaxie.

Bei einer dieser Gelegenheiten wird er zusammen mit Groot, einem wandelnden Baum, und Rocket, einem frechen Waschbär sowie Gamora, einer grasgrünen Schönheit, gefangen genommen. Im Gefängnis treffen sie außerdem auf Drax, einen gutmütigen Hünen, der  nicht unbedingt der schlaueste ist. Allen zusammen gelingt die Flucht. Doch sie haben etwas bei sich was Ronan und Thanos haben wollen.

Es ist ein Infinity-Stein und damit einer der sechs Steine, die die geballte Macht des Urknalls in sich tragen. Für machtsüchtige Herrscher wie Ronan und Thanos überaus begehrenswert. Und leider gerät der kostbare Stein auch vorerst in die falschen Hände. Doch dann schließt sich der bunte Haufen um Peter Quill zu einem Team zusammen und sie werden zu den Guardians of the Galaxy.

Meine Meinung:
„Guardians of the Galaxy“ ist von Marvel und damit quasi Pflichtprogramm für mich. An diesem Film dürften aber auch Trekkies ihren Spaß haben, denn die Handlung des Films spielt sich nunmal im Weltraum ab. Mit allem, was man sich da so wünschen kann: abgefahrene Raumschiffe, futuristische Waffen und fantasievolle Lebewesen, die aus allen Ecken der Galaxie stammen und von denen jedes auf seine Art einzigartig ist.

Wie üblich gehört nicht viel schauspielerische Leistung dazu, in diesem Film mitzumachen. Schließlich geht es hauptsächlich um Action und Humor. Beides bietet der Film zur Genüge. Vor allem der wandelnde Baum, der nur einen Satz beherrscht, nämlich „Ich bin Groot“ und sein persönliches Haustier Rocket, der Biber. Äh Verzeihung, der Waschbär. (Kleiner Insider).

Während Rocket ziemlich frech aber clever daherplappert und es gerne krachen lässt, ist Groot eine Seele von Baum und weiß sich trotz sprachlicher Einschränkungen sehr gut mitzuteilen. Peter Quill (Chris Pratt) ist das typische Großmaul, nennt sich also nicht umsonst selbst „Star-Lord“. Gamora (Zoë Saldaña) ist die Böse, die irgendwie doch schon immer lieb war. Und Drax (Dave Batista) ist ein großer Teddy, der gut draufhauen kann, aber eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun mag.

Auch bei den Special Effects kann man nicht meckern. Schade nur, dass die Synchro stellenweise so grottig ist, dass man aus der Haut fahren möchte. Man hört, dass die Dialoge im Studio eingesprochen wurden. Die Umgebungsgeräusche wurden vor allem in der ersten halben Stunde sträflich vernachlässigt. Entweder, man hat sich danach mehr Mühe damit gegeben oder ich habe mich daran gewöhnt. Jedenfalls fällt es später nicht mehr so auf.

Für Leute, die sich in der Galaxie dieses Films nicht so auskennen, weil sie die zugehörigen Comics nicht kennen, dürften die vielen fremdklingenden Namen von Widersachern, Planeten und Dingen ziemlich verwirrend klingen. Manchmal ist es sogar schwer, Ronan und Thanos auseinander zu halten bzw. zu wissen, wer wem dient und ob das gut ist. Alles in allem kann man das aber auch vernachlässigen.

Und sich stattdessen auf coole Musik aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts freuen. Der ach so coole „Star-Lord“ ist nämlich noch immer mit dem Walkman (!) unterwegs, den er bei seiner Entführung dabei hatte. Mit der Kassette (!) drin, die er an dem Tag hörte. Und die hatte ihm seine Mutter zusammengestellt: Mit den Lieblingshits aus ihrer Jugend. Verständlich, dass der „Star-Lord“ für diesen Walkman nebst Inhalt quasi über Leichen geht.

Mein Fazit:
Ich würde „Guardians of the Galaxy “ nicht als den besten Film aus dem Marvel Universum bezeichnen, aber er passt dort wirklich gut hinein. Vor allem die Charaktere sind ganz Marvel: Cool, witzig und sympatisch. Punktabzüge gibt es für die schlechte Synchro und das Durcheinander der fremdklingenden Namen. Die macht der Film aber schon allein mit dem frechen Nager, sorry, Waschbär und dem grandiosen Soundtrack. Deshalb volle Sternenzahl für „Guardians of the Galaxy“.

PS: Wie bei fast jedem Marvel-Film gilt: Bis nach dem Abspann sitzen bleiben. Da kommt noch was!

Kategorie Kino, Kino+Theater
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

1 Kommentare

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