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Film: „Shaun das Schaf – Der Film“

Shaun das Schaf ist Kult. Das clevere Wollknäuel begeistert Erwachsene und Kinder gleichermaßen mit seinen findigen Tricks und Einfällen zur Freizeitgestaltung. Was für die Herde sicher toll ist, denn immer nur rumstehen, Gras mümmeln und am Ende auch noch nackig gemacht zu werden – das kann es ja nicht gewesen sein. Aber funktionieren Shauns Ideen auch für die Dauer eines Kinofilms?

©Luise/ <a href="http://www.pixelio.de/media/584528" target="_blank">pixelio.de</a>
©Luise/ pixelio.de

Zum Inhalt:
Der Alltag der Schafherde um Shaun ist eintönig: Viel zu früh aufstehen, viel zu dumm rumstehen und von A nach B kommandiert werden. Und dann bekommt man auch noch per Schafschur die Frisur versaut. Das kann ja nicht so weiter gehen. Schließlich braucht auch ein Schaf mal Urlaub und Auszeit vom Alltagstrott.

Also schicken Shaun und seine Schafe den Farmer ins Traumland und verfrachten ihn in seinen Wohnwagen. Dank Schäferhund Bitzer kommen die Schafe jedoch nicht zum Partymachen. Denn der Wohnwagen macht sich selbstständig und rollt in die nächste Stadt. Dort kommt er erst mitten in der City unsanft zum Stehen – und der Farmer bekommt so einen Hieb auf den Kopf, dass er sein Gedächtnis verliert.

Daheim merken die Tiere bald, dass es ohne den Farmer kein Fressen gibt – und das geht ja mal gar nicht. Also macht sich Shaun auf den Weg in die Stadt, gefolgt von seiner Herde. Und während der Farmer urplötzlich zum gefeierten Star-Friseur wird, hat die Herde einiges zu tun, um nicht einem bösartigen Tierfänger in die Hände zu fallen. Mit Fantasie und Zusammenhalt gelingt es der Herde dann aber doch, den Farmer an sein Zuhause und seine Tiere zu erinnern. Gerade rechtzeitig, um sie für dem fiesen Tierfänger zu retten.

Meine Meinung:
Das Publikum im Kino war an diesem Sonntagnachmittag sehr gemischt. Von Kleinkindern um die drei Jahre über Fast-Teens bis hin zu Erwachsenen Shaun-das-Schaf-Fans. Und der Vorspann ließ sich auch richtig gut an. Spätestens, wenn dem Farmer der Rasierschaum im ganzen Gesicht landet und die Spinne erstmal eine Fliege frühstückt, hört man die ersten Lacher.

Solche kleinen Details sind es dann auch, die den Film über teils lange Strecken tragen und auflockern. Denn wäre da nicht hin und wieder ein wenig unerwartete Situationskomik im Randgeschehen, tja, dann wäre „Shaun das Schaf“ fast schon ein ernster Film. Immerhin wird Shaun wirklich von Tierfänger erwischt und eingesperrt. Und der Farmer erinnert sich wirklich nicht an seine Tiere und verscheucht die Herde, als die ihn endlich gefunden hat.

Aber es sind nicht nur diese Szenen im Film, bei denen fast schon gespenstische Stille im vollen Kinosaal herrschte. Der Film ist streckenweise auch schlicht langweilig. Also schaut man sich die Story an, die irgendwie mittelmäßig ist und geht dann auch mittelmäßig zufrieden wieder raus. Denn eine „normale“ Geschichte ohne Sprache, oder eben nur in dem üblichen „Shaun das Schaf“-Gebrabbel funktioniert irgendwie nicht. Zumindest reicht es nicht für Begeisterungsstürme.

Mein Fazit:
Die Erwartungen an einen Film über die Kultfigur „Shaun das Schaf“ waren (bei mir) wohl zu hoch. Oder die Macher haben zu sehr versucht, der Geschichte einen ernsthaften Unterbau zu geben. Da kann man natürlich nicht einen Gag nach dem anderen in die Runde werfen. Blöd nur, dass Mischmasch selten funktioniert. So auch hier: Für eine ernsthafte Geschichte zu flach, durch den ernsten Anteil aber eben auch lahm oder mindestens mittelmäßig lustig. Dann doch lieber sinnbefreiter, dafür aber witziger. Geeignet für Kinder ab 4 Jahren. Drei Sterne.

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