Verreisen als Single mit zwei Kindern: Geht ja gar nicht!

Verreisen als Single mit zwei Kindern: Geht ja gar nicht!

©angieconscious / pixelio.de
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Sommerzeit – Urlaubszeit. Und selbst wenn man den Urlaub erst im Herbst macht, so sucht man doch früher oder später im Reisebüro oder Online nach den Schnäppchen für die freien Tage. Blöd nur, wenn man dann als Single mit mehr als einem Kind verreisen will. Denn das geht meistens gar nicht.

Ferienunterkünfte für drei Personen? Kein Problem!

Außer, wenn die Kinder in der Überzahl sind. Dann zahlt man für mindestens ein Kind oftmals den Erwachsenenpreis oder bekommt manche Hotels und Ferienhäuser erst gar nicht angeboten.

Auf der Suche nach unserem Urlaubsdomizil für dieses Jahr musste ich also sehr genau hinschauen. Auf Wunsch der Kinder und weil es diesmal auch finanziell (noch) drin ist, geht es im Herbst nach Mallorca.

Nach unzähligen Klicks in diversen Vergleichsportalen fand ich das richtige Angebot für uns. Ein Angebot, bei dem ich für beide Kinder auch wirklich den Kinderpreis zahle. Und das noch dazu unseren Ansprüchen gerecht wird.

Offensichtlich ist man mit einem Vollzahler und zwei kleinen Räubern nicht so gern gesehen. Liegt das dann wirklich am Geld, was den Anbietern flöten geht? Dabei sind es doch die Kinder, die im Urlaub nur zu gern aus dem Vollen schöpfen.

Und ihren Eltern noch ein Eis und noch ein Getränk und noch ein aufblasbares Bademonster aus der Tasche ziehen. Und das nicht im nächsten Supermarkt, wo es eventuell zu einem halbwegs akzeptablen Preis zu haben wäre. Sondern am allerliebsten gleich in der Hotelanlage, wo es das doppelte kostet.

Aber Familienpreise gelten für zwei Erwachsene plus Kinder.

So ist das irgendwie immer. Und noch immer viel zu selbstverständlich. Vor allem bei Gewinnspielen mit Hotel- oder Freizeitgutscheinen sind die immer für zwei Vollzahler plus Kinder. Superduper-Schnäppchen für Single mit zwei Kindern gibt es nicht.

Es nervt mich jedes Mal aufs Neue. Ich lebe seit 7 Jahren als Single mit zwei Kindern. Und fühle mich nicht als seltenes Konstrukt, so dass man uns nicht berücksichtigen muss. Es gibt mich nur in diesem Dreierpack oder gar nicht – zumindest was Urlaub angeht.

Es gibt so viele Kombinationen des Zusammenlebens von Eltern und Kindern. Und doch schaffen es nur wenige Anbieter aus der Freizeitbranche, sich dieser Vielfalt anzupassen. Vielleicht, weil sie davon ausgehen, dass man sich allein mit vielen Kindern sowieso nichts leisten kann. Das stimmt sogar, macht das Verhalten der Anbieter aber nicht besser.

Andere Anbieter machen dagegen eine Goldgrube daraus. Oder wie soll ich die Preisgestaltung diverser Spezialanbieter für Familienurlaub verstehen, die horrende Preise verlangen und sich dann familienfreundlich nennen.

Mag sein, dass sie viel Programm für kleine Gäste anbieten. Meist, damit Mama und/oder Papa entspannt Wellness machen können. Entspannt auch deshalb, weil ihre Rabauken in diesen Feriendomizilen laut und wild sein dürfen. Blöd nur, wenn der Nachwuchs keine Lust auf Kinderbetreuung hat.

Nächstes Jahr wieder Rerik.

Jedenfalls habe ich es satt. Der Urlaub auf Mallorca wird schön und für meine Kinder etwas besonderes. Wir werden uns da richtig was gönnen. Fürs nächste Jahr werde ich nicht groß herumsuchen. Im Gegenteil: Ich habe schon gebucht. Wir fahren wieder nach Rerik an die Ostsee.

Im Familienferiendorf am Haff haben wir schon 2014 eine schöne entspannte Woche verbracht und freuen uns nun – trotz Mallorca vor der Nase – schon alle drei auf den Urlaub dort. Die Gründe dafür könnt ihr hier und hier nachlesen.

2 Kommentare

  1. Huhu Tina
    das gleiche Problem hab ich auch und das nur mit einem Kind.
    Ich finde es traurig das man, wenn man alleinerziehend ist, für das Kind genauso viel bezahlen muss wie für einen Erwachsenen !!!
    LG Steffi

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