Film: „Hotel Transsilvanien 2“

Film: „Hotel Transsilvanien 2“

Eltern lieben ihre Kinder. Aber können das die Großeltern auch? Vor allem, wenn sie stolze Vampire sind und sich gerade so damit abfinden konnten, dass der Schwiegersohn nicht so ganz dem Ideal entspricht. Graf Dracula jedenfalls versucht einiges, um aus seinem Enkel Dennis den Vampir herauszukitzeln.

"Hotel Transsilvanien 2" © 2015 Sony Pictures Releasing GmbH
„Hotel Transsilvanien 2“ © 2015 Sony Pictures Releasing GmbH

Zum Inhalt:
Ein paar Jahre sind vergangen, seit Johnny als erster Mensch das Hotel Transsilvanien betreten hat. Inzwischen ist er mit Draculas Tochter Mavis verheiratet und hat einen Sohn. Doch zu Draculas Leidwesen scheint sich beim kleinen Dennis die Vampirseite so gar nicht durchgesetzt zu haben.

Der Junge hat zwar alle Monster um sich herum in sein Herz geschlossen, scheint aber selbst keins zu sein. Deshalb will Mavis auch, dass Dennis mehr Kontakt zu Menschen hat und schickt ihn auf eine Menschenschule. Sie spielt sogar mit dem Gedanken, aus Transsilvanien wegzuziehen. Ein Besuch ihrer Schwiegereltern in Kalifornien scheint diesen Stein auch mächtig ins Rollen zu bringen.

Doch sowohl ihr Mann Johnny als auf Papa Dracula haben etwas dagegen. Deshalb nutzt Dracula die Reise seiner Tochter als Gelegenheit, bei seinem Enkel Dennis die Vampirseite herauszulocken. Gemeinsam mit seinen engsten Freunden führt er Dennis vor, was man als Monster so für coole Sachen macht. Doch Frankenstein, Werwolf und Mumie sind heutzutage cool und nicht mehr gruselig.

Abgesehen davon sind seine Monstergefährten auch mächtig eingerostet, was das Schrecklichsein angeht. Und der kleine Dennisowitsch, wie in Dracula zärtlich nennt, fliegt nicht einmal wenn sein Leben davon abhängt. Als dann auch noch Urgroßpapa Vlad zum fünften Geburtstag des Juniors auftaucht, scheint alles verloren. Denn dessen Gefolge kann sich mit Menschen und Menschenfreunden so gar nicht anfreunden.

Wird der kleine Dennis jemals seine Vampirseite herauslassen (können)?

Meine Meinung:
Schon der erste Teil vom „Hotel Transsilvanien“ war solide und fantasievolle Unterhaltung. Und auch der Nachfolger bietet viele kreativ-gruselige Details und sympatische Figuren. Ob nun Graf Dracula persönlich, die Mumie, Frankensteins Monster oder Werwolf – sie alle sind liebenswerte Typen. Und das merken sie auch, wenn sie gruselig sein wollen.

Der hundertfache Papa Werwolf kann nicht mehr knurren. Die Mumie verrenkt sich sämtliche Knochen für einen Sandhaufen. Frankensteins Monster taugt maximal als cooles Selfie-Material. Wie soll ein kleiner Junge da begreifen wie cool das Monsterdasein ist? Wo er doch am liebsten Avocado isst und sein Held ein Kuchenmonster ist.

So etwas lässt sich natürlich nicht mit jahrhundertealtem Vampirstolz vereinbaren. Oder etwa doch? Kann Graf Dracula seinen Enkel lieben, auch wenn der einfach menschlich ist? Das ist der Kern der neuen Geschichte im „Hotel Transsilvanien“. Und drumherum gibt es jede Menge witzige Situationen, wie sie nur mit liebevoll ausgearbeiteten Monstern möglich sind.

Blöd ist, dass sie Draculas Tochter Mavis eine neue Stimmer verpasst haben. Aber das störte meine Kinder nicht. Genauso wenig wie Dieter Hallervorden als Urgroßvater Vlad. Ich hatte da jedoch den schrulligen alten Zauberer von „Das magische Haus“ vor Augen und das passte nun wieder gar nicht zum Uraltvampir. Auch wenn der mindestens genauso sympatisch war.

Mein Fazit:
Meine Kinder (6 und 9) sahen mit „Hotel Transsilvanien 2“ zum ersten Mal einen Animationsfilm in 3D. Das kann ja gerade bei ein wenig gruseligen oder gar ekligen Bildern arg in die Hosen gehen. Doch der Film schafft den Balance-Akt zwischen Bäh-Momenten und großen Lachern. Selbst wenn es mal bedrohlich wirken könnte, wird dies im letzten Moment ins Witzige gezogen. Dabei bleibt der Spaßfaktor während des Films auf einem Level. Richtige „Brüller“ kommen dann beim großen Finale. Und ich fürchte, wir werden bald Fledermäuse mit orangen Locken im Haushalt haben.

Eltern lieben ihre Kinder. Aber können das die Großeltern auch? Vor allem, wenn sie stolze Vampire sind und sich gerade so damit abfinden konnten, dass der Schwiegersohn nicht so ganz dem Ideal entspricht. Graf Dracula jedenfalls versucht einiges, um aus seinem Enkel Dennis den Vampir herauszukitzeln. Zum Inhalt: Ein paar Jahre sind vergangen, seit Johnny als erster Mensch das Hotel Transsilvanien betreten hat. Inzwischen ist er mit Draculas Tochter Mavis verheiratet und hat einen Sohn. Doch zu Draculas Leidwesen scheint sich beim kleinen Dennis die Vampirseite so gar nicht durchgesetzt zu haben. Der Junge hat zwar alle Monster um sich herum in…

Bewertung

Geschichte
Umsetzung/Regie
Charaktere
Synchronisation

Solider Spaß

"Hotel Transsilvanien 2" führt die Geschichte des ersten Teils logisch fort. Erneut ist Toleranz des anderen mit all seinen Eigenarten ein großes Thema. Schön gemacht sind einmal mehr die Charaktere und die vielen liebevoll inszenierten Details in der Handlung, der Kulisse und den Persönlichkeiten.

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