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Film: „Drachenzähmen leicht gemacht 2“

Normalerweise sind Fortsetzungen wie ein lauwarmer zweiter Aufguss vom selben Teebeutel. „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ bildet da glücklicherweise eine Ausnahme. Die Charaktere sind ein Stückchen älter geworden, die Drachen um einige Exemplare mehr und die Geschichte kann mit der des ersten Teils wunderbar mithalten.

Drachenzähmen leicht gemacht 2
Dieter Schütz / pixelio.de

Zum Inhalt:
Ohnezahn und Hicks sind inzwischen seit 5 Jahren beste Freunde. So gut wie jeder hat in Berg nun seinen eigenen Drachenfreund. Es könnte also alles ganz einfach sein, wenn, ja wenn da nicht ein paar Kleinigkeiten zu erledigen wären.

Hicks Vater zum Beispiel will seinem überaus beliebten Sohn die Stammesführung übertragen. Der hat aber absolut keine Lust dazu und erkundet stattdessen lieber mit Ohnezahn die Umgebung. Auf einem dieser Streifzüge begegnen sie Drachenjägern, die im Dienste des gefährlichen Drago Blutfaust stehen. Dieser will mit Hilfe eines Alpha-Drachen alle Drachen unter seine Gewalt bringen und verbreitet jetzt schon Angst und Schrecken.

Hicks ist trotz aller blutrünstigen Geschichten um diesen bösen Wikinger überzeugt, dass man mit diesem reden kann. Deshalb macht er sich mit seiner Clique auf den Weg zum Bösewicht, landet aber vorerst in den Armen seiner totgeglaubten Mutter. Die verschwand vor 20 Jahren während eines Drachenangriffs, wurde von den Drachen aber nicht getötet, sondern lebt nun mit ihnen zusammen und pflegt verletzte und kranke Drachen. Wird sie ihrem Sohn Hicks auf seinem Feldzug helfen können?

Meine Meinung:
Der erste Teil von „Drachen zähmen leicht gemacht“ ist nicht nur bei meinen Kindern äußerst beliebt. Auch ich mag die Geschichte und den Humor des Films. Schön zu sehen, dass man eine so gute Story auch gut weiter erzählen kann. Die Charaktere werden glaubwürdig weitergeführt, es entstehen nachvollziehbare Konflikte, die auch nachvollziehbar gelöst werden und die Drachen sind auch in der Fortsetzung fantasievoll gestaltet.

Es macht Spaß zu sehen, wie der gute „Haudrauf“ beim Anblick seiner seit 20 Jahren verschollenen Frau dahinschmilzt. Es macht Spaß zu sehen, wie die jungen Wikinger um Hicks mit dem üblichen Teenagerkram zu kämpfen haben. Es macht Spaß zu sehen, wie glaubwürdig der Bösewicht und wie detailreich dessen Waffen gestaltet sind. Aber der Held der Geschichten ist und bleibt Ohnezahn.

Und genau das ist einer der Punkte, die beide Teile von „Drachenzähmen leicht gemacht“ so sehenswert machen. Der Drache Ohnezahn ist nicht der größte, schnellste, perfekteste oder furchteinflößendste Drache und doch ist er eines Anführers würdig. Trotz der Tatsache, dass er ohne Hicks nicht richtig fliegen kann, unter dem Einfluss des bösen Alpha-Drachens einen tödlichen Fehler macht und auch sonst einfach nicht perfekt ist.

Mein Fazit:
„Drachenzähmen leicht gemacht 2“ ist nicht nur für Kinder absolut sehenswert. Wer auch als Erwachsener in der Lage ist, sich auf einen gehaltvollen Animationsfilm einzulassen, wird hier bestens unterhalten. Mit Witz, liebevoll gestalteten Charakteren (bei Menschen und Drachen) und einer gut gemachten Story bietet der Film spannende 103 Minuten, bei denen man das Gehirn ruhig eingeschaltet lassen kann. Fünf von fünf Sternen.

Zur Altersbeschränkung:
Die Altersbeschränkung ab 6 Jahren sollte aber durchaus ernst genommen werden. Mein fünfjähriger Sohn hat den Film zwar gut aufgenommen und viel Spaß gehabt. Ängstlichere Kinder in seinem Alter könnten jedoch Probleme mit den Alpha-Drachen bekommen und auch die ein oder andere traurige Szene nicht so gut verarbeiten.

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