KinderkramLeben

Neues Schuljahr – neues Chaos

Das neue Schuljahr ist erst drei Tage alt und ich gefühlt 93 Jahre. Dabei war ich richtig gut vorbereitet, hab streberhaft schon drei Wochen vorher alles von den ausgegebenen Materiallisten gekauft. Und doch versinke ich im Chaos und dem Geplapper meiner Kinder.

Wenn man mindestens ein Kind in die vierte Klasse schickt, gehört man ja eigentlich zu den alten Hasen. Man weiß in etwa, was das jüngere Kind erwartet. Und worauf man sich bei beiden gerade in der ersten Woche des neuen Schuljahres einrichten muss.

Der Montag: Blöde Umschläge und fiese Badekappen

Also weiß man, dass am ersten Tag die Bücher mit nach Hause kommen. Und die Arbeitshefte. Wegen der Umschläge. Und als erfahrene Schulkindmama weiß man, dass die Umschläge vom Vorjahr bei mindestens einem Buch oder Heft nicht passen werden.

Schlaumeier werden jetzt auf diese praktische Selbsklebefolie verweisen. Dieses transparente Zeug, dass man auf Rolle kaufen kann. Und das vor allem an mir klebt, Falten schlägt, sich mit sich selbst verheddert und am Ende meistens total Scheiße aussieht.

Zum Glück blieb mir das dieses Jahr größtenteils erspart. Danke, Lisa! Und zum Glück wusste ahnte ich, dass es gleich am Dienstag beim Junior mit dem Schwimmunterricht losgehen würde. War ja bei der Großen auch so.

Was ich nicht bedacht hatte: Badekappen ziepen wie Hölle, wenn die Haare länger als 2 cm lang sind. Zumindest diese Silikondinger. Und erst recht, wenn man solche Locken wie der Junior hat. Und Wirbel wie ein Rosettenmeerschwein.

Also stand ich am Montag Abend gegen 21 Uhr mit dem Junior im Bad. Und säbelte ihm mit der Schermaschine die Locken auf einen knappen Zentimeter runter. Bei Locken, Wirbeln und dicken Haaren macht sich das total prima. Vor allem wenn man so kitzelig und zappelig wie der Junior ist.

Der Dienstag: Formulare, Hefter, Jacke – alles falsch

So war für den Dienstag eigentlich alles bereit. Wir kamen morgens pünktlich los: Die Große erfreut über eine Stunde Spielzeit im Hort, bevor zur zweiten Stunde der Unterricht beginnt. Der Junior aufgeregt und voll bepackt mit Ranzen und Schwimmzeug.

Wie ich dann im Hort bemerkte aber leider ohne Jacke. Bei deutsch-sommerlichen Temperaturen von um die 15 Grad und Regen auf dem Wetterradar. So cool. Nicht. Umso cooler allerdings von der Oma, die den Junior quasi auf dem Weg zum Schwimmen abfing und die Jacke brachte. Danke, Oma!

Wer nun denkt, es müsse doch nun langsam alles in Sack und Tüten – der irrt. Denn gestern Abend stellte sich heraus, dass ich die bei der Großen geforderte Änderungsmitteilung für die Schule aus Versehen dem Junior mitgegeben hatte. Dessen Lehrerin hatte sich zwar gefreut, dass wir ihr zuvorgekommen waren. Aber…

Als wäre das nicht genug, hatte ich die falschen Hefter für die Große gekauft. Oder besser einen zu wenig und in den einen benötigten in der falschen Farbe. Für die Kontrollarbeiten in Klasse 4 braucht man nämlich nicht nur einen schwarzen, sondern einen in blau (Deutsch) und einen in rot (Mathe).

Natürlich hatte ich nur noch einen in blau. Ich werde heute also noch mal los müssen, um einen roten Hefter zu kaufen. Und Turnschuhe in der 34. Weil der Junior quasi vor 10 Minuten festgestellt hat, dass er in den sechs Wochen Ferien zwei Schuhgrößen zugelegt hat. Und die Große hat eine Geburtstagseinladung: Für diesen Samstag. Also für Überübermorgen.

Alles andere wäre ja auch zu einfach gewesen. 

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