Mallorca-Urlaub im Inturotel Cala Azul Park

Mallorca-Urlaub im Inturotel Cala Azul Park

Unser Urlaub im Cala Azul Park auf Mallorca ©Tulpentopf

Wenn einem ständig die Ferienflieger in den Süden vor der Nase abheben, will man irgendwann auch mal wieder selbst drin sitzen. Also buchten wir vor ziemlich genau einem Jahr eine Reise nach Mallorca. Nun ist er vorbei, unser Mallorca-Urlaub im Inturotel Cala Azul Park.

Der echte Reisebericht

Vor ein paar Tagen schrieb ich hier schon einen nicht ganz ernst gemeinten Reisebericht. Denn natürlich lief nicht alles glatt. Nun möchte ich euch genauer – und positiver – beschreiben, wie es denn wirklich war. Los geht’s!

Die Lage:
Mallorca bietet vielfältige Landschaften. Kilometerlange Sandstrände, felsige Steilküsten, kleine Buchten, Gebirge zum Wandern und weites Land zum Drüberschauen. Wir finden kilometerlange Strände eher langweilig, also entschieden wir uns für die kleinen Buchten an der Ostküste.

Genauer gesagt, für Cala d’Or. Ich müsste lügen, wenn ich es als naturbelassenes Örtchen bezeichnen würde. Natürlich säumen auch hier Bettenburgen die kleinen Strände und die Geschäfte sind voll auf Tourismus ausgelegt.

Aber Cala D’Or hat trotzdem etwas uriges. Fast alle Gebäude sind weiß und es gibt hier und da Ecken, wo trotz Hotel an Hotel irgendwie doch noch ein gewisses Flair aufkommt. So auch bei uns an der Bucht Cala Esmeralda.

Die Bucht ist winzig und in der Hochsaison sicher zu klein für die vier Hotels drumherum. Im Oktober reicht sie völlig. Genau wie die Promenade zum Bummeln mit ihren Geschäften, Bars und Cafés. Und den Hüpfburgen. Dazu später mehr. Alles in allem herrscht hier Kleinstadtatmosphäre.

Das Inturotel Cala Azul Park
Rund um die Bucht gibt es vier Hotels, die alle zusammengehören. Das Inturotel Cala Azul Park liegt zwischen der Cala Esmeralda und einer felsigen Bucht ohne Sandstrand. Es besteht aus 245 Zimmern und Appartements, die sich auf sechs dreistöckige Häuser verteilen.

Zwei Süßwasserpools liegen in der Mitte. Der eine nur max. 90cm tief, der andere ca. 1,70m. Drunter liegt die Poolbar und die hoteleigene Badestelle an der Felsenbucht. Darüber das Restaurant mit Rezeption und Hotelbar. Im Außenbereich gibt es außerdem einen Supermarkt, eine Pizzaria und eine Minigolfanlage.

Die Zimmer
Es gibt Appartements mit einem Schlafzimmer und einem zusätzlichen Raum mit zwei Schlafsofas. Wir hatten eine Suite mit Doppelbett und Zustellbett. Alle Zimmer verfügen über einen kleine Küchenzeile mit zwei Herdplatten, Spüle und Kühlschrank mit Eisfach. Außerdem gibt es ein recht großes Badezimmer mit WC, Waschbecken und Badwanne. Auch der Balkon war recht großzügig gehalten.

Der Service:
Die Rezeption war nicht immer optimal besetzt. Man brauchte schon hin und wieder spanische Gelassenheit, um die Wartezeit zu überbrücken. Und oft auch Englischkenntnisse, um sein Anliegen verständlich zu machen. Abgesehen davon waren die Menschen dort hilfsbereit und freundlich.

Das Essen:
Das Cala Azul Park kann man mit Halbpension und ohne Verpflegung buchen. Wir hatten Halbpension und waren damit gut bedient. Mit ein bisschen Glück bekommt man im Restaurant einen Platz auf der Terrasse und kann über den Pool hinweg aufs Meer schauen.

