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Film: Animationsfilm „Baymax“

„Baymax“ ist ein knuffiger Roboter, der geschaffen wurde, um Menschen medizinisch zu versorgen. Hiro ist ein superschlauer Teenager, der außer seinem Bruder und seiner Tante keine Familie mehr hat. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, das bald richtig gute Freunde und noch bessere Ideen braucht. So entpuppt sich „Baymax“ als Actionfilm für Kinder, bei dem Erwachsene und Kinder viel zu lachen haben.

©Holger Hecklau/ <a href="http://www.pixelio.de/media/289245" target="_blank">pixelio.de</a>
©Holger Hecklau/ pixelio.de

Zum Inhalt:
Hiro ist 14, hat die Schule schon hinter sich gebracht und verschwendet sein Talent in Roboterkämpfen. Sein großer Bruder Tadashi ist mindestens genauso schlau und geht auf die „Nerd“-Universität, wo er mit seinen Freunden an unglaublichen Erfindungen herumtüftelt. Eine davon ist „Baymax“, ein Roboter, der Menschen medizinisch versorgen soll. Er aktiviert sich automatisch, sobald jemand „Aua“ sagt und analysiert und behandelt kleine und große Wehwehchen so lange, bis der Patient ausdrücklich mit der Behandlung zufrieden ist.

Als Hiro die Forschungsarbeiten der Studenten sieht, will er unbedingt auch an diese Uni. Als Eintrittskarte entwickelt er Mikroroboter, die sich gedanklich steuern lassen und so jede nur erdenkliche Konstruktion erstellen und Bewegung mitmachen können. Professor Callaghan, der Kopf des Forscherteams ist begeistert. Aber dann kommt es bei der Präsentation zu einer Explosion, bei der Hiros Bruder Tadashi und auch Professor Callaghan ums Leben kommen. Und Hiros Mikro-Roboter zerstört werden.

Am Ende ist es Baymax, der Hiro aus seiner Trauer herausholt. Und plötzlich ist da ein geheimnisvoller Mann, der ganz offensichtlich Hiros Mikro-Roboter nachbaut und damit nichts Gutes im Schilde führt. Gemeinsam mit Tadashis Studienkollegen versucht Hiro nun das Geheimnis um die Explosion, seine Microbots und den geheimnisvollen Mann zu lüften. Weil das aber ziemlich gefährlich zu sein scheint, erfindet Hiro Spezialanzüge, die seinem Team auch Spezialkräfte verleihen. Baymax steht ihm dabei immer mit Rat und Tat zur Seite.

Meine Meinung:
Mit etwas mehr als 100 Minuten Laufzeit ist „Baymax“ ein ordentlicher Filmbrocken. Bei dieser Länge kann Kindern und den begleitenden Erwachsenen auch ganz ordentlich langweilig werden. Zum Glück ist es genau anders. Der Film ist spannend, witzig und dadurch sehr kurzweilig. Kinder und Erwachsene haben jedenfalls eine Menge zu lachen.

Die Erfindungen von Hiro und seinen Freunden sind fantasievoll und bringen nicht nur Kinder zum Staunen. Dabei bleiben aber alle Figuren menschlich. Also individuell, nicht perfekt und manchmal zum Schreien komisch. Vom Muskelprotz mit Berliner Akzent und leichten Orientierungsschwierigkeiten bis hin zum genialen Pennertyp, der eigentlich ein Sproß aus supergutem Hause ist und davon träumt, Feuer spucken zu können. Und auch die Ladies haben es drauf.

Auch Baymax als Hiros „persönlicher Gesundheitsbegleiter“ wirkt mehr und mehr menschlich. Durch seine Programmierung auf lebensschützende und -rettende Maßnahmen, lässt der Roboter in den absurdesten Situationen völlig logische Kommentare los – die in diesen Momenten aber eben vollkommen absurd sind. Dazu die Stimme von Bastian Pastewka und der ganze Kinosaal brüllt.

Natürlich wird es bei großen Verlusten wie dem Tod von Tadashi emotional. Gut gefallen hat mir auch, dass Hiro auch mal ausrastet und versucht, aus Baymax eine unerbittliche Tötungsmaschine machen will. Und ihm seine Freunde trotzdem beistehen, Verständnis zeigen und ihn auf den Teppich zurückholen. So wird die Story nicht zu flach, kommt aber auch nicht zu plakativ mit dem Moral-Zeigefinger daher.

Mein Fazit:
So viel Spaß hatte ich bei einem Animationsfilm für Kinder schon lange nicht mehr. Und das nicht nur, weil meine Kids mittendrin in der Handlung und völlig aus dem Häuschen waren. Sondern weil es auch für Erwachsene mehr als genug zu lachen gibt. Rundherum schön gemacht mit viele Liebe zum Detail und gelungenen Pointen. Anleihen bei den aktuellen Actionfilmen sind deutlich erkennbar, aber immer noch kindgerecht. Die Altersfreigabe ab 6 Jahren sollte man aber durchaus ernst nehmen. Volle Sternzahl für „Baymax“.

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