Film: „22 Jump Street“ mit Channing Tatum und Jonah Hill

Film: „22 Jump Street“ mit Channing Tatum und Jonah Hill

In „22 Jump Street“ gibt es ein Wiedersehen mit dem ungleichen Ermittlerpaar Schmidt und Jenko. Nachdem sie ihren ersten Fall an der Highschool gelöst haben, dürfen sie nun aufs College. Hier erlebten die ungleichen Typen genau das, was man von amerikanischen Highschools erwartet: Wohnheimparties, Aufnahmeriten bei Studentenverbindungen, heiße Girls und als Sahnehäubchen auch noch den Springbreak. Ihre Freundschaft wird dabei auf eine harte Probe gestellt.

22 Jump Street
©Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Zum Inhalt:
Es geht um die neueste Partydroge „Whyphy“. Nach dem Tod eines jungen Mädchens sollen Schmidt und Jenko den Dealer ausfindig machen. Deshalb mischen sie sich an der Highschool unters Volk und haben gewaltig zu kämpfen, nicht gleich als alte Knacker und schon gar nicht als Bullen aufzufliegen.

Jenko schafft es recht schnell, beim Football Freunde zu finden und wird von der Studentenverbindung nur zu gern aufgenommen. Er fühlt sich sichtlich wohl. Schmidt dagegen hat es nicht so leicht, kommt aber schließlich bei den Kunststudenten gut an. Diese unterschiedlichen Kreise stellen die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe. Erst als sie auf die Spur des Dealers stoßen, werden sie wieder zum Team.

Meine Meinung:
„22 Jump Street“ ist eine Mischung aus „Ey Mann, wo ist mein Auto“ und „Police Academy“. Das gilt sowohl für die Handlung, als auch für das Niveau der Gags. Beispiel: Beim Springbreak gehen die beiden in Beach-Klamotten aber dennoch gut bewaffnet auf die Partypiste. Schmidt steckt sich eine Granate in die Shorts, die Jenko später genau dort wieder rausholen muss. Nachdem Jenko seinem Kollegen dabei zwei drei Mal an den Schwanz gepackt hat, wirft er die Granate in einen Hubschrauber. „Sag was cooles, wenn du sie wirfst.“ Und Jenko sagt „Was cooles“, als er sie wirft.

Der Film bedient sämtliche Klischees, die das Leben an amerikanischen Highschools zu bieten hat. Jenko (Channing Tatum) ist die übliche Sportskanone, Schmidt (Jonah Hill) der dicke Loser. Beide durchlaufen die typischen Highschoolszenarien: Aufnahmeritus bei der Studentenverbindung, erster Zusammenstoß mit dem Prof und nicht zuletzt auch den Springbreak.

Im Großen und Ganzen kann man die Handlung vernachlässigen. Die schauspielerische Leistung immerhin nicht ganz. Abgesehen von dem Talent, sich überzeugend zum Depp der Schule zu machen, gibt es sogar einige Szenen, in denen die Undercover-Cops soetwas wie Emotionen rüberbringen müssen. Nichts Oscarverdächtiges, aber immerhin Mimik und glaubwürdige Gesten.

Mein Fazit:
Hirn an der Kasse abgeben und Spaß haben. Anders kann man diesen Film nicht genießen, da die Witze zwischen gut gemachtem Slapstick und einem Humor wechseln, der locker unter der Tür durch passt. Alles in allem sind aber genug Schenkelklopfer dabei, um sich zu amüsieren. Wer mehr erwartet, ist selbst Schuld. Und immerhin hat der echte Booker (Richard Grieco) einen Cameo im Abspann. Allein dafür gibt es 3 Sterne. Für mehr war es dann doch zu platt.

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