Buch: „Sandor – Not macht erfinderisch“ von Dorothea Flechsig

Die Abenteuer von Sandor, der cleveren Fledermaus kennen meine Kinder bisher nur von den Hörspielen. Die können sie allerdings fast schon mitsprechen und werden trotzdem nicht müde, sie sich immer und immer wieder anzuhören. Der Junior war sogar schon zweimal selbst als Sandor unterwegs – zum Fasching. Jetzt kam Teil drei von Sandors Abenteuern als Buch heraus. Eine gute Gelegenheit, sich Sandor mal in gedruckter und schön illustrierter Form anzuschauen.

"Sandor - Not macht erfinderisch" beim © Glückschuh Verlag

„Sandor – Not macht erfinderisch“ beim © Glückschuh Verlag

Zum Inhalt:
Jendrik macht Urlaub in Rumänien, der Heimat seines kleinen Freundes Sandor. Der hat ihm schon viele Tipps gegeben, was sich Jendrik mit seiner Familie so alles anschauen sollte. Jendriks Familie, das sind seine Mutter Freya, sein kleiner Bruder Tom und, wenn es nach ihm ginge, auch der Kinderpsychologe Hans. Außerdem ist da noch Lupo, der rumänische Straßenhund, den Tom bei einem ihrer Ausflüge aufgelesen hat und nun nicht mehr hergeben will.

Genau das passt Freya überhaupt nicht in den Kram. Denn sie sieht in dem kleinen Racker nur Probleme: In ihrer Mietwohnung sind keine Haustiere erlaubt, der Hund muss betreut werden, wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind und überhaupt, wie sollen sie Lupo nach Deutschland mitnehmen? So ganz ohne Papiere und zwei Tage vor der Abreise.

Doch Hans und Gastgeberin Helga haben eine Idee und so bekommt Lupo doch noch seine Impfungen und Papiere. Damit der Hundewelpe ausreisen darf, muss Hans allerdings zu unlauteren Mitteln greifen. Was Freya noch viel mehr aufregt. Der unruhige Flug zurück nach Deutschland gibt ihr dann den Rest und sie will nichts mehr mit Hans zu tun haben.

Jendrik hat gut zu tun, zwischen den streitenden Erwachsenen ruhig zu bleiben. Schließlich hat er noch ganz andere Sorgen. Denn Sandor leidet sehr unter dem Getöse des Flugzeugs. Auch Zuhause gibt es nichts als Ärger. Seine Lehrerin Frau Schmidt ist nicht mehr da. Stattdessen unterrichtet nun Herr Lersiko, der das Lernniveau der Klasse auf Biegen und Brechen verbessern will.

Dann steht auch noch Jendriks Vater vor der Tür. Allerdings mit neuer Frau und kleinem Baby. Und Lili ist alles andere als entzückt von Jendriks Überlegungen, bei seinem Vater in Norwegen zu wohnen. Und irgendwie wäre es auch schön, wenn sich Mama Freya und wieder mit Hans verstragen würde. Wird Sandor es schaffen, die Wogen zu glätten und seinem besten Freund bei diesen Problemen helfen können?

Meine Meinung:
Die Geschichte von „Sandor – Not macht erfinderisch“ kannte ich ja schon vom Hörbuch. Als ich nun die gesprochenen Worte quasi 1:1 nachlesen konnte, hatte ich dem entsprechend die Stimme von Nikolas Alexander Böll im Kopf. Da der seine Sache wirklich gut gemacht hat, störte mich das aber überhaupt nicht.

Im Unterschied zum Hörbuch erfährt man in der gedruckten Version der Geschichte aber dann doch ein bisschen mehr. Zum Beispiel, wie es kommt, dass der kleine Lupo so einfach mitkommen kann. Die Kapitel mit dem Tierarzt und noch den letzten Tag in der Pension Helga gibt es nämlich nur im Buch. Und macht aus der Hunde-Frage dann doch eine runde Sache.

Schön sind auch die Illustrationen. Die Szenen sind schön gezeichnet, lassen aber auch noch Freiraum für Fantasie und sind Orientierungshilfe, wenn man das Buch aus Versehen zugeklappt haben sollte.Als wertvolles Extra empfand ich außerdem das „Nachwort“ über Kinderpsychologen von einem Kinderpsychologen. In einem relativ kurzen Text wird erläutert, was die Trennung der Eltern im Kind auslösen kann, warum das so ist und wie dem Kind und den Eltern geholfen werden kann.

Mein Fazit:
Auch wenn es gegenüber dem Hörbuch nicht viel Neues in der gedruckten Version von „Sandor – Not macht erfinderisch“ gibt, lohnt sich die Anschaffung. Allein schon wegen der Illustrationen. Außerdem sollten Schüler der zweiten Klasse diese Geschichte schon gut allein lesen können. Die angenehm große Schrift und die Seitenaufteilung machen es noch ein Stück leichter. Nicht zu vergessen, dass Jendriks Welt auch in dieser Geschichte nicht rosarot und super heil ist. Das tut vor allem Kindern gut, die auch mit getrennten Eltern leben müssen. Auch für das Buch also fünf Sterne von mir.

Infos zum Buch:
Titel: Sandor – Not macht erfinderisch
Autorin: Dorothea Flechsig
Verlag: Glückschuh Verlag
ISBN: 978-3-943030-33-4

Dieses Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kategorie Kinderbuch, Kinderkram
Tina
Autor

Tina liebt gute Geschichten und da vor allem interessante Lebensgeschichten. Deshalb liest sie viele Bücher, geht gern und oft ins Kino und studiert neben Job und Kindern Kulturwissenschaften (Literatur und Geschichte) in Teilzeit und aus der Ferne. Abgesehen davon mag sie entspannte Wochenenden mit den Kindern, Cappuccino mit Freunden und das Meer.

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