Das Frühstück war reichhaltig, allerdings gab es immer das Gleiche. Abgestimmt auf die vielen Nationalitäten hatte man aber viel Auswahl. Herzhaft, süß, Ei in Variationen und eben auch die Bohnen für britische Gäste.

Abends wurde es vor allem für die Kinder schwieriger. Für uns Erwachsene ist es schön, einheimische Küche, Spanferkel und Fisch frisch serviert zu bekommen. Aber die meisten Kinder möchten das Tier nicht sehen, was sie gerade essen, mögen nicht allzu viele Kräuter und sind mit einfachen Mahlzeiten zufrieden. Davon gab es wenig.

Für mich war es schwierig, den Getränkebedarf einzuschätzen. Als wir am ersten Abend Brause, Saft und Wasser bestellten, war ich mal eben 10 Euro los. Am nächsten Abend war ich klüger und bestellt nur eine Flasche Wasser. 2,60 Euro für etwas, was ich dann alleine trank.

Animation:
Die Animation war sehr zurückhaltend gestaltet. Keine Musik am Pool, ein festes Programm für den Tag und abends eine kleine Show in der Hotelbar. Blöd hier: Alles auf Englisch, auch für die Kleinen. Also haben wir nichts davon genutzt und es auch nicht vermisst.

Freizeitgestaltung mit Kindern:
Wenn man im Oktober reist, kann man nicht von durchgehendem Badewetter ausgehen. Aber das war für uns auch nicht schlimm. Zum einen gibt es die Minigolfanlage, die wir von unserem Zimmer aus direkt vor der Nase hatten. Schläger und Bälle gibt es an der Rezeption für knapp 4 Euro pro Person, Spielzeit unbegrenzt.

Etwa 200 Meter vom Hotel entfernt befindet sich der Happy Park. Das ist das Paradies für Kinder: Bungee-Trampolin (5 Euro für 5 Minuten), zwei Kart-Strecken (1 € ins Auto und los geht’s) und eine Riesenhüpfburg mit Superhelden (3 Euro für zeitlich unbegrenztes Rumhüpfen). Der riesige Hulk-Kopf in der Mitte macht dabei den Mund auf und zu, so dass man einsteigen und aus etwa 2 Metern rausspringen kann. Natürlich gibt es auch noch einen Weg durch den Schlund.

Der Happy Park hat 18 bis 22 Uhr geöffnet. Der Fantasy Park im ähnlichen Stil mit sogar zwei Riesenhüpfburgen – einmal Safaritiere und daneben ein Drache – macht früher auf und später zu. Zwischen den beiden Parks liegen Geschäfte, Supermärkte, Bars und Restaurants.

Langeweile kommt also nicht auf. Denn notfalls umrundet man die felsige Landzunge, auf der das Hotel liegt. Dabei klettert man über zerklüftete Felsen und entdeckt kleine Nischen. Der Ausblick aufs Meer und die anderen Buchten ist einfach nur atemberaubend schön und lohnt sich auf jeden Fall.

Mein Fazit:
Cala d’Or und auch das Inturotel Cala Azul Park waren für uns die richtige Wahl. Der Ort selbst nicht zu groß und nicht zu klein. Das Hotel selbst phantastisch gelegen und mit für uns angenehmen Eigenschaften. Dank der Hüpfburgen hatte ich abends Zeit zum Lesen, während sich die Kinder ordentlich austoben konnten.

Für Familien mit Kleinkindern muss ich vor allem wegen des Essenangebotes abraten. Hinzu kommt, dass man doch wenigstens ein bisschen Englisch können sollte, um sich mit dem Personal verständigen zu können. In der Hochsaison dürfte es an Strand und Pool auch zu eng werden. Jetzt im Oktober waren die Platzverhältnisse zum Teil luxuriös.

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