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Film: „Das magische Haus“

„Das magische Haus“ handelt von einem Haus, in dem ein Zauberkünstler mit einer seltsamen Schar selbstgebauter magischer Freunde wohnt. Allein das hätte Potenzial für staunende Kinderaugen. In Kombination mit einem süßen Kätzchen kann da eigentlich nichts schief gehen, denn das Internet lehrt uns täglich, dass Katzencontent immer geht. Mit prominenten Stimmern als Sprecher und einigen witzigen Ideen, hätte dieser Animationsfilm also ein Kracher sein müssen. Ist er aber nicht.
"Das magische Haus" im UCI Günthersdorf
„Das magische Haus“ im UCI Günthersdorf

Zum Inhalt:
Ein junger Kater wird von seiner Familie am Straßenrand ausgesetzt. Nach einigem Hin und Her landet er in einem Haus, vor dem alle Nachbarn Angst haben, weil es darin spuken soll. Angst haben muss „Thunder“, wie der Kater vom Hausherrn Lawrence getauft wird, jedoch nur vor einem griesgrämigen Kanninchen und einer weißen Maus. Beide wollen den neuen Mitbewohner nicht im Haus dulden. Doch der schrullige alte Zauberkünstler Lawrence hat den kleinen Kater so sehr ins Herz geschlossen, dass er ihm quasi alles verzeiht.

Wie sich herausstellen soll, ist „Thunder“ auch ein Segen für die seltsame Hausgemeinschaft, die aus allerlei magischen Bewohnern besteht. Denn der Neffe von Lawrence will das Haus verkaufen. Besonders als Lawrence wegen eines Fahrradunfalls im Krankenhaus liegt, sieht der geldgierige Typ seine Stunde gekommen. Doch er hat nicht mit dem Widerstand von Lawrence´ Mitbewohnern gerechnet. Und eine Katzenhaarallergie ist das letzte, was man in „Thunders“ Nähe gebrauchen kann.

Meine Meinung:
„Das magische Haus“ ist ein Animationsfilm. Und er animiert zuerst zu einem „Awwww“, dann zu „Ah, geile Mucke“ und dann zu einem „Ey, die Stimme kenn ich doch“. Das erste wird hervorgerufen von dem, was im Netz und bei Kindern immer funktioniert: Katzen. Und bei Katerchen „Thunder“ wird fast alles eingesetzt, was Catcontent braucht, um möglichst viele Likes einzuheimsen. Einzige die Riesenkulleraugen vom „Gestiefelten Kater“ (Shrek-Trilogie) lässt man hier weg. Ansonsten räkelt, erschreckt und trollt sich „thunder“ wie sich das für ein süüüüüüüßes Kätzchen so gehört.

Punkt zwei: Die Musik. Ein sehr ausgefuchster Schachzug, das muss ich schon sagen. Beginnt „Das magische Haus“ doch mit dem Hit „love Cats“ von The Cure. Da erntet man gleich zu Beginn Sympathiepunkte bei den Eltern. Die Stimmen füllen dieses Konto gleich noch ein wenig mehr auf, denn „Thunder“ wird von Mathias Schweighöfer („Der Schlussmacher“) und der schrullige alte Lawrence von Komikerlegende Dieter Didi Hallervorden.

Ansonsten hat der Film nichts Neues oder Weltbewegendes zu bieten. Die ersten beiden Abwehrtricks der Hausbewohner mögen ja noch lustig sein. Alle weiteren sind allerdings nicht nur für die Erwachsenen eher langweilig. Das Prinzip ist dann eben klar: Die unerwünschten Kaufinteressenten für „Das magische Haus“ sollen irgendwie verjagt werden. Und je nach Intelligenz der Besucher fallen die Tricks dann auch fantasievoller aus. Wirklich witzig geschweige denn originell ist das auf Dauer nicht. Leider.

Mein Fazit:
Wir haben „Das magische Haus“ in 2D gesehen, aber selbst wenn die 3D-Version noch ein paar eindrucksvolle Effekte bieten sollte, macht das die Story auch nicht besser. Interessant war, das Erwachsene an ganz anderen Stellen gelacht haben als die Kids. Insgesamt wurde aber für meinen Geschmack zu wenig gelacht. Da nützen auch die superniedlichen Moves einer Katze nichts. Schade drum, denn ein magisches Haus sollte wirklich magisch sein und für große staunende Augen sorgen. Bei manchen Szenen waren das eher gebannte Blicke, weil es doch ein wenig gruselig wurde. Von FSK 0 kann keine Rede sein, eher FSK 6. Mindestens. Für den mäßigen Gesamteindruck gibt es von mir 3 Sterne. Da waren Kinder wie Erwachsene von so einem Film schon weit mehr beeindruckt.

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