Weihnachtsfilm: „Der Polarexpress“ mit Tom Hanks

Irgendwann kommt der Moment, wo die Kinder nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben. So auch bei meinen beiden. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die dieses Nichtmehrdranglauben gern noch ein bisschen hinauszögern. Schön, wenn man dann von Filmen wie „Der Polarexpress“ unterhaltsame Unterstützung bekommt.

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©Günter Havlena/ pixelio.de

Zum Inhalt:
Am Weihnachtsabend liegt ein kleiner Junge im Bett und lauscht angestrengt in die nächtliche Stille. Auch wenn er eigentlich nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt, wünscht er sich doch, die Glöckchen des Rentierschlittens vom Weihnachtsmann zu hören. Denn der Junge hätte nur zu gerne die Gewissheit, dass es mehr gibt, als kostümierte Kaufhaus-Weihnachtsmänner. Doch statt der Glöckchen ertönt das Getöse einer riesigen Dampflok mit einer langen Reihe Waggons hinten dran.

Und dieser Zug hält direkt vor dem Haus des Jungen. Der stürmt in Schlafanzug, Pantoffeln und Morgenmantel nach draußen, wo er vom Schaffner schon erwartet wird. Denn er steht auf der Passagierliste für die Fahrt zum Nordpol. Der Polarexpress ist nämlich ein besonderer Zug, der ausgewählte Kinder zum Nordpol bringt, wo sie die Wichtel, die Rentiere, den riesigen Geschenkesack und natürlich den Weihnachtsmann sehen werden.

Im Polarexpress findet der Junge neue Freunde. Da ist zum einen ein mutiges schwarzes Mädchen und und zum anderen ein schüchterner Junge aus armen Verhältnissen. Dann ist da noch ein vorlauter Besserwisser, der jedoch meist für Ärger sorgt. Dabei schafft es der Junge mit all seinen Fragen und Zweifeln ganz gut allein, in Schwierigkeiten zu geraten: Angefangen beim Gebrauch der Handbremse über den Verlust einer Fahrkarte, die nicht mal seine eigene ist bis hin zum halsbrecherischen Trip ÜBER den rasenden Zug.

Bei eben diesem Trip über den Zug trifft der Junge auf einen Landstreicher. Der erscheint fortan immer dann, wenn der Junge Hilfe gebrauchen kann oder erschreckt ihn einfach nur zu Tode, bevor wie ein Geist wieder verschwindet. Auch als der Polarexpress endlich die Weihnachtsstadt erreicht, ist das Abenteuer noch nicht zu Ende. Durch einen dummen Zufall geraten die drei Freunde in den Sack mit den Geschenken und so nur auf Umwegen direkt vorm Weihnachtsmann.

Wird der Junge es nun schaffen, wieder an den Weihnachtsmann zu glauben? Schließlich sehen alle anderen nicht nur den Geschenkesack, den Schlitten und die Rentiere, sondern hören auch die Glöckchen des Schlittens und sind darüber ganz aus dem Häuschen. Als schließlich eines dieser Glöckchen direkt vor die Nase des Jungen fällt, versucht er es noch einmal mit aller Kraft. Dies bringt ihm ein persönliches Gespräch mit dem Weihnachtsmann und ein besonderes Geschenk, von dem er noch Jahre später etwas haben wird.

Meine Meinung:
„Der Polarexpress“ ist ein computeranimierter Film aus dem Jahr 2004, bei dem Tom Hanks gleich mehrere Rollen übernommen hat: Den kleinen Jungen, den Schaffner, den Landstreicher und auch den Weihnachtsmann. Das geht natürlich nur dank Motion Capture, einer Technik, bei der der Schauspieler erst real gefilmt wird und dann dessen Bewegungen und Mimik auf die digitale Figur übertragen wird. Das muss man nicht mögen, aber in diesem Film funktioniert es ziemlich gut.

