Unser Wunschzettel-Ritual zum Nikolaus

Unser Wunschzettel-Ritual zum Nikolaus

Wenn es um Weihnachten geht, hat wohl jede Familie so ihre Rituale. Eins davon kam gestern wieder zum Zuge: Das Wunschzettel-Ritual. Das hat seinen festen Platz in der Woche nach dem ersten Advent. Und das aus gutem Grund, denn es funktioniert nur mit dem Nikolaus.

Wunschzettel-Ritual zum Nikolaus 2012 bei ©Tulpentopf
Wunschzettel-Ritual zum Nikolaus 2012 bei ©Tulpentopf

Angefangen hat alles im Jahr 2012. Meine Große war sechs und der Junior fast vier Jahre alt. Beide wollten plötzlich und ganz dringend einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann basteln. Also schrieb ich ihre Wünsche auf je ein Blatt und sie malten drumherum, was so zu Weihnachten gehört.

Aber was sollte ich dann damit tun? Klar gibt es verschiedene Adressen, an die man solche Wunschzettel verschicken kann. Aber irgendwie war mir das nicht zauberhaft genug. Außerdem wollte ich gerade meine kleine Vorschülerin noch ein wenig länger an Nikolaus und Weihnachtsmann glauben lassen.

Es musste also unbedingt eine schöne Idee her. Und die machte aus Weihnachtsmann und Nikolaus ein Superheldenteam. Ich erzählte meinen Kindern, dass wir die Wunschzettel mit der Post verschicken oder dem Nikolaus mitgeben könnten. Der Nikolaus würde sie aber persönlich dem Weihnachtsmann übergeben.

Beide bekamen große Augen. Der Nikolaus soll die Wunschzettel mitnehmen? Wenn der so lieb ist, muss der auch was zum Naschen bekommen. Und was zu trinken. Also stellten wie am Abend vorm Nikolaus einen Teller mit Lebkuchen und Joghurtmilch auf unseren Esstisch und legten die Wunschzettel daneben.

Aber irgendwie sah das nicht sehr gemütlich aus. Also platzierten die Kinder ihre gerade gebastelten Weihnachtsgestecke dazu und freuten sich allein schon darüber, wie einladend das nun aussah. Abgesehen davon, dass sie nun noch aufgeregter waren und noch länger zum Einschlafen brauchten, hatte diese Idee also wirklich wunderbar funktioniert.

Am Nikolausmorgen war die Aufregung aber noch größer. Die Stiefel waren voll mit schönen Sachen und wurden mit viel Ah und Oh und Juhu geplündert. Aber viel wichtiger war: Die Lebkuchen waren weniger geworden und auch die Milch. Und auf einem Zettel stand ganz groß das Wort ‚Danke‘.

Natürlich hatte der Nikolaus auch die Wunschzettel mitgenommen. Das tut er seitdem jedes Jahr und wird jedes Jahr mit Gebäck und Milch dafür belohnt. Meine Kinder behaupten sogar, sie hätten mal heimlich gelinst und mich mit dem Nikolaus gesehen haben wollen.

Trotzdem bin ich mir sicher, dass meine Kinder inzwischen an der Existenz meines weihnachtlichen Superheldenteams zweifeln. Aber: Sie wollen weiter glauben. Und ich unterstütze das mit Filmen wie ‚Hüter des Lichts‘ und ‚Polarexpress‘ zum Beispiel. Und damit, dass immer etwas unterm Weihnachtsbaum liegt, was auch auf ihren Wunschzetteln stand.

Aber selbst wenn sie bald nicht mehr als Nikolaus und Weihnachtsmann glauben, werden sie wohl weiter ihre familiären Weihnachtsbräuche einfordern. Wer will es ihnen verübeln, wenn wir uns doch selbst aufs Schmücken, Adventskalender und Weihnachtsmarkt freuen. Für dieses Jahr sind die Wunschzettel jedenfalls schon fertig. Das Wunschzettel-Ritual zum Nikolaus kann also stattfinden.

Dieser Text ist mein Beitrag zur Blogparade: Advent und Weihnachten – Traditionen und Bräuche in unseren Familien, die Ingrid von papapausenblog.de veranstaltet. Wie man mit Wünschen vom Wunschzettel umgehen kann und Spaß dabei hat, könnt ihr bei Jessi von terrorpueppi.de nachlesen.

2 Kommentare

  1. Liebe Tina,
    Wunschzettel-Ritual – allein der Name weckt Verheißungen. Für Kinder natürlich etwas ganz Besonderes. Man merkt, dass du dir für deine Kinder ein außergewöhnliches Weihnachtsfest wünscht. Ich wünsche dir weiterhin eine gute Zeit und noch mehr so kreative Ideen für eine gelungene Adventszeit.
    LG Ingrid

  2. […] Wunschzettel spielen in vielen Familien eine wichtige Rolle in der Vorweihnachtszeit. So zum Beispiel bei Tulpentopf. […]

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