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Animationsfilm: „Minions“

„Wie heißen die gelben Aliens noch mal?“ fragt mein Sohn immer. Und irgendwie sind die Viecher ja auch außerirdisch und ihre Invasion auf der Erde inzwischen gründlich. Ursprünglich als nettes Beiwerk der beiden „Ich, einfach unverbesserlich“-Filme haben sie nun ihren eigenen Kinofilm bekommen. Die Werbetrommel dafür hat sich fast überschlagen. Aber hält das Solo-Abenteuer auch, was der Minions-Kult verspricht?

Im UCI Kino gibt es Minins sogar für die 3D-Brille
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Zum Inhalt:
Die Minions gibt es schon so lange, wie es Lebewesen auf der Erde gibt. Seit jeher sind sie nur glücklich, wenn sie einem bösen Meister dienen können. Ohne Bösewicht werden sie depressiv. Nach einer Odyssey durch die Epochen der Weltgeschichte landen sie im ewigen Eis – ohne Meister.

Bis sich Kevin, Stuart und Bob auf den Weg machen, um ein neues böses Oberhaupt zu finden. Sie landen im Orlando von 1968 auf der „VillainCon“, einer Tagung für die Schurken der Welt.Dort treffen sie auf Scarlett Overkill und werden von der Superschurkin prompt in Dienst gestellt. Die will die drei Minions benutzen, um an die Krone der britischen Königin zu gelangen.

Das gelingt auch. Allerdings zieht der dumpfbackige Bob auf der Flucht das berühmte Schwert Excalibur aus dem Stein und ist somit vorerst rechtmäßiger König. Natürlich tritt er seinen Posten umgehend an Scarlett Overkill ab. Doch die wäre nicht Superschurkin, wenn sie ihre drei Helden nicht umgehend in die Wüste, äh, Folterkammer schicken würde.

Aber so leicht geben die drei nicht auf. Außerdem sind ja auch noch die anderen Minions auf dem Weg nach England. Aber werden sie Scarlett Overkill entkommen können oder sind die Minions dem Untergang geweiht? Natürlich schaffen es die gelben Kultfiguren und erhalten entsprechend Anerkennung von Königin Elisabeth II. Und treffen endlich auf ihren Gru.

Meine Meinung:
Meine Kinder waren wild darauf, die Minions wiederzusehen. Sie kannten die gelben Dinger von den Filmen mit Gru und fanden sie toll. Also war der Film „Minions“ Pflichtprogramm. Ob sie dabei den erwarteten Spaß hatten, weiß ich nicht so recht. Ich hab sie jedenfalls schon mehr lachen sehen.

Es ist ein bisschen wie bei „Das kleine Arschloch“. Die einzelnen Szenen sind besser, als der Film als Ganzes. Und so lebt „Minions“ von den liebevoll gestalteten Szenen, von denen man bereits im Trailer einiges gesehen hat. Die wirklich gut ausgearbeiteten Charaktere tun ihr übriges, dass man sie alle einfach nur knuddeln will.

Scarlett Overkill und ihr Mann Herb sind da eher Durchschnitt. Von der Gestaltung schließen sie sich wie alle anderen Figuren der Geschichte an die „Ich, einfach unverbesserlich“-Filme an: Lange dünne Beine, lange spitze Nasen und überdimensionale oder sehr schmale Bäuche. Und auch hier gibt es wieder schöne Details zu entdecken.

Allerdings werden bei diesen Details eher die Erwachsenen Kinobesucher etwas zu lachen haben. Oder kennen Sie ein Kind von sechs Jahren, dass das berühmte Albumcover der Beatles mit dem Zebrastreifen kennt? Abgesehen davon ist 1968 ein dankbares Jahr, wenn es um die musikalische Untermalung geht. Aber eben auch wieder für Erwachsene.

Überhaupt fragten sich meine Kinder (6 und 8 Jahre) mehr als einmal, was die Mama da zu lachen hat. Und mein wissbegieriger Sohn wollte unbedingt wissen, was die Minions denn da gerade gesagt haben. Als Voraschulkind ist es wohl schwer zu akzeptieren, dass man nicht alles verstehen muss.

Mein Fazit:
„Minions“ ist kein innovativer Kracher. Wie auch, wo man doch in den zwei Filmen mit Gru schon ihre Macken kennt. Scarlett Overkill reißt es da als Schurkin nicht raus, zumal sie nicht halb so sympathisch ist wie Gru. Dafür fehlt ihr das Tollpatschig-witzige. Ein Film, der über das „Kann man mal gesehen haben“ leider nicht hinaus kommt. Dafür kann, nein sollte man sich den Abspann nicht entgehen lassen. Die Minions und der junge Gru sind echt witzig.

Altersempfehlung:
Der „Minions“-Film ist mit FSK 0 und JMK 6 freigegeben. Ich schließe mich der zweiten Empfehlung an. Jüngere und vor allem zartere Gemüter könnten den ein oder anderen Schreck bekommen. Vor allem Scarlett Overkill fehlt einfach das Tollpatschige, was ihre Bösartigkeit ein wenig verharmlosen würde. Also kleinere Kinder gut vorbereiten oder entspannt auf DVD schauen.

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