Tom Hanks jedenfalls überzeugt in allen Rollen. Kommentar meiner Tochter (9) zum Schaffner: „Man, der ist so witzig.“ Und sie hat Recht. Der irgendwie väterliche Mann ist vor allem dann zum Lachen, wenn er seine Taschenuhr zückt und seinen Zeitplan in Gefahr sieht. Der Landstreicher ist geheimnisvoll genug für ein bisschen Spannung, aber nicht zu gruselig. Und auch die Kinder sind gut ausgearbeitete und vor allem authentisch gespielte Charaktere.

Abgesehen davon ist „Der Polarexpress“ ein rasantes Abenteuer. Skifahren/Skispringen auf dem verschneiten Zug, Achterbahnfahren mit 99 % Gefälle und eine Schlitterpartie des Zuges auf einem vereisten Gewässer – das sorgt für reichlich Action. Dazu die fantasievolle Gestaltung der Wichtelstadt mit Überwachungsstation (welches Kind war artig, welches nicht) und Geschenkfabrik sowie ausgeklügelter Transport des Geschenksack-Ungetüms.

Die musikalische Untermalung könnte manchen Eltern etwas zu übertrieben geraten sein. Abgesehen von einer Showtanzeinlage im Zug wird jedoch mit musicalartigen Aktionen eher sparsam umgegangen. Allerdings sollte man bei einem Weihnachtsfilm schon mit einer ordentlichen Dosis Herzschmelzmusik rechnen. Meiner Meinung nach ist die hier aber im erträglichen Maße gehalten und passend eingesetzt. Ebenso gelungen ist die Synchronisation.

Mein Fazit:
Meine Kinder (6 und 9) hatten viel zu lachen, kreischten bei den Actionszenen oder fanden es einfach nur krass bzw. so schön. Bestes Fazit allerdings: Beide Kinder wollten (wieder) an den Weihnachtsmann glauben. Selbst wenn dieser Glauben in den Wochen bis Weihnachten vielleicht wieder abnimmt, werden sie genau wie der Junge im Film glauben wollen. Allein schon, damit Weihnachten für sie mindestens genauso zauberhaft wird. Zauberhaft und lustig.

Altersempfehlung:
Da es teilweise wirklich halsbrecherisch rasant zugeht, ist der Film für zarte Gemüter nicht zu empfehlen. Auch der Landstreicher ist dann zu gruselig. Vor allem bei ängstlichen Kindern ist die Altersfreigabe ab sechs Jahren also ernst zu nehmen. Wer sich unsicher ist, sollte den Film vorab ohne Kinder schauen.

Irgendwann kommt der Moment, wo die Kinder nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben. So auch bei meinen beiden. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die dieses Nichtmehrdranglauben gern noch ein bisschen hinauszögern. Schön, wenn man dann von Filmen wie "Der Polarexpress" unterhaltsame Unterstützung bekommt. Zum Inhalt: Am Weihnachtsabend liegt ein kleiner Junge im Bett und lauscht angestrengt in die nächtliche Stille. Auch wenn er eigentlich nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt, wünscht er sich doch, die Glöckchen des Rentierschlittens vom Weihnachtsmann zu hören. Denn der Junge hätte nur zu gerne die Gewissheit, dass es mehr gibt, als kostümierte Kaufhaus-Weihnachtsmänner. Doch…
Ich suchte einen Weihnachtsfilm, der bei meinen Grundschulkindern das Glauben an den Weihnachtsmann noch ein bisschen verlängert. Dieser Film hat es mit seinen lustigen, actiongeladenen Szenen und der schönen Geschichte über die Freundschaft von drei vollkommen verschiedenen Kindern geschafft. Meine Kinder wollen (wieder) Glauben.

Bewertung

Geschichte
Umsetzung/Regie
Schauspielerische Leistung
Synchronisation

Rasant und schön.

Ich suchte einen Weihnachtsfilm, der bei meinen Grundschulkindern das Glauben an den Weihnachtsmann noch ein bisschen verlängert. Dieser Film hat es mit seinen lustigen, actiongeladenen Szenen und der schönen Geschichte über die Freundschaft von drei vollkommen verschiedenen Kindern geschafft. Meine Kinder wollen (wieder) Glauben.

Kategorie Film, Kinderkram
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

1 Kommentare

  1. Pingback: Weihnachtsfilm: "Wunder einer Winternacht" - Tulpentopf